AEVUM: Multiverse

AEVUM: Multiverse

Die Symphonic / Electronic / Gothic Metal-Band AEVUM bewegte sich in den vergangenen Jahren immer wieder an der Grenze meiner eigenen Wahrnehmung. Zwar sickerten immer wieder kleinere Musikfetzen von den Italienern mit französischer Beteiligung durch digitale Kanäle zu mir durch, doch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem mehrköpfigen Ensemble kam bis zum heutigen Datum nicht zuststande.

Dazu hat es schon des dritten Albums der Band, „Multiverse“, benötigt. Und dises Album hat einen Hauch des gewissen Etwas. Dieses wird dadurch hervorgerufen, dass das aktuelle Album von AEVUM Ecken und Kanten hat. Wenngleich ich glaube, dass diese nicht einmal so beabsichtigt sind.

„Multiverse“ lebt vom Gesang

Die angesprochenen Ecken und Kanten manifestieren sich vor allem beim Gesang von Denis „Hydra“ Tucci. Während seine Growls State of the Art sind, so sind es die halbcleanen Vocals, die negativ wie tja, auch positiv aufhorchen lassen. Die Stimme wirkt gepresst und hat kaum Volumen. Aber gerade dadurch wirkt der Gesang einzigartig („Tair“). Auch die allgemeine Harmonie lässt dann und wann zu Wünschen übrig. So spießt sich das gesangliche Zwischenspiel zwischen Hydra und Ilaria Lucille De Santis in Songs wie „The Pilgrim“ oder „Cold Spot“. Ansonsten macht Lucille eine sehr gute und auch abwechslungsreiche gesangliche Figur. Die Sängerin kommt mit ihrer Stimme in sehr hohe Sphären und ruft somit Erinnerungen an klassische Gothic Metal-Schmuckstücke wach. Auch hilft sie den langsameren Songs über die Skip-Taste hinweg („Black Honeymoon“).

AEVUM rufen Erinnerungen an die Anfänge vom Symphonic / Gothic Metal wach

Musikalisch durchmischen AEVUM klassische Spielarten wie Symphonic und Gothic Metal mit Synthesizern, so dass „Multiverse“ eine pseudo-moderne Schlagseite bekommt („Spark of Life“). Böse Zungen könnten beim Keyboard und dessen Sound auch von einem slawischen Studio-Sound sprechen. Ein weiterer Kritikpunkt könnten auch die manchmal einfach gehaltenen Riffs sein („Hopeless“). Doch wie schon gesagt, all diese Kritikpunkte sind im Gesamtkontext relativ, als dass „Multiverse“ eine Musikrichtung und somit eine gefühlte Erinnerung bedient, die – zumindest bei mir – über technische Makel hinwegsehen lässt.

Veröffentlichungstermin: 27.03.2020

Spielzeit: 54:59 Min.

Line-Up:
Ilaria Lucille De Santis – Gesang
Denis „Hydra“ Tucci – Gesang
Paolo Doleatti – Bass
Emanuele Viglietti – Gitarre
Danilo Molatieri – Gitarre
Ivan Conti – Keyboards & Samples
Richard – Synths & Gesang
Cosimo De Nola – Schlagzeug

Produziert von Emanuele Viglietti @ Aurora Recording Studio

Label: darkTunes Music Group

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/AevumOpera/
Mehr im Netz: https://aevumopera.bandcamp.com/

AEVUM „Multiverse“ Tracklist

01 – The Pilgrim
02 – Spark of Life
03 – Tair (Video bei YouTube)
04 – Black Honeymoon
05 – The Time Machine (Video bei YouTube)
06 – Cold Spot
07 – Ulas
08 – Hopeless
09 – Fratricide
10 – WwIII
11 – Seeds
12 – The Garden of Mars

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.