AEBA: Flammenmanifest

AEBA: Flammenmanifest

Aus dem Schattenreich melden sich AEBA mit ihrem Longplayer „Flammenmanifest“ zurück. Nach anfänglichem Intro setzt sehr zurückhaltend, dann immer bestimmter der Seelenfrost ein. Wobei sich die achtminütige Kälte sehr abwechslungsreich gestaltet. Es wird ein erstes Markenzeichen sichtbar – abwechslungsreiche Arrangments und die Spieldauer der Songs, die alle zwischen sechs und acht Minuten pendeln.

„Winds Of The Dusk“ stampft recht ordentlich, immer wieder unterbrochen von kurzen Akustikeinlagen. Rasend tauchen dann die „Shadows Over Gods Creation“ auf, um das zu vernichtende Werk geruhsam zu umzingeln, gefolgt vom großen Mittelpart, der mit großer Harmonie aufwartet, die jedoch von einem Gitarrensolo mit einigen dissonanten Tönen gestört wird.

„Flammenmanifest“ hinterlässt gemischte Gefühle

Nun folgt der größte Ausfall „Todeshaß“. Sehr langsamer Beginn, dann schwerfällig und überaus hymnisch, kurz in Raserei verfallend kehrt man wieder in hymnische Gefilde zurück. „Todeshaß“ ist bei weitem kein schlechter Song, aber die Atmosphäre des eindeutigen Titels will zu keinem Zeitpunkt aufkommen. Von Bass und Keyboard wird der „Todfeind“ eingeladen, sich wenig später der ganzen Mannschaft zum Kampfe zu stellen.

Eigentlich wird jetzt erstmals die Botschaft des Titels, den dieses Gesamtwerk trägt, sowie des überaus originellen Covers sichtbar. Selbst das etwas chaotische Gitarrensolo wirkt im Sog des nahenden Unterganges kaum deplaziert. Aber schon „The Dark Manifestation“ und das Outro verbreiten wieder eher melancholische Gefühle.

Was bleibt, sind gemischte Gefühle. Einerseits hat diese Band in langsamen Gefilden schon atmosphärische Momente, anders herum wollen aber die Flammen nicht so recht lodern, um das Manifest gebührend zu feiern.