JAHRESPOLL 2005: Carrie

JAHRESPOLL 2005: Carrie

QUEENS OF THE STONE AGE: Lullabies to Paralyze
So unsympathisch Josh Homme auch sein mag, auch Lullabies to Paralyse lohnt wieder einmal, davon abzusehen. Der würdige Nachfolger des genialen Songs for the Deaf, mit dem alle Befürchtungen der Fans wohl dahingefegt sein sollten. Eigenwillig und sperrig wie gehabt, dank Oliveris unfreiwilligem Ausstieg aber deutlich experimenteller als die Vorgänger.

LIFE OF AGONY: Broken Valley
Nach acht Jahren Bandpause präsentieren LIFE OF AGONY mit Broken Valley eine Comeback-Scheibe, die für viele Fans die Enttäuschung des Jahres bedeuten dürfte. Sobald sie ihren River Runs Red-Helden jedoch verziehen haben, erwachsen geworden zu sein, wird Broken Valley als neuer Anfang seine mehr als gerechtfertigten Platz einnehmen können.

NINE INCH NAILS: With Teeth
Die sechs Jahre Wartens haben sich gelohnt, mit With Teeth legte Mr. Reznor 2005 das zugleich zugänglichste und vielschichtigste Album der NINE INCH-Ära hin.

SAVAGE CIRCUS: Dreamland Manor
Der bessere Imagionations from the Other Side-Nachfolger.

EXODUS: Shovel Headed Kill Machine
EXODUS:Ohne Diskussion die beste Thrash-Scheibe des Jahres.

STRAPPING YOUNG LAD: Alien
Der verstörendste Verfolgungswahn des Jahres, großer Dank an Devin, dass er seine Psychosen mit uns teilt.

THE MARS VOLTA: Frances The Mute
Wenn man denkt, es geht nicht krasser, legen THE MARS VOLTA eins nach: Frances The Mute – mit nur fünf Songs treiben uns die Spanier quer durch die Musikgeschichte und treiben mit der kompromisslosesten Platte des Jahres ihre Spielchen mit den Nerven der Hörerschaft auf ein neues, ungekanntes Level.

LA CASA DEL CID: Lonestar
Carsten Klatte mit seinem Soloprojekt LA CASA DEL CID ist für mich DIE Neuentdeckung des Jahres. Ein junger Nick Cave, dessen intensive Kost keinen Moment zur Last wird, sondern immer stärker gefangen hält. Ein tolles Album eines der begabtesten Künster, die Deutschland 2005 vorzuweisen hat.

SYSTEM OF A DOWN: Mezmerize
Der vorläufige Höhepunkt der SOAD-Karriere.

BESTE

STRAPPING YOUNG LAD – 9.06.2005 Münster
Der Meister ließ es krachen.

SOCIAL DISTORTION, 26.08.2005, Losheim am See
Es war sicher nicht das beste Konzert in der Karriere der alten Herren aus Kalifornien, aber allein Mike Ness Kultsongs wie Story Of My Life oder Don´t drag me down live spielen zu hören, war den Anblick von orangen Stramplern Marke Knastbruder wert.

KONZERTNIETEN

DIE TOTEN HOSEN, 26.08.2005, Losheim am See
Wunderts wen? Die Proletengrenze schon lange überschritten, zogen DIE TOTEN HOSEN auf fiesestem Dorf/Karnevalsniveau eine Show ab, bei der nur ein Zieht den Bayern die Lederhosen-Chorus gefehlt hat.

SCHÖNSTES

ANNIHILATOR: Schizo Deluxe

Der Titel spricht für sich…

COVERNIETE

SAVAGE CIRCUS: Dreamland Manor

Hässlicher geht nicht – Der einzige Wermutstropfen einer tollen Scheibe

DÄMLICHSTER

CLAWFINGER: Hate Yourself With Style

BESTE

THE WHO: Tommy And Quadrophenia
Eine satte Vollbedienung, bei der keine Wünsche offen bleiben

NEWCOMER

SAVAGE CIRCUS
2005 die besseren BLIND GUARDIAN

BESTER

Ray
Der einzige Lichtblick im enttäuschendsten Kinojahr seit Ewigkeiten

FILMNIETE

Constantine
Unfreiwillig komisch, aber immerhin ein Fest für Fehlersucher