ALLEGIANCE: Vrede

Die Schweden von Allegiance frönen auf "Vrede" einer Mixtur aus Black und Viking Metal.

Draußen sind es ungefähr minus vierzig Grad und passend dazu habe ich hier gerade „Vrede“ von ALLEGIANCE unter der Lupe. Denn besagte ALLEGIANCE produzieren einen äußerst frostigen Black Metal mit einigen Viking-Einflüssen. So weit, so gut, nehmen wir uns mal ihr Drittwerk „Vrede“ etwas näher unter die Lupe.

Zuerst einmal sei zu erwähnen, das ALLEGIANCE über weite Stecken mit einer angenehmen Geschwindigkeit ans Werk gehen, auf “Vrede” wird teilweise fast schon thrashig dem Speed gefrönt, die dann aber auch oft von BATHORY-mäßigen Melodic- und Keyboardparts unterbrochen werden, dabei aber nie fluffig erscheinen. Harmonisch fließend nennt sich soetwas wohl. Macht Spaß zuzuhören, da hier weder Uffta-Highspeedparts bis auf Äußerste ausgewalzt werden, aber auch nicht alles in wabernden Klangteppichen erstickt wird.

Es dürfte spannend sein, in welche Richtung sich ALLEGIANCE entwickeln werden

Insgesamt ist Fluss wohl auch ein tragendes Element im Konzept von ALLEGIANCE, so wechseln sich auch Doppelbass-Trommeln mit Gitarrenläufen der Marke Mittachtziger ab. Ist immer wieder eine feine Sache, besonders wenn es über weite Strecken so passend ist, wie hier.

Die Produktion ist von Peter Tägtren, damit dürfte dann auch schon wieder alles gesagt sein, es ist halt der übliche Abyss-Standard. Passt, passt, passt! Die Songs an und für sich sind über die meiste Zeit stimmungsvoll und auch stimmig gehalten, wenn auch die eine oder andere Länge noch nicht zu verbergen und damit auch nicht zu verleugnen ist. Weiterhin dürfte noch spannend sein, in welche Richtung sich ALLEGIANCE entwickeln werden, denn man merkt doch, dass die Stärken dieser Band eher im Black Metal mit stärkeren Viking-Einflüssen zu liegen scheinen. Ok, persönliche Meinung, aber das wollte ich erwähnt wissen.

“Vrede” ist (noch) kein Blindkauf

So bleibt festzuhalten, dass ALLEGIANCE mit “Vrede” ein Black/Viking Metal Album fertiggestellt haben, welches man wohl nicht der absoluten Spitzenklasse zurechnen muss, welches aber insgesamt als gelungen und unterhaltsam zu bezeichnen ist. Fans dieser Art Musik sollten auf jeden Fall ein Ohr für ALLEGIANCE riskieren, aber zum Blindkauf möchte ich dann doch (noch) nicht raten.

Spielzeit: 38:37 Min.

Line-Up:

Pär Thornell: Guitar, Backing Vocals, Keyboard & Synth
Bogge: Lead Vocals, Bass, Synth
Fredrik Andersson: Drums

Produziert von Allegiance & Peter Tägtren
Label: No Fashion / House of Kicks

ALLEGIANCE “Vrede” Tracklist

1.) Nu Ska Du Dö Vite Krist
2.) I Som Drogens Härt med döden
3.) I Stjärtnornas Skugga
4.) Baldersbälet
5.) Norden Fäder
6.) Hedna Stäl (Hymn till Nordens Hjältar)
7.) Skymning