A FOREST OF STARS: Beware The Sword You Cannot See

A FOREST OF STARS: Beware The Sword You Cannot See

60 Minuten an visionärem Atmospheric Black Metal hat Beware The Sword You Cannot See, das vierte Album von A FOREST OF STARS, zu bieten. Die siebenköpfige Band aus Leeds, die schon mit ihren vorherigen Alben keinen Hehl daraus machte, ihre eigene Vision des Black Metals auf Tonspur zu bringen, geht mit dem aktuellen Album wieder einen Schritt weiter und entfernt sich damit auch von den klassischen Wurzeln des Basis-Genres. Denn trotz immer wieder auch vorherrschenden Extrem-Rasereien und -Riffs, bewegt sich das Album dann doch auch in Bahnen, die man gerne auch dem Progressive / Post Rock, dem Folk Metal und auch dem Ambient zuordnen könnte.

Eingebettet in ein lyrisches Kozept rund um das Metaphysische sind die ausladenenden Songs eingängige Beispiele für innovatives Songwriting. Denn trotz Beibehaltung etwaiger Black Metal-Elemente offerieren die Tracks einen behutsamen Dialog mit anderen Genres. Aber auch sonst strahlt die Musik – trotz aller Genre-Vielfalt – eine Geschlossenheit aus, was alleine schon im Opener (mit seinem an neuere ANATHEMA erinnernden Beginn) deutlich wird. Hilfreich sind dabei das Keyboard-Spiel von Richard Blakelock aka The Gentleman, der auch hin und wieder die psychedelischen Sounds (Hive Mindless) auspackt und auch New Age-Ideen einbringt wie etwa im an VANGELIS erinnernden Part II: Have You Got a Light, Boy?, und die Beiträge von Katie Stone (Ex-MY DYING BRIDE) aka Katheryne, Queen of the Ghosts, die mit Violine und Flöte (besonders schön im in die Spät-60er zu verortenden Virtus Sola Invicta) nicht nur die Folklore bedient, sondern auch mit sporadisch eingesetztem Gesang den Songs eine gewisse Erhabenheit verleiht.

Ansonsten bewegen sich die (männlichen) Vocals im gesprochenen, beschwörenden Bereich, was ebenso der eigentümlichen Stimmung des Albums zuträglich ist. Nur selten wird auch Genre-treu gekeift – und trotzdem verliert Beware The Sword You Cannot See nicht den Anspruch Extreme Metal zu sein, und sei es nur anhand furioser Geschwindigkeits-Ausbrüche wie etwa in Part V: Lowly Worm. Schlussendlich kann man nicht viel mehr als den Hut ziehen vor dem selbsternannten Gentlemen´s Club of A FOREST OF STARS… eingängig, visionär und einfach nur gut.

Veröffentlichungstermin: 27.02.2015

Spielzeit: 59:24 Min.

Line-Up:
Mr. T.S. Kettleburner – Gesang & Gitarre
Mister Curse – Gesang
Katheryne, Queen of the Ghosts – Violine, Flöte & Gesang
The Gentleman – Keyboards & Percussion
Mr. Titus Lungbutter – Bass
Mr. John The Resurrectionist Bishop – Schlagzeug & Percussion
Mr William Wight-Barrow – Gitarre

Produziert von Robert Hobson @ Silent City Studios, Leeds
Label: Lupus Lounge / Prophecy Productions

Homepage: http://www.aforestofstars.co.uk

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/aforestofstars

Tracklist:
1. Drawing Down the Rain
2. Hive Mindless
3. A Blaze of Hammers
4. Virtus Sola Invicta
5. Proboscis Master Versus the Powdered Seraphs

Pawn On The Universal Chessboard
6. Part I: Mindslide
7. Part II: Have You Got a Light, Boy?
8. Part III: Perdurabo
9. Part IV: An Automaton Adrift
10. Part V: Lowly Worm
11. Part VI: Let There Be No Light

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.