DARKANE: Layers Of Lies

DARKANE: Layers Of Lies

Autsch, meine Nackenmuskeln! Was war gestern abend nur los? Hab´ ich mich bei irgendeiner Kraftprobe im Vollrausch gezerrt? Bin ich im Straßengraben unweit der Bahnschranken eingeschlafen und hab´ da etwas Zug abbekommen? Oh nein, ich erinnere mich: Ich war stocknüchtern und hab´ Layers Of Lies von DARKANE gehört. Das Bangnirvana war mir sicher. Denn dieses Album knallt von den bombastischen Introklängen bis hin zum wuchtigen Rausschmeißer The Creation Insane ohne den geringsten Anflug von Gnade. Vor allem Drummer Peter Wildoer treibt die Songs wie eine Herde wütender Kampfstiere vor sich her. Dazu schreit sich Andreas Sydow die Eingeweide aus dem geschundenen Leib. Egal, wie harmonisch sich viele der Songs zum Refrain hin auch öffnen mögen, Andreas geht keine Kompromisse mehr ein und brüllt, sodass zu hundert Prozent klar wird, dass hier Thrash und nicht irgendwelche Pseudo-Emo-sonstwas-Core das Gebot der Stunde ist. Noch derbere Hooklines kann wohl nur Devin Townsend bei STRAPPING YOUNG LAD fabrizieren. Klas Ideberg und Christofer Malmström haben sich eh schon mit Convicted in die Ruhmeshallen des Thrashs gespielt, doch die schiere Masse an megainspirierten, messerscharfen Riffs unterschiedlichster Natur und an brillanten Solos, die stets bestens in den restlichen Songkontext eingebettet werden, sorgt dafür, dass dieser Ehrenplatz in Zukunft um einige schmucke Altäre erweitert werden muss. DARKANE 2005 – das ist ungezügelte Aggression, die dennoch stets mit tödlicher Präzision gelenkt wird und nicht ziellos verpufft. Hinzu kommen die von mir bereits im Bericht zur Listeningsession bejubelten Refrains (ich sag´ nur Godforsaken Universe!!!), die mit ihren Widerhakenqualitäten dafür sorgen, dass jeder Versuch, sich ihrer zu entledigen, zwangsläufig blutig enden muss. Unzählige Details, die jeden weiteren Hördurchgang zum neuerlichen Abenteuertrip werden lassen, tun ein Übriges, um den Hörer aller Sinne außer der akustischen Wahrnehmung zu berauben. Und am nächsten Morgen gibt es wieder üble Nackenschmerzen…

Veröffentlichungstermin: 27.06.2005

Spielzeit: 42:59 Min.

Line-Up:
Andreas Sydow – Gesang

Christofer Malmström – Gitarre

Klas Ideberg – Gitarre

Jörgen Löfberg – Bass

Peter Wildoer – Schlagzeug

Produziert von DARKANE
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.darkane.com

Email: contact@darkane.com

Tracklist:
Amnesia Of The Wildoerian Apocalypse

Secondary Effects

Organic Canvas

Fading Dimensions

Layers Of Lies

Godforsaken Universe

Klastrophobic Hibernation

Vision Of Degradation

Contaminated

Maelstrom Crisis

Decadent Messiah

The Creation Insane