AUTHOR & PUNISHER: Doku inklusive Livevideo zu „Doppler“

AUTHOR & PUNISHER gewährt mit einer Dokumentation einen Blick hinter die Kulissen der Sommertour, unter anderem in einem Video-Interview, das in Warschau, Polen, gedreht wurde.

Tristan Shone, der Kopf  von AUTHOR & PUNISHER, erklärt die Gründe für die Dolu und holt aus zum Rundumschlag gegenüber manch anderen MusikerkollegInnen:

„Ich arbeite ziemlich hart daran, die beste Live-Performance mit elektronischen Musik zu gestalten. Ich habe jede Menge Misserfolge, Pannen, schlechte Auftritte, schlampige Lötarbeiten und vieles mehr erlebt – aber nicht mehr als jede andere Band, bei der mal ein Fell, eine Saite oder ein Mikrofonkabel kaputtgeht. All das gehört zur Live-Musik dazu. Ich finde es  ziemlich feige, nur Tracks abzuspielen und mitzusingen. Ich spüre mehr und mehr Abneigung gegenüber dem Trend, Stil über Substanz zu stellen … Ich respektiere das Können jedes Einzelnen, aber persönlich interessieren mich eure Kostüme und eure extreme Bühnenpräsenz, bei der ihr in der Menge herumrennt, nicht. Mich interessiert es mehr, ob ihr in der Lage seid, die Songs, die ihr geschrieben habt, live zu präsentieren – und dass diese Darbietung fesselnd und kraftvoll ist.

Wir sollten uns fragen: Was gewinnt und was verliert man durch solche riskikolosen Live-Performances? Wenn es jeden Abend perfekt und immer gleich ist, mit Playbacks und Auto-Tune (oder einer Variante davon), dann geht dabei etwas verloren. Ich liebe es, wenn Leute innerhalb der Grenzen arbeiten, die ihnen eine Live-Darbietung setzt … es mag Jahre dauern, bis es perfekt ist, aber zeigt uns, was ihr in über 100 Shows geübt und entwickelt habt, nicht das, was ihr letzte Woche aufgenommen und mit Kostümen und Make-up aufgepeppt habt.“