DRAGGED INTO SUNLIGHT: Die nackten, fleischlosen Knochen einer bösen Existenz

DRAGGED INTO SUNLIGHT: Die nackten, fleischlosen Knochen einer bösen Existenz

So hässlich Widowmaker auch sein mag, so faszinierend ist dieser Doom-Sludge-Death-Bastard aus den finstersten Regionen des britischen Königreiches. DRAGGED INTO SUNLIGHT, die auch durch ihre Anonymität eine völlig neue Ebene des Abscheulichen erreichen sind kompromisslos boshaft und nichts für den Massengeschmack. Widowmaker ist musikalisch extrem, aber auch die perfide Attitüde der Band und das verstörende Kunstverständnis der Musiker wirft Fragen auf. Das Kollektiv antwortet sehr ausführlich und wortgewandt per email.

Auf Widowmaker konzentriert ihr euch auf die Sludge- und Doom Metal-Seite der Band. Habt ihr auf ein eher hermetisches Album abgezielt, auf das Black und Death Metal nicht gepasst hätte?

Widowmaker war schon immer im Hinterkopf unseres kollektiven Bewusstseins. Es gibt bei uns niemals eine Agenda, aber ein definitives Verlangen das zu manifestieren, was die meisten Menschen verstecken. Widowmaker ist ein akkurates Portrait davon.

Habt ihr die Black und Death Metal-Szene nun gänzlich verlassen, oder könnten diese Elemente in Zukunft doch wieder in eurer Musik erscheinen?

DRAGGED INTO SUNLIGHT ist nicht gescripted, so wie es bei den meisten extremen Metal-Bands heutzutage der Fall ist. Wir geben keiner Laune außer unserer eigenen nach und fordern niemandem dazu auf, unsere Ergüsse mitzuerleben. Wir haben unseren eigenen Willen und geben dem Hörer ein unausgesprochenes Gefühl des Unbehagens. DRAGGED INTO SUNLIGHT ist in jeder Hinsicht extrem, und es gibt kein festgesetztes Genre, das wir gewählt haben. Wir tun was wir tun und was wir wollen, ganz ohne Limitierung.

Widowmaker beginnt mit 15 ruhigen, aber völlig elenden Minuten mit leicht angezerrten Gitarren und einer depressiv klingenden Violine. Zieht ihr das so lange durch, um den Kontrast zum zweiten Teil des Albums so extrem wie möglich zu machen?

Jeder Teil von Widowmaker, jede Note und jeder Beckenschlag waren darauf ausgelegt, das volle Potenzial zu erlangen, bevor wir uns auf eine endgültige Form verständigten. Die Länge eines Stücks ist in unseren Augen immer irrelevant, es ist was es ist. Die Leute hören es sich entweder an oder lassen es, und wer zuhört macht immer seine eigenen Erfahrungen damit. Nur wenige werden die Geduld haben, sich das Album anzuhören und vielleicht das vermittelte Gefühl verstehen.

Die Violine spielt einen wichtigen Teil in der Musik – sie ist Hintergrund zu hören, aber auch in den brutalen Momenten und sie trägt sogar die Melodie im ausufernden Intro. War sie von Anfang an da, oder wurde sie am Ende hinzugefügt, um eine weitere musikalische Dimension zu erlangen?

Dieses Instrument war schon immer ein Teil von Widowmaker und ist ein lange ins Auge gefasstes Konzept. Es ist so wie bei jeder Arbeit von DRAGGED INTO SUNLIGHT, da ist eine leere Leinwand und aus der ursprünglichen Idee wächst die Scheußlichkeit. Die Violine macht nicht mehr oder weniger als das was sie soll.

Seht ihr Widowmaker als einen Song, der in drei Teile aufgeteilt wurde? Wenn ja, wie habt ihr dieses Stück geschrieben – habt ihr einen Teil an den nächsten angefügt? War das ein intensiver Songwriting-Prozess?

Widowmaker muss als Ganzes konsumiert werden. Es gibt nur sehr wenig Raum für Kompromisse. Die Musiker hinter DRAGGED INTO SUNLIGHT leben geografisch gesehen ungefähr dreihundert Meilen von den jeweils anderen Involvierten entfernt, und das bedeutet, dass wann auch immer sich das Kollektiv versammelt, die Involvierten an einem Bruchpunkt vom ersten Tage an sind, so dass schlimme Dinge folgen werden. Es erscheint wie ein unausgesprochenes Signal, wie eine bevorstehende Säuberung und das treibt den gesamten kreativen Prozess an, ein vollständiger Exorzismus des Klangs. Es ist niemals einfach, aber zwischen dem Chaos kultiviert etwas Dunkles und verdammt Hässliches schließlich, das dann am Ende in seiner Gänze entsteht.
Widowmaker ist eine Reise durch unser schlechtes Verhalten und unsere unausgesprochenen rachsüchtigen Taten. Es ist ein völlig selbstsüchtiges Album und ein konkurrierender, deformierter Zwilling von Hatred For Mankind. Ein weiterer Kopf von DRAGGED INTO SUNLIGHTs Hydra und ein Schwall an Tönen.

Manche könnten denken, DRAGGED INTO SUNLIGHT würden rohe Musik spielen, aber Widowmaker wächst mit jedem Durchlauf, bietet zwischen den monolithischen Riffs einige Dissonanzen, kaputte Twists und so weiter. War es wichtig, eine komplexe Seite unter der rohen Oberfläche zu verbergen?

Da gibt es keine Methodik, sondern einfach nur eine große Leere, die gefüllt werden muss. Die Musik schreibt sich buchstäblich von selbst. Wir würden sagen, es kommt aus den Tiefen des Inneren, aber Widowmaker ist ein Biest, das sich selbst erschaffen hat. Ideologien wurden konzipiert, wuchsen und wurden erforscht, bis zu dem Zeitpunkt, da jeder verfügbare Zentimeter gefüllt und ein gesättigter Behemoth entstanden ist, der die kollektive Mentalität in das klarste Licht rückt. Rein und vernichtend.

Was war die musikalische Hauptinspiration für Widowmaker? BURNING WITCH, frühe SWANS und NEUROSIS vielleicht?

Auch wenn Elemente von Bands deren Musik wir mögen in unsere Musik einfließt, unsere Inspiration stammt direkt aus dem täglichen Wahnsinn. Die Musik ist eine Interpretation von Kunst, die auf eine dunkle Realität gelegt wurde. Es gibt sicherlich einige Einflüsse von den langsameren und lauteren Bands, die wir hörten, als wir aufwuchsen, wie EYEHATEGOD, MUGWART, BURNING WITCH, NEUROSIS, RAMESSES, UNEARTHLY TRANCE, GRIEF, ISIS, OM und einige der nach Sludge klingenden Death Metal-Bands wie INCANTATION und OBITUARY.

 DRAGGED
Die Involvierten sind an einem Bruchpunkt vom ersten Tage an, so dass schlimme Dinge folgen werden. Wenn DRAGGED INTO SUNLIGHT feiern, dann richtig.

Welche Motivation gibt es, diese Band zu betreiben? Um Musik auf diese Art und Weise, mit dieser Intensität zu spielen muss mehr als nur Hass und Misanthropie vorhanden sein. Was steckt noch hinter DRAGGED INTO SUNLIGHT?

Wir gründeten diese Band aus unserer gemeinsamen Frustration und den äußersten Enttäuschungen heraus, die wir über die Jahre hinweg erfuhren, Versuch nach Versuch. Für alle, die hier involviert sind, ist es die letzte Chance eine Wiedergutmachung zu erfahren und zu einige Dämonen zur Ruhe kommen zu lassen. Es ist das Ende des Weges und es ist etwas, das einfach getan werden muss. Es gibt keine Kompromisse, und das ist ein Fakt, auf den wir uns verständigt haben. DRAGGED INTO SUNLIGHT ist Hingabe und alles unterhalb von 300% ist inakzeptabel. Wir lassen uns antreiben von purem Hass. Das ist eine grundliegende Motivation, es ist so ein roher Impuls, der sich selbst voran treibt, der lawinenartig um diese riesige Leere aus Tönen wächst, die mit jeder Erkundung anschwillt, und eine Nadel ist, die mit Blut aus dem schwarzen Herzen des Undergrounds zeichnet.

Wenn ich mir Widowmaker anhöre, überkommt mich das selbe Gefühl, das ich habe, wenn ich mir den Film Martyrs ansehe. Es klingt nach einer Grenzerfahrung, Leiden um Erlösung zu finden. Könnt ihr das nachvollziehen?

Das kann man so verstehen, mit der Ausnahme, dass es keine Erlösung gibt. Nur ein Exorzismus des Gifts, das sich von der täglichen, menschlichen Interaktion und anschließender Infektion aufbaut, eine Infektion die siebt und kocht. Kurz gesagt, Depression ernährt sich von Depression und Gewalt ernährt sich von Gewalt. Die Darstellung von beidem läuft viral durch die Arterien von DRAGGED INTO SUNLIGHT.

Apropos Filme: DRAGGED INTO SUNLIGHT klingen wie eine Band, die sich auch durch heftiges Bildmaterial beeinflusst zeigen könnte. Stimmt das?

Es gibt Ansätze für ein bisher unveröffentlichtes vierzigminütiges Video, das von Dwid Hellion (INTEGRITY – Anm. d. Verf.) produziert wurde und bei dem er auch Regie geführt hat. Es gibt die Musik, die Vision und die Projektion der Vision. Wir hoffen, dass es für Widowmaker ein Video geben wird, auch wenn das etwas ist, das sich immer noch entwickelt. Nur die Zeit wird zeigen, was daraus wird. DRAGGED INTO SUNLIGHT besteht aus einer Fülle von Einflüssen. Visuals und das Artwork tragen ihren Teil zu großartigen Veröffentlichungen bei, wie zum Beispiel die Arbeiten von Ed Repka auf frühen NUCLEAR ASSAULT-Alben, die ohne diese nicht so großartig wären, auch wenn sie de facto ohne Vision sind. Das Artwork ist ein ebenso großer Teils eines Albums wie die Musik selbst.

Der Sound von Widowmaker ist fantastisch, total roh und dreckig, aber dennoch heavy. Ihr habt dafür wieder mit Tom Dring und Billy Anderson zusammengearbeitet. Never change a winning team?

Das Mastering von Billy Anderson ist noch nicht fertig, die Erstpressung des Albums wurde von Tom Dring gemastert. Während Anderson und Dring für Hatred For Mankind sehr eng zusammen gearbeitet haben, müssen wir noch sehen, ob beide einen anderen Ansatz für Widowmaker haben werden. Beide verweilten separat in kreativen Vakua während der Aufnahmen. Das Endresultat daraus muss noch gehört werden, es wird jedenfalls ein einzigartiges Gebräu werden.

Widowmaker klingt recht spontan, und damit es hässlich und heavy klingt, vermute ich dass ihr nicht länger als ein paar Tage aufgenommen habt. Stimmt das?

Wenn die Distanz so groß ist, tendiert man dazu solche Momente intensiver zu gestalten und den kreativen Prozess befriedigender ausfallen zu lassen. Widowmaker wurde einige Male während der letzten Jahre aufgenommen und umfasst viele verschiedene Arrangements, Gefühle und Situationen. Es ist unmöglich zeitlich aufzuführen, wie lange die Aufnahmen dauerten. Es war ebenso wie bei Hatred For Mankind, der Prozess wurde in Chemikalien ertränkt und völliges Chaos entfaltete sich jedes Mal. Es passierte auch, dass wir während derselben Aufnahmesession einschliefen und wieder aufwachten, es schien so als würden die Sessions miteinander verschmelzen.

Das Artwork für Widowmaker ist viel abstrakter als das für Hatred For Mankind, es besteht aus perversen und verstörenden Bildern und komplexen visuellen Kompositionen. Je näher man hinsieht, umso weniger sieht man, je ferner man das betrachtet, umso mehr sieht man. War das die Idee hinter dem Cover?

 DRAGGED
 Verstörend: Das Artwork von Widowmaker.

Wir können nicht sagen, dass wir mit Sindre Foss am Artwork von Widowmaker zusammen arbeiteten, aber auf einem telepathischen Level taten wir das durchaus. Ebenso wie Justin Bartlett, der das Cover für Hatred For Mankind malte, ist Sindre ein einzigartiger und individueller Künstler, und einer der wenigen Menschen, dem es möglich ist, das erschaffene und antreibende Gefühl von DRAGGED INTO SUNLIGHT auf eine Leinwand zu bringen und so eine Monstrosität zu illustrieren. Wir sprachen in den letzten Jahren einige Male miteinander, und jedes Mal wuchs unsere Verbindung, bis Sindre mental eins mit der Musik war. Er kontaktierte uns eines Tages aus heiterem Himmel heraus und eröffnete uns dass er in eine Hütte in die Wälder gehen würde und da für einen Monat bleiben würde. Und dort entstand Widowmaker so wie du es nun sehen kannst. In den dunkelsten Tiefen der Einsamkeit. Es gibt etwas sehr Spezielles an dem Artwork das so einzigartig für die Interpretation des Einzelnen ist, aber gleichzeitig passt Sindres Interpretation mit der von anderen Gleichgesinnten zusammen, inklusive uns. Wir fühlen uns geehrt mit so einem großen Geist zusammen gearbeitet zu haben und sind sehr zufrieden, ein solch akkurates Porträit von etwas völlig Unaussprechlichem, Abscheulichem zu sehen.

Während das Äußere mit Tinte gezeichnet wurde, ist das Booklet auch koloriert. Es sieht chaotisch aus, ist mit ein paar morbiden Kernstücken versehen. Alles sieht aus, als würde es vom Tod handeln, während der Rest wie ein Ritual aussieht. Haben wir hier also fünfzig Prozent satanische Riten und fünfzig Prozent Begräbnisrituale? Da keine Lyrics beiliegen: Erzählen die Visuals die Story?

Wie so oft in der Kunst, hält Widowmaker ein Konzept in seinen Einflüssen. Es ist eine Observation um eine Interpretation zu zeichnen. Das ist ähnlich wie wir es mit den Bands gemacht haben, die wir hörten, als wir aufwuchsen. Ein Konzept verlangt keine Erzählung. Widowmaker ist keine Geschichte, es ist eine Realität.

Psychologen würden sich sicher darum reißen, die Individuen hinter der Musik zu behandeln. Benutzt ihr nur eine provozierende, schockierende Metaphorik, oder zeigt ihr etwas aus eurem wahren Selbst – ist Drogenmissbrauch und Teufelsanbetung euer Lebensweg?

DRAGGED INTO SUNLIGHT ist das akkurateste Portrait einer kollektiven Mentalität. Wenn man dennoch die Motivationen zerlegt, ist das Kollektiv wahrscheinlich ähnlich gepolt wie das Individuum. Keiner der Involvierten schließt sich einem religiösen oder politischen Glauben an. Das Sammeln von Erfahrungen mit Drogen ist ein gemeinsames Motiv, dass sich durch DRAGGED INTO SUNLIGHT hindurch zieht, es ist eine Art chemisches Ungleichgewicht, und wer sich entscheidet dem nachzugeben, gibt ihm oft sogar hingebungsvoll nach. Das ist einfach der gewählte Weg. Einige von uns sind Eltern, andere sind in anspruchsvollen beruflichen Positionen und alle sind wohl erzogen. Es gibt keine finanzielle Motivation für das was unser letztes Unterfangen ist. Das was du siehst ist das was du bekommst. Nichts als die nackten, fleischlosen Knochen einer ehrlichen, bösen Existenz. Für uns alle ist es die größte Motivation, eine Möglichkeit zu haben uns vom Alltagstrott zu reinigen und mit Bands zu spielen, die wir schätzen.

Ihr zieht es vor anonym zu bleiben. Habt ihr Angst vor eventuellen Konsequenzen eurer Arbeitgeber, Familien und so weiter? Hilft die Anonymität, eure Vision kompromisslos zu realisieren?

Es gibt offensichtlich auch ein Leben außerhalb von DRAGGED INTO SUNLIGHT. Allerdings ist der Hauptgrund für unsere Anonymität, dass es zwei polare Gegensätze gibt, DRAGGED INTO SUNLIGHT ist der dunkle Schatten, ein speiender Exorzismus der Dämonen, die im Inneren verweilen. Anonymität hilft, eine Vision ohne Kompromisse zu erschaffen, da nichts zurück gehalten werden muss. Es ist ein verrottender Kadaver, der kalt serviert wird, mit einem Schwarm Fliegen die sich am getrockneten Blut nähren. DRAGGED INTO SUNLIGHT ist ein Leichentuch, auf das sich die Menschen beziehen können. Außerdem sollte erwähnt werden, dass zeitgemäßer extremer Metal verwässert ist und nichts von der Substanz und Integrität der Szene der frühen Neunziger besitzt, von denen wir Teil waren.

DRAGGED INTO SUNLIGHT sind nicht für ihr exzessives Touren bekannt, ich glaube ihr habt bisher eine Europa-Tour und eine US-Tour gespielt – wird sich das ändern? Der Sänger einer deutschen Doom-Band sagte mir, dass er keine volle Tour mehr spielen möchte, da sein Hass im Laufe der Zeit nachlässt. Könnt ihr das nachvollziehen? Braucht ihr Hass um zu performen?

Wir spielten zwei Europa-Touren, eine mit WEEDEATER und BLACK COBRA, eine andere mit RWAKE. Die US-Tour fand Anfang des Jahres 2012 statt. Der Wunsch live zu spielen liegt bei den Involvierten nicht darin, Hass auszudrücken, sondern um nach Erlösung zu suchen. Die wachsende Frustration und der wachsende Hass platzen aus sämtlichen Nähten, ganz unabhängig von der Anzahl an Tagen, die wir unterwegs sind. Wir könnten ohne Zweifel unendlich lange weiter machen. Die Einschränkung ist, dass DRAGGED INTO SUNLIGHT ein konzentrierter Aufwand sein sollte und es gibt viele Chancen, dass wir uns selbst so zerbrechen, dass wir mental nicht konstruktiv sind, was unabwendbar zum Kollaps führt. DRAGGED INTO SUNLIGHT soll und wird so genossen, als würde es nicht für immer bestehen. Der Hass ist in die Seelen der Involvierten genäht und er ist nuklear.

 DRAGGED
Depression ernährt sich von Depression und Gewalt ernährt sich von Gewalt. Es gibt keine Erlösung in der Welt von DRAGGED INTO SUNLIGHT.

English version

With Widowmaker you concentrate on the Sludge and Doom Metal-side of the band. Did you aim for a more hermetic release on which Black and Death Metal-material wouldn´t have fit?

Widowmaker was always there in the back of our collective conscious. There is never an agenda as such, but a definite desire to manifest that which most people hide. Widowmaker is an accurate portrayal of this.

Will you leave the Black and Death Metal-scene, or might these Elements come back in the future?

DRAGGED INTO SUNLIGHT is not scripted like many other extreme metal acts nowadays. We move to no ones whims but our own and never demand people witness our outpourings. They are present of their own volition and it is a unspoken feeling of unease with the listener with which we are both able to relate. DRAGGED INTO SUNLIGHT is extreme in every form and there is no set genre in which we choose to work, we do what we do and like what we do, without limitation.

Widowmaker starts with calm, yet totally miserable 15 minutes of slightly distorted guitars and a very depressing violin. Do you stretch this out for so long to keep the contrast to part II as extreme as possible?

For every part of Widowmaker, every last note and cymbal hit was considered for its fullest potential before we committed to a final form as such. The length of a track is always an irrelevance in our eyes, it is what it is. People will either listen or they won´t, and those listening will always make their own observations. A very unique few will as always have the patience to listen and perhaps understand the feeling conveyed.

The violin plays a bigger part in the music – it can be heard in the background in the brutal moments, it plays the melody in the intro. Was it there from the beginning, or did you add it towards the end, to get another musical dimension?

It was always a part of Widowmaker and a long considered concept. As with any DRAGGED INTO SUNLIGHT recording there is a blank canvas and from the initial idea grows a hideous ugliness. The violin does as intended, it is not more or less than had been expected.

Do you see Widowmaker as one song, divided into two or three parts? If so, how did you write this piece – did you put it together piece by piece, and how long did it take? Was it an intense writing experience?

Widowmaker is to be swallowed whole. There is very little room for compromise. DRAGGED INTO SUNLIGHT are geographically situated approximately 300 miles from each other involved and this means that whenever the collective congregates, those involved are at breaking point from day one with bad things to come. It seems to be an unspoken signal, a purging is imminent and that drives the creative process, a complete exorcism of sound. It is never easy though, but amidst the chaos something dark and fucking ugly cultivates, eventually making its presence.
Widowmaker is very much a journey through our various misdemeanors and unspoken vengeful deeds. It is a completely selfish recording and a concurrent deformed twin to Hatred for Mankind. Another head to DRAGGED INTO SUNLIGHT´s hydra and plethora of sound.

While one could think, DRAGGED INTO SUNLIGHT play raw music, Widowmaker grows with each playthrough, and offers between the monolithic riffs some really nice, dissonances, sick twists and so on. Was it important to you to add a more complex side to the music and hide it under a raw surface?

There is no methodology. There is simply a huge void to be filled. The music literally writes itself, many would say that it comes from the depths within and Widowmaker is very much a beast of its own making. Ideologies are conceived, nurtured and explored out until such a time that every available inch is filled and the end result is a saturated behemoth which reflects a collective mindset in the clearest light. Pure and scathing.

What was the main musical inspiration for Widowmaker? BURNING WITCH? Early SWANS and NEUROSIS? What else, or none of these Bands?

 DRAGGED
The music literally writes itself, many would say that it comes from the depths within and Widowmaker is very much a beast of its own making.

Although there are elements of bands we enjoy within our music, our inspiration derives directly from the day to day insanity. The music is an interpretation of music layered on top of a dark reality. There are certainly influences of the slower and louder bands that we grew up listening to such as EYEHATEGOD, MUGWART, BURNING WITCH, NEUROSIS, RAMESSES, UNEARTHLY TRANCE, GRIEF, ISIS, OM and some of the sludgier death metal approaches like INCANTATION and OBITUARY.

What is the motivation to run this band? Playing music in this way, with this intensity, has to be about more than hatred and misanthropy. What else is behind DRAGGED INTO SUNLIGHT?

This band began out of our mutual frustration and the utmost disappointment that we encountered over the years, trial after trial. For those involved, this is the last chance to make amends and put to rest a number of demons, it is the end of the road and it is something that absolutely has to be done. There is zero compromise and that is a fact we are agreed upon. DRAGGED INTO SUNLIGHT is a devotion and anything less than 300% is unacceptable. It is driven by pure hatred and that is an underlying motivation, it is such a raw momentum that it propels itself and snowballs around this huge void of sound that swells with each exploration, and a needle that draws blood from the blackened heart of the underground.

Listening to the album evokes in me the same feeling I had when I watched the French film Martyrs. It certainly feels like a borderline experience – suffering to get salvation. Can you relate to this comparison?

This is something that can be understood except there is no salvation. Only an exorcism of the venoms that build up from daily human interaction, and subsequently, infection, an infection which sifts and boils. In short, depression feeds on depression, and violence feeds on violence. Depictions of both run viral through the arteries of DRAGGED INTO SUNLIGHT.

Speaking of films: DRAGGED INTO SUNLIGHT sound like a band that could find inspiration in heavy visual material. True? If so, what helped you to create Widowmaker?

There is a 40 minute video – as yet unreleased – directed and produced by Dwid Hellion (INTEGRITY). There is music, there is a vision, and there is a projection of that vision. We hope there will come a form to Widowmaker however this is something that continues to evolve, and only time will tell what is to come. DRAGGED INTO SUNLIGHT feeds on a plethora of influence, however, visuals and artwork also contribute towards great releases, for example, the artwork of Ed Repka on early NUCLEAR ASSAULT records, which would not be as great as they in fact are without the vision. The art is as much a part of the record as the music itself. The artwork to a record can often comprise the stills to the madness.

The sound is amazing, it´s so raw and dirty, yet heavy at the same time. You worked again with Tom Dring and Billy Anderson. Never change a winning team?

Billy Anderson´s master of Widowmaker is yet to come. The first press is mastered by Tom Dring solely, and whereas on Hatred For Mankind the two worked very cohesively, it remains to be seen whether both have a different take on Widowmaker. They have both dwelled separately in the creative vacuum at various times throughout the recording process and the end result, which will be a unique concoction, is yet to be heard or seen. It will no doubt become apparent.

The album sounds rather spontaneous, and to stay ugly and heavy and to not overproudce it, I suppose you recorded no longer than a few days maybe, didn´t you?

When distance is such an issue, it tends to make these moments more intense and the creative process more gratifying. Widowmaker was recorded various times throughout the past years and comprises many different arrangements, feelings and situations. It is impossible to put a timescale to the recording process. Much like Hatred For Mankind, the process was drowned in chemicals and total chaos unfolded each time. There are times of sleeping and waking up within the same recording session as they seemed to mold into one.

The artwork this time is more abstract than on Hatred For Mankind, yet it is filled with perverse pictures, disturbing symbols and complex visual composition. The closer you look, the less you see -you have to look at it from the distance, to see the whole of it. Was this your idea behind the cover?

 DRAGGED
Disturbing: The artwork of Widowmaker.



It is not possible to say that we worked with Sindre Foss on the artwork for Widowmaker, but on some telepathic level it is possible that we did. Much like the artistic draw for Hatred For Mankind, Sindre like Justin is a truly unique individual and one of few like-minded individuals who is able to take the feeling created and propelled by DRAGGED INTO SUNLIGHT onto a canvas and furthermore, illustrate such monstrosity. We spoke several times over the course of years and each time the connection grew until such as a time that Sindre felt mentally at one with the music. Sindre contacted us one day out of the blue to say that he had decided to go to a cabin in the woods and stay for a month, and that is where Widowmaker as you see it was crafted. In the darkest depths of loneliness, there is something very special about the artwork which is so unique to the interpretation of one individual, but equally the same can be said by the common chord Sindre´s interpretation strikes with other like-minded individuals, ourselves included. It is our honour to have worked with such a great mind and satisfying to see such an accurate portrayal of something totally unspoken but hideous exposed.

While the outside is painted with ink, the booklet is also coloured – it looks chaotic with a few morbid centrepieces, and it all deals with death while the rest looks like a ritual. So is the whole artwork 50% satanic rites and 50% funeral rites? Am I on the right track? This time, no lyrics are revealed. Does the visual concept tell the story instead?

Much like art, Widowmaker holds a concept in its influence. It is for the observer to draw an interpretation. Similarly to what we have done with those bands that we have grown up listening to. A concept does not require a narrative, because that is a story. Widowmaker is not a story, it is a reality.

Psychologists would love to treat the individuals behind the music. Is it just a provoking, shocking imagery you use, or do you show us something of your true self? Worshipping Satan, drug abuse, is this your way of life?

DRAGGED INTO SUNLIGHT is the most accurate portrayal of a collective mindset. If you were to dissect the motivations however, the collective is likely to be akin to the individual. None of those involved subscribe to religious or political beliefs. Drug exploration is a common theme throughout DRAGGED INTO SUNLIGHT, it is somewhat of a chemical imbalance and those who opt to indulge, often indulge heavily because this is the chosen path, whereas others are not. Some are parents, some are in high powered positions, and all are accomplished. There is no financial motivation for what is essentially a final venture, and what you see is what you get. Nothing but the bare unfleshed bones of a sincerely evil presence.
For us all, the opportunity to purge our daily grind and perform with bands we admire is our biggest motivation.

You prefer to stay anonymous. Do you fear consequences with your employers, your families and so on? Does the anonymity help to realise your vision without any compromise?

There are obviously personal lives outside of DRAGGED INTO SUNLIGHT, however the main motivation for anonymity is that the two are polar opposite, DRAGGED INTO SUNLIGHT is the dark shadow, a spewing exorcism of the demons that dwell within. Anonymity does assist in realising a vision without compromise as there is nothing else to hold, it is a rotting carcass served cold with a swarm of flies feasting on the dried blood. DRAGGED INTO SUNLIGHT is a shroud that people can relate to. It is also noted that contemporary extreme metal is diluted and often lacks the substance and integrity of the early 90s extreme metal scene that we were a part of.

DRAGGED INTO SUNLIGHT isn´t known for extensive touring – I believe you played one EU-tour and one US- tour. Will you change this? There´s a German Doom-band whose vocalist told me that they´d never play a one-week-tour again, as his hate starts to fade during that period. Can you realte to this? Do you need hate to perform?

We played two European tours, one with WEEDEATER/ BLACK COBRA and another with RWAKE, and the US tour earlier this year. The desire to perform live in each of those involved is not guided by hate but by the need to release. This growing frustration and hatred which is always bursting at the seams is never ending, regardless of days. We could no doubt continue indefinitely. The prohibition is that DRAGGED INTO SUNLIGHT should be a concentrated effort and there is every chance that breaking ourselves in the way that we do on tour would not be constructive mentally and would inevitably lead to collapse. DRAGGED INTO SUNLIGHT should be, as it is, savoured as ´it´ will not last forever. Hatred is sewn into the souls of those involved and it is nuclear.

Fotos & Artwork: (c) Prosthetic Records