BATMAN: Inferno 2 – Das Spiel mit dem Feuer [Hörspiel]

In Gotham City geht es heiß her: BATMAN kämpft um seinen Ruf, gegen Joker und Enfer.

HAHA steht da in großen, brennenden Lettern in Gotham City geschrieben. Es ist ja auch zum Totlachen! BATMAN ist der Böse, weil das Batmobil mit einem darin sitzenden Mann im Fledermauskostüm eine junge Frau samt Hund überfährt. Und der Joker ist der plötzlich Gute, weil er eine junge Frau aus den Händen zweier Verbrecher befreit. Die Bürger von Gotham City wissen nicht mehr, was sie glauben sollen und sind völlig verunsichert. Vor allem da noch ein weiterer finsterer Geselle nach wie vor sein Unwesen treibt: Der irre Brandstifter Enfer versucht mit dem Joker zu paktieren und sucht nach dem ganz großen Publikum, nach der größten aller Feuersbrünste. Allerdings hat der Clownprinz des Verbrechens ganz andere Pläne.

Nach dem furiosen Auftakt Hölle ist es nicht verwunderlich, dass Das Spiel mit dem Feuer ein wenig zurück schaltet. Der zweite Teil von Inferno wird aber dennoch nicht langweilig, im Gegenteil. Einerseits da die beiden Verbrecher Enfer und Joker so irrational handeln, dass jeder ihrer Schritte eine Überraschung birgt, andererseits da die Regie geschickt diese Episode inszeniert und so ein rasantes, aber doch ausgewogenes Hörspiel bietet. Zwischen den Handlungssträngen haben wieder die Reporter Rafael del Toro (Nachrichtensprecher Jens Riewa) und Vicki Vale (Angela Quast) das Wort, bringen den Hörer ein wenig runter, fassen zusammen und machen ganz reißerisch Stimmung in Gotham City.

Klar ist, dass diese Folge Enfer (Patrick Bach) und dem Joker (Christian Rudolf) gehört. Denn gegen diese beiden haben die Guten nichts in der Hand, die Bösewichte stehlen den Helden, also BATMAN (Sascha Rotermund), Polizeichef Gordon (Reent Reins) und dem populistischen Chef der Feuerwehr Coover (Helmut Krauss) ganz schön die Show. Die liefern aber auch einen guten Job ab, genauso wie die restlichen Sprecher, von denen vor allem Jan Spitzer und Robert Missler als doofes Ganoventrio Bud und Lou, sowie Nadine Schreier als Kathy und Philipp Draeger als Wally Gilroy eine reife Leistung bieten. BATMAN selbst tritt erst in der der zweiten Hälfte von Das Spiel mit dem Feuer auf, was auch nicht weiter stört, sondern viel mehr dafür sorgt, ein Szenario der Angst zu erschaffen, das in Gotham City vorherrscht.

Inferno 2 – Das Spiel mit dem Feuer ist episch inszeniert, kurzweilig, rasant und findet dennoch einen stimmigen Rhythmus, wirkt also nie gehetzt. In die Trickkiste bei den Soundeffekten wird natürlich beherzt gegriffen, aber es wird nicht übertrieben, so dass die Explosionen, die auf Enfers Konto gehen ordentlich rummsen, aber eben noch wirklich mitreißen. Wäre auch schlimm, wenn der Hörer vor lauter Action abstumpft. Auch der exzellente Soundtrack, größtenteils bekannt aus dem Gotham Knight-Dreiteiler, aber auch aus OFFENBARUNG 23, unterstreicht die Atmosphäre der bedrohten Stadt wirklich gut. Da bleibt nur zu hoffen, dass die beiden kommenden Folgen dieses Niveau halten können. Eins ist aber gewiss: BATMAN-Fans sollten sich schon mal Kühlakkus in den Gefrierschrank schmeißen, um während dieses Hörspiels nicht Feuer zu fangen.

Veröffentlichungstermin: 20. Dezember 2013

Spielzeit: 76:04 Min.

Line-Up:
Gordon Piedesack – Erzähler
Sascha Rotermund – Bruce Wayne / Batman
Reent Reins – Commissioner James Gordon
Jürgen Thormann – Alfred Pennyworth
Christian Rudolf – The Joker
Patrick Bach – Enfer
Martin Sabel – Dr. Jonathan Crane (Scarecrow)
Jens Riewa – Rafael del Toro
Angela Quast – Vicki Vale
Marion von Stengel – Gillian O´Connor
Peter Flechtner – Bürgermeister Garcia
Jan Spitzer – Bud
Robert Missler – Lou
Constantin von Westphalen – Punk 1
Robert Kotulla – Punk 2
Nadine Schreier – Kathy
Helmut Krauss – Chief Coover
Philipp Draeger – Wally Gilroy
Uwe Hügle – Verkäufer 1
Tim Kreuer – Verkäufer 2
Marie Bierstedt – Phoebe Lemieux
Friederieke Solak – Frau
Constantin von Westphalen, Detlef Tams – Passanten, Funksprüche

Sebastian Pobot – Produktion, Regie, Sound, Lizenzierung
Alex Irvine – Autor
Patrick Holtheuer – Übersetzung, Dialogbücher, Co-Regie, Sprachschnitt
Tom Steinbrecher und Sebastian Pobot – Mix, Sounddesign, Mastering
Steven Schulze, Marko Peter Bachmann, Tom Steinbrecher – Aufnahme
Label: Highscore Music

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