DARK SARAH: Behind The Black Veil

DARK SARAH: Behind The Black Veil

So, wie einst TARJA TURUNEN zu Gunsten einer Solo-Karriere (von) NIGHTWISH verlassen hatte (wurde), so will es auch Heidi Parviainen halten, als dass sie AMBERIAN DAWN den Rücken kehrte, um mit dem Solo-Projekt DARK SARAH ihre persönlichen Visionen vom Musikschaffen realisieren zu können. Dem nicht genug hat sie ihr erstes Abum, Behind The Black Veil, in ein Lyric-Konzept geschnürt, das dem Projekt-Namen DARK SARAH gewissermaßen einen Sinn gibt, als dass die Protagonistin Sarah vom ihrem Ehemann am Traualtar stehen gelassen wird und anstatt daran zu zerbrechen, in eine andere, gemeinere Persönlichkeit verwandelt wird… Dark Sarah. Ja, und in den weiteren Songs werden die Abenteuer der zwiegespalteten Persönlichkeit geschildert.

Nicht nur die Lyrics sind demnach auf einer narrativen Ebene angesiedelt, auch das musikalische Konzept spielt mit den Ereignissen und vermittelt einen cineastischen Charkater, der von der fleißigen Video-Clips-Produktion gestützt wird. Nicht umsonst firmiert das Album als Cinematic Metal, der sich aus Symphonic und Melodic Metal speist. Nähme man einzelne Songs für sich, dann müsste man den musikalischen Wert anzweifeln, als dass davon nicht viel hängen bliebe: zu weich, zu oft gehört und auch ein Stück weit zu wenig charismatisch, ganz gleich welche GastmusikerInnen ihren Beitrag dazu geleistet haben. In der Gesamtbeschau auf Albumlänge – auch in Verbindung mit Lyrics und Videos – macht das Album jedoch Sinn.

Wenn man sich etwa bei Violent Roses anfangs beschwingt auf einer romantischen Blumenwiese spazieren gehen sieht, ehe es erneut zur Persönlichkeitsspaltung kommt und Heidi Parviainen – ähnlich AYIN ALEPH – theatralisch die Geschehnisse schildert, ist das schon gelungen. Auch das Duett zwischen Heidi Parviainen als Sarah und der das Schicksal mimenden Manuela Kraller (XANDRIA) hat schon etwas.

Wie schon gesagt, rein musikalisch wirkt Behind The Black Veil mau, jedoch hat das Album dann doch auch seine Reize. Gesanglich, instrumental und soundmäßig wird ordentliche Arbeit geleistet und ich könnte mir gut vorstellen, dass das Cinematic Metal-Projekt DARK SARAH noch weitere Video-Clips abfilmen wird, um dann die ganze Geschichte in Bild und Ton zu haben.

Veröffentlichungstermin: 08.05.2015

Spielzeit: 62:00 Min.

Line-Up:
Heidi Parviainen – Gesang
Erkka Korhonen – Gitarre
Sami Salonen – Gitarre
Thomas Tunkkari – Schlagzeug
Rude Rothstén – Bass

Gast-Musiker:
Kasperi Heikkinen (U.D.O., Ex-AMBERIAN DAWN) – Gitarre
Jukka Koskinen (WINTERSUN ,Ex-AMBERIAN DAWN, Ex-NORTHER) – Bass
Teemu Laitinen (Ex-THRONE OF CHAOS, Ex-DIVERCIA) – Schlagzeug
Lauri Kuussalo – Schlagzeug
Inga Scharf (VAN CANTO) – Gesang
Manuela Kraller (XANDRIA) – Gesang
Tony Kakko (SONATA ARCTICA) – Gesang

Label: Inner Wound Recordings

Homepage: http://www.darksarah.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/darksarahofficial

Tracklist:
1. Save Me
2. Poison Apple
3. Hide And Seek
4. Memories Fall [feat. Manuela Kraller]
5. Evil Roots [feat. Inga Scharf]
6. Violent Roses
7. Hunting The Dreamer
8. Fortress
9. Silver Tree
10. Sun, Moon And Stars
11. Light In You [feat. Tony Kakko]
12. Sarah´s Theme
13. Memories Fall [orchestral version]
14. A Grim Christmas Story

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.