AXEL RUDI PELL: Sign Of The Times

AXEL RUDI PELL: Sign Of The Times

Kürzlich schrieb ich in einer Rezension etwas über Konstanz. Und hier haben wir eine weitere Band, auf welche dieser Begriff passt wie der Arsch auf den Eimer. Seit nunmehr 31 Jahren sind AXEL RUDI PELL am Start. Und das auch besetzungstechnich seit geraumer Zeit mit bemerkenswert wenig Fluktuation. Drummer Bobby Rondinelli ist mit sieben Jahren Bandzugehörigkeit tatsächlich sowas wie der neue. Sangeswunder Johnny Gioeli und Keyboarder Ferdi Doernberg sind seit 1998 dabei und Volker Krawczak begleitet den wasserstoffblonden Gitarrengott schon seit seligen STEELER-Tagen und ist seit der Bandgründung Mitglied von AXEL RUDI PELL. Also so ziemlich das Gegenteil der anderen Band, der ich kürzlich Konstanz attestierte.

Keine bis wenige Überraschungen im Hause AXEL RUDI PELL

Nach diesem kleinen Ausflug in die Welt der Statistik widmen wir uns mal “Sign Of The Times”, dem achtzehnten Album aus dem Hause AXEL RUDI PELL. Überraschungen erwartet man bei dieser Band keine und bekommt üblicherweise auch keine. Selbst die Cover sind von Stil und Farbgebung immer so ähnlich, dass ich wette, dass so mancher Fan die Artworks ohne Albumtitel nicht so einfach den jeweiligen Scheiben zuordnen kann. Wäre man bösartig, könnte man selbiges auch von den Songs behaupten. Letztendlich hat der gute Axel sein Rezept für das Songwriting bereits vor langer Zeit gefunden und ändert daran auch nichts mehr.

“Sign Of The Times” bietet alles, was man als Fan von AXEL RUDI PELL erwartet

Solange dabei ein durchgehend starkes Album wie “Sign Of The Times” rauskommt, habe ich daran auch gar nichts auszusetzen. Und in dieser Hinsicht lassen AXEL RUDI PELL auf “Sign Of The Times” nichts anbrennen. Dies zeigt sich schon beim starken Opener “Gunfire”, einem knackig harten Up Tempo Rocker. Mit dem satt groovenden Mid Tempo-Stück “Bad Reputation” folgt direkt der nächste Knaller. Weiter geht es mit dem epischen Titelsong, einem typischen AXEL RUDI PELL-Epos. Damit legt “Sign Of The Times” einen Start nach Maß hin. Mit dem nächsten Up Tempo Stück “End Of The Line” und der obligatorischen Ballade “As Blind As A Fool Can Be” geht es erstklassig weiter. Johnny Gioeli erweist sich wieder einmal als Glücksgriff für die Band und einer der besten seines Fachs.

“Sign Of The Times” ist ein starkes AXEL RUDI PELL-Album – nicht mehr und nicht weniger

Überraschungen werden sparsam dosiert, wie zum Beispiel der Reggea-mäßige Einstieg zu “Living In A Dream” oder dem saucoolen Gitarrensound auf “Wings Of The Storm”. Ansonsten bleibt alles wie gewohnt aber eben auf hohem Niveau. Das ist mir allemal lieber als der krampfhafte Versuch innovativ zu sein und dabei auf die Nase zu fallen. Und ich vermute mal, dass dies der Großteil der Fans von AXEL RUDI PELL genauso sehen dürfte. Genau das bekommen wir auf “Sign Of The Times” von AXEL RUDI PELL – einen Haufen erstklassiger Songs, nicht mehr, nicht weniger. Für diese und alle, die auf klassischen Hard Rock stehen gibt es keine Ausreden “Sign Of The Times” nicht zu kaufen.

Veröffentlichungsdatum: 24.04.2020

Spielzeit: 54:57

Line Up:
Johnny Gioeli – vocals
Axel Rudi Pell – guitars
Volker Krawczak – bass
Bobby Rondinelli – drums
Ferdy Doernberg – keyboards

Label: Steamhammer/SPV

Bandhomepage: https://www.axel-rudi-pell.de/
Facebook: https://www.facebook.com/axelrudipellofficial
Bandcamp: https://axelrudipell.bandcamp.com/

AXEL RUDI PELL „Signs Of The Times“ Tracklist

01. The Black Serenade (Intro) 01:40
02. Gunfire 05:21 (Lyrics-Video bei YouTube)
03. Bad Reputation 05:41
04. Sign Of The Times 07:10
05. The End Of The Line 05:22
06. As Blind As A Fool Can Be 06:14
07. Wings Of The Storm 05:48 (Audio bei YouTube)
08. Waiting For Your Call 05:34
09. Living In A Dream 05:59
10. Into The Fire 06:01

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.