AXENSTAR: The Final Requiem

AXENSTAR: The Final Requiem

Was soll man zu dieser Band noch großartiges Schreiben? Im Prinzip haben Fierce und Arlette in Ihren Reviews zu den Vorgängern bereits alles gesagt, was gesagt werden muss. Die vorherigen Scheiben kenne ich zwar nicht, aber beim Hören von The Final Requiem beschleicht mich das Gefühl, dass ich das auch gar nicht brauche, um zu wissen, wie sie klingen. Laut Bandhomepage ist das neue Album heavier als alles, was die Band zuvor gemacht hat. Na ja, ein paar vereinzelte Heavy-Riffs findet man zwar tatsächlich auf diesem Album, aber eine Schwalbe macht noch lange keinen Sommer. Und so bleibt auch das vierte Album von AXENSTAR Melodic Metal Stangenware. Die großen STRATOVARIUS klingen immer noch, wenn auch minimal durch und werden immer noch nicht im geringsten erreicht. Ab und an gibt es ein paar Experimente, die aber auch durchaus mal in die Hose gehen wie zum Beispiel beim mit verzerrten Vocals und heavy Geriffe auf modern getrimmten Edge Of The World. Positiv zu verbuchen ist, dass Sänger Magnus Winterwild zu den erträglichen Exemplaren seiner Gattung gehört, sprich niemanden mit Eierkneif-Vocals der Marke gewollt aber nicht gekonnt in den Wahnsinn zu treiben versucht. Andererseits kann er weder mit stimmlicher Individualität noch mit rasend innovativen Gesanglinien glänzen, so dass ich den Sänger zwar nicht als Kontra, aber eben auch noch lange nicht als Pro für diese Scheibe verwenden möchte. Denn ordentliche und auch bessere Sänger muss man in Skandinavien nun wirklich nicht mit der Lupe suchen. Natürlich muss man AXENSTAR attestieren, dass sie einige wirklich gefällige Melodien an Bord haben. Aber reicht das, um sich von der Masse an skandinavischen Melodic Metal Bands abzusetzen? Nein, nein und nochmals nein. Hier findet sich bei objektiver Betrachtung nichts, was es rechtfertigen würde, explizit für diese Scheibe eine Kaufempfehlung auszusprechen, denn alles, was man auf The Final Requiem hört, gibt es woanders besser und von Legionen andere Bands zumindest in ähnlicher Qualität. Ob ihr nun also ausgerechnet AXENSTAR zur Melodic Metal-Einheitsbrei-Band eurer Wahl macht, sei euch selbst überlassen.

Veröffentlichungstermin: 08.09.2006

Spielzeit: 54:27 Min.

Line-Up:
Magnus Winterwild – vocals / keyboards / rhythm guitar
Joakim Jonsson – lead & rhythm guitar
Pontus Jansson – drums / skinnbanjo
Magnus Ek – bass

Produziert von Pelle Saether und Axenstar @ Studio Underground / Västerås, Schweden
Label: Massacre Records

Homepage: http://www.axenstar.com

Email: magnus.winterwild@axenstar.com

Tracklist:
01. Final Requiem
02. Condemnation
03. The Divine
04. Edge Of The World
05. Thirteen
06. The Hide
07. Underworld
08. Spirit
09. Pagan Ritual
10. Seeds Of Evil
11. End Of The Line
12. Beyond The Lies

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.