D-A-D: Everything Glows

Everything glows ist besser, da in der Gesamtheit einfach stärker, als die letzten beiden Alben. Schön dass es noch Bands gibt, die sich einen Dreck um angesagte Trends scheren und mal wieder ein hervorragendes, gute Laune versprühendes Rockalbum veröffentlichen.

Anfang April: Da surft man mal wieder gelangweilt durchs Netz, klickt die Homepage von D-A-D an und liest, dass die Dänen im April eine CD namens “Everything Glows” veröffentlichen. Das kann doch nicht sein. Warum hat man davon nirgends etwas gelesen? Drei Wochen später ist die CD mittlerweile auf Platz 1 der dänischen Charts und wir in Deutschland wissen immer noch nichts von einem neuen Output. Komisch. Komisch.

Ende April: Aber zum Glück hat mir Andrea eine Promo besorgt, welche nun vor mir liegt. Leider ohne Cover und Info wann und ob die CD bei uns erscheint. Aber egal. Gehen wir einmal davon aus, dass wir bald die Scheibe kaufen können. Und eins gleich vorweg: Es wird sich lohnen.

“Everything Glows” ist ein Album voller Party-Rocker

Anfang Mai: Was gibt es Neues zu hören? Erstmal hat man den Drummer gewechselt. Laust Sonne heißt der neue Mann hinter dem Drumkit. Ansonsten gibt es aber auf der CD Altbewährtes. Der Opener “Everything Glows” ist genau der richtige Song, um im Sommer im nichtvorhandenen Cabrio die Autobahn unsicher zu machen. Was für eine Hookline. Dieser Song macht Spaß und man wird sich aufgrund seines Refrains, welcher mittlerweile in meinem Ohr wie Honig klebt, immer wieder dabei ertappen, die Replay Taste seines Recorders zu drücken. Wetten. Ein potentieller Single-Hit und wahrscheinlich der Nachfolger des Kulttracks “Sleeping my day away”.

“The road below me”, “Evil twin” und “Candybar” sind auch solche Partyrocker, bei denen man einfach gut gelaunt mitsingt und sich freut, auf der Welt zu sein. Mit “Something good”, und “I am not the same” hat man wieder zwei starke Balladen an Bord. Leider erreicht kein Song die Klasse von “It’s after dark” oder “Laugh ‘n’ a half”. Versteht mich nicht falsch. Die Songs sind gut, nur die genannten Hits von früher werden halt nicht ganz erreicht.

D-A-D-Fans können bedenkenlos zuschlagen

Zum Schluss der CD sind sie mit “As common as” mal kurz ins Psychedelic-Ufer gedriftet. Macht aber nichts, dieser Song steht ihnen auch verdammt gut zu Gesicht. “A kiss between the legs” (was für ein Titel) ist eine countryfizierte Rockhymne. “Nineteenhundredandyesterday” glänzt durch seinen soften Refrain. Die jetzt nicht extra erwähnten Tracks sind Stücke von denen kein Fan der Band enttäuscht wird, welche jetzt aber auch nicht so herausragend sind, um extra erwähnt werden zu müssen. Hoppla, sind ja sowieso nur noch zwei Songs.

Zusammenfassung: D-A-D Fans können bedenkenlos zuschlagen. Falls “Everything glows” als Single und Video erscheint und dann zur richtigen Zeit und am richtigen Ort gespielt wird, können D-A-D auch bei uns richtig groß werden. “Everything glows” ist besser, da in der Gesamtheit einfach stärker, als die letzten beiden Alben. Schön, dass es noch Bands gibt, die sich einen Dreck um angesagte Trends scheren und mal wieder ein hervorragendes, gute Laune versprühendes Rockalbum veröffentlichen. Hoffentlich sehen das die Fans genauso…

Anfang Juni: Na wer sagts denn. Jetzt ist es amtlich. “Everything glows” wird bei uns am 30.06. erscheinen und Ende Mai gab es ja sogar eine Minitour durch Deutschland.

D-A-D “Everything Glows” Tracklist

1. Everything Glows
2. Nineteenhundredandyesterday
3. The Road Below Me
4. Sunstar
5. Something Good
6. Evil Twin
7. Candybar
8. A Kiss Between The Lips
9. I’m Not The Same
10. Summer Me Soon
11. As Common As

Line-Up

Jesper Binzer – Gesang, Gitarre
Jakob Binzer – Gitarre
Stig Pedersen – Bass
Laust Sonne – Drums

Homepage: http://www.d-a-d.com