MASTODON: Identifikationen mit dem guten, alten Ahab

MASTODON: Identifikationen mit dem guten, alten Ahab

„Auf ewig vereint sind Wasser und Tiefsinn.“ Was hat dieser Satz aus Herman Melvilles monumentalem Roman „Moby Dick“ mit dem folgenden Interview zu tun? Nun, zunächst ist „Leviathan„, die zweite Scheibe der Senkrechtstarter MASTODON, ein gewagtes Konzeptalbum über eben dieses fantastische Buch. Zweitens trifft dieser Satz wie kein Zweiter die Essenz dieser Ausnahmeband, die sich momentan anschickt, ganz legitim den Olymp des Rock und Metal zu erklimmen. Wer meint, dass Schlagzeuger Brann Dailor unter anderem wegen Heavy Rotation auf „MTV Headbangers Ball“ den Boden unter den Füßen verliert, wird gleich eines anderen belehrt werden. Der gute Mann spielte zuvor ein Festival, ruhte sich aber nicht aus, sondern machte fleißig Promotion für eines der besten, facettenreichsten und spannendsten Alben, die dieses Jahr auf die Menschheit losgelassen werden.


Hallo Brann, bevor wir mit dem Interview beginnen und ich euch mit Lob überhäufen muss, würde ich gerne wissen, was vor MASTODON war. Du und Bill (Kelliher, Gitarrist – Anm. d. Verf.) wart bei TODAY IS THE DAY und habt auf dem Album „In The Eyes Of God“ gespielt.

Ja, wir verließen TODAY IS THE DAY im Oktober oder November 1999. Der Hauptgrund dafür war, dass wir im selben Ort, wie Steve (Austin, Gitarrist und Sänger von TODAY IS THE DAY – Anm. d. Verf.) lebten und dass diese kleine Stadt sehr zerstörerisch ist, um darin zu leben. Ich kannte in dieser Stadt keinen, fand keinen Job und außer den Touren saß ich nur rum und drehte Däumchen. Ich wollte nur woanders leben, böses Blut mit Steve gab es nicht.

Danach verschlug es dich und Bill nach Atlanta, wo ihr den Rest eurer Truppe kennen lerntet.

Bills Freundin lebt hier und obwohl sie schon viele Jahre zusammen waren, haben sie nie zusammen gewohnt. Ich hatte nichts anderes zu tun (lacht) und dadurch entschied ich mich mitzugehen und eine neue Band zu gründen. Dort trafen wir nach zwei Wochen Troy (Sanders, Sänger und Bassist – Anm. d. Verf.) und Brent (Hindes, Gitarrist – Anm. d. Verf.), am nächsten Abend begannen wir zu proben, einen Monat später nahmen wir ein Demo auf und gingen auf Tour.

Als „Remission“ erschien, rührte Relapse im Vorfeld gewaltig die Werbetrommel. Ich habe nie zuvor was von euch gehört, dachte MASTODON wäre nur ein Hype, bis ich das Album dann gehört habe, das mich völlig mitgerissen hat. Ich glaube, vor allem aus einem Grund: MASTODON schlagen weniger ins Gesicht, ihr trefft voll das Nervenzentrum.

Ja, das kann gut sein. Ich glaube, das macht uns irgendwo originell, nicht?

Brann Dailor am Schlagzeug
Brann: Kreaturen, die auf Legenden basieren und über die sich so viele wilde Geschichten ranken, interessieren uns einfach.

Absolut. Originell ist auch euer Faible für prähistorische, gigantische Säugetiere und Fabelwesen. Das Mastodon, Nessie (auf „Remission“ ist ein Song namens „Ol´ Nessie“ – Anm. d. Verf.) und Moby Dick, den gewaltigen Leviathan, all das kommt bei euch vor.

Kreaturen, auch wenn dieser Name etwas negativ ist, die auf Legenden basieren und über die sich so viele wilde Geschichten ranken, interessieren uns einfach. Es sind spannende und unheimliche Geschichten, von denen so viel Faszination ausgeht. Es ist ein guter ästhetischer und lyrisches Überbegriff für unsere Musik. Ein konsequentes Konzept in dieser Hinsicht gibt viel Intensität weiter.

Es ist eine Sache, eine Band nach einem prähistorischem Säugetier zu benennen, es ist aber noch verrückter ein ganzes Album so einer Kreatur – in eurem Fall „Moby Dick“ – zu widmen. Wie kam das?

(lacht) Naja, ich las das Buch und kam über Gedankensprünge darauf, das Buch und die Geschichte mit der Band zu vergleichen. Dieser verrückte Kapitän Ahab, der alles in seinem Leben für diesen Wal opfert und endet, indem er mit diesem Tier und seinem Schiff untergeht. Das ist schwer vorzustellen, aber sieh es mal von der Seite: Was machen MASTODON? Wie lassen unsere Familien zurück, um wochenlang auf Tour zu gehen und wir machen das aus Liebe zu einer Musik, die man aus finanziellen Gründen besser nicht liebt: In einer Heavy Metal-Band zu spielen ist wohl nicht der weiseste Karriereschritt. Du siehst, das Buch ist voller Metaphern und mit der Message kann ich mich sehr gut identifizieren.

Die Pequod segelt über die Welt und ihr seid ja nicht wenig auf Tour…

Ja, aber von der Musik können wir noch nicht leben, außer wenn wir auf Tour sind. So bin ich gezwungen zu arbeiten, was mir nichts ausmacht, da ich kein fauler Mensch bin, aber wir machen halt nicht … Pop (äußerst abfälliger Ton – Anm. d. Verf.).

Apropos Tour, es heißt, ihr würdet im Oktober und November diesen Jahres eine achtwöchige Tour durch Europa tätigen.

Wir sind gerade dabei die Details auszuarbeiten, zunächst werden wir voraussichtlich auf der Tour von SLAYER und SLIPKNOT eröffnen (Wurde inzwischen gecancelled – Anm. d. Verf.).

Werdet ihr von dem vielen Touren nicht müde?

Manchmal schon, denn ich vermisse meine Frau. Es ist definitiv ein hartes Leben, aber es macht auch wirklich viel Spaß Konzerte zu spielen und mit den besten Freunden unterwegs zu sein.

Ist der Abend bevor du auf Tour gehst recht traurig?

Ja, das ist er. Meine Frau und ich genießen einen schönen Abend zusammen und sie macht mir noch ein leckeres Steak (lacht). Wenn ich zu Hause bin, versuche ich eh so viel wie möglich mit meiner besseren Hälfte zu unternehmen. Ich gehe nicht viel weg und bin ein ziemlicher Stubenhocker.

Dann konntet ihr ja wenigstens in aller Ruhe zu Hause arbeiten, denn wenn ich richtig informiert bin kam Matt Bayles (u.a. PEARL JAM, BURNT BY THE SUN, ISIS) zu euch nach Atlanta und nahm „Remission“ und nun „Leviathan“ in einem lokalen Studio auf.

„Remission“ nahmen wir tatsächlich in Atlanta auf, für „Leviathan“ flogen wir nach Seattle und nahmen in Matt Bayles eigenem Studio auf. Er kennt sich in seinem Studio bestens aus, muss sich nicht erst mit fremden Gerätschaften anfreunden, was ein sehr großer Vorteil ist.

MASTODON: Leviathan - Cover 2004
Das Cover von ‚Leviathan‘

Leviathan“ ist euer zweites Album, habt ihr dabei nicht mit dem Gedanken gespielt den Produzenten zu wechseln? Gerade am Anfang, wo man eigentlich gerne andere Sounds und Produktionen testet?

Wir mochten seine Arbeit wirklich sehr und wir wollten einfach wissen, was er produktionstechnisch in seinem eigenem Studio rauskitzeln kann. Matt war auch sehr erfreut, dass er wieder mit uns arbeiteten konnte, da es ihm auch sehr viel Spaß machte.

Wie lange haben die Aufnahmen gedauert?

Wir waren einen Monat in seinem Studio in Seattle.

Verändert hat sich aber euer Material, vor allem da sehr viele verschiedene Gesangsstile vertreten sind. Ich gehe mal davon aus, dass Troy nicht der einzige Sänger war.

Das stimmt, von Brent stammen die klaren Vocals und von Troy die Extremen und Aggressiven. Daneben hatten wir noch Gäste, auf „Blood And Tunder“ singt Neil von CLUTCH und auf „Aqua Dementia“ haben wir als Gast Scott Kelly von NEUROSIS.

Wirklich? Ich dachte nicht, dass Scott so was machen würde, das überrascht mich jetzt doch. Mir fiel bislang nur auf, dass in diesem Song einige Gesangspassagen tatsächlich nach ihm klingen. Troy sagte mal, dass NEUROSIS sein Leben verändert haben und jetzt singt deren Sänger Scott Kelly einen Song für euch ein?

Ja, das ist umwerfend. Wir waren zusammen auf Tour und waren anderthalb Monate im selben Bus unterwegs und wurden sehr gute Freunde. Daher kamen wir auf ihn und riefen einfach an. Ich liebe seine Stimme, daher wollte ich ihn unbedingt auf der Scheibe haben und auch er war Feuer und Flamme. Die Passagen, in denen er singt, sind meine Lieblingspassagen auf „Leviathan„. NEUROSIS haben auch mein Leben verändert.

„Aqua Dementia“ ist übrigens der perfekte Titel für diesen schier wahnsinnigen und manischen Song.

Allerdings. Der Song hatte zuvor einen schrecklichen Titel und hieß „Throat Coat“ (Ich lege meine Hand nicht dafür ins Feuer, aber was anderes habe ich wirklich nicht verstanden. – Anm. d. Verf.), in der Hoffnung, dass wir bald einen Besseren finden würden. Brent kam im letzten Augenblick auf diesen Titel, der eigentlich recht naheliegend war, schließlich geht es im Text auch um Verrücktheit und Wahnsinn.

In der Serie „Futurama“ gibt es übrigens eine Folge, die Unterwasser spielt und Leela beginnt durchzudrehen und schreit: „Die Unterwasserverrückten! Aqua Dementia!“ Das war nicht zufällig die Inspiration für den Titel?

(lacht) Nein, nicht dass ich wüsste.

Was stand zuerst, das textliche oder das musikalische Konzept?

Das lyrische Konzept war zuerst da, auch ein Grund, warum ich unbedingt diesen fürchterlichen Titel „Throat Coat“ loswerden wollte.

Würde das Album mit einem anderen Konzept oder ohne ein Konzept anders klingen?

Ja, ich glaube das würde es. Es war schon riskant, die Songs auch musikalisch darauf auszurichten, aber es funktionierte.

MASTODON Besetzung 2004
MASTODON von links nach rechts: Brann Dailor (Drums), Troy Sanders (Gesang & Bass), Brent Hinds (Gitarre & Gesang) und Bill Kelliher (Gitarre)

In „Seabeat“ kommt das sehr gut rüber. Es ist Nacht, Ismail steht auf dem Deck der Pequod und hat ein ungutes Gefühl, weil er den Leviathan fürchtet. Ich würde gerne noch mehr mit dir über die Geschichte reden, aber da würden wir wohl heute nicht mehr fertig werden.

(lacht) Ja, das Buch ist schon sehr monumental. Es war dadurch natürlich auch eine schwere Aufgabe für uns so einen Wälzer zu vertonen, wir konnten uns nur an die Rahmenhandlung halten. Hätten wir es ausführlich vertonen wollen, selbst vier CDs hätten nicht gereicht. Wir nutzen hauptsächlich die Metapher des Segelns über die Meere, da wir uns in ähnlicher Hinsicht – weg von zu Hause und auf Tour – zu genüge auskennen.

Die Texte habe ich leider nicht erhalten, aber ich kann mir gut vorstellen was gerade im Song abläuft, durch die mannigfaltigen Vocals. Der cleane, Ozzy-mäßige Gesang könnte den jungen Ismail und die extremen Vocals könnten Kapitän Ahab darstellen.

Ja, das könnte sein, aber es war nicht so gedacht. Nimm mal die Stelle in „Blood and Thunder“, in der Neil von CLUTCH singt, er hört sich einfach nach einem betrunkenen Seemann an. Wir sagten einfach zu ihm, stell dir vor du bist Ahab, stehst auf dem Deck und schreist deine Leute an. Es war nicht so verkopft, wie man vermuten könnte.

„Hearts Alive“ das Epos der Scheibe, wirkt mit seinen knapp 14 Minuten sehr gejammt. War der Song wirklich so lange geplant, oder war es ein typischer Fall von überschäumender Kreativität im Studio? Es ist übrigens der einzige Song der Scheibe, mit dem ich nicht hundertprozentig warm werde, er ist sogar mir etwas zu anstrengend.

Nicht wirklich, es waren ursprünglich zwei Songs die wir zusammen fügten. Wir dachten, beide wären komplett, aber es fehlte ihnen noch etwas. Wir verbanden sie miteinander und ich fand es toll. Ich wollte schon immer einen ellenlangen, 14minütigen old-school Prog Rock-Song machen (lacht).

Wie lange dauerte eigentlich das Songwriting?

So anderthalb Monate, dann standen sämtliche Grundgerüste. Wir probten zwar wirklich jeden Abend, aber dennoch waren wir sehr schnell, wie ich finde. Wir mussten uns natürlich auch an Deadlines (mein Lieblingswort – Anm. d. Korrekturlesers) halten, eine zweimonatige Tour mit CLUTCH stand bevor, ebenso die Weihnachtszeit, jeder wollte seine Familie sehen, da durften wir keine Zeit verlieren.

War es hilfreich um mit dem Komponieren schneller vorwärts zu kommen, dass ihr das Konzept schon hattet?

Ja, das war es. Das Konzept stand für mich kurz nachdem „Remission“ heraus kam, daher konnte ich mir schon lange Gedanken darüber machen, wie es klingen sollte. Bevor du fragst: Nein, ich habe für das nächste Album noch kein Konzept (lacht).

Meinst du es wird wieder ein Konzept?

Naja, es wird auf jedem Fall ein übergreifendes Thema haben, wie auch „Remission“. Alles wird wieder zusammenpassen, das Layout, die Texte, die Musik, das Cover und die Produktion. Es soll einfach ein Album werden, dass Sinn macht, es soll Gehalt haben. Mir macht es dann einfach mehr Spaß daran zu arbeiten, zu hören und zu spielen. Den anderen in der Band ist es auch wichtig und ich denke, den Fans wird es auch besser gefallen, wenn es Sinn macht.

Du erwähntest gerade das Thema Artwork, Paul Romano hat wie auch auf dem Vorgänger das Cover gezeichnet, ein komplett anderer Stil, aber dennoch typisch Romano.

Ja, ich mag seine Arbeiten wirklich sehr. Ich stehe nicht so auf diesen seelenlosen Computerkram und Paul schafft es einfach schöne Bilder zu malen, die niemals kitschig sind. Er ist wirklich einzigartig.

Deluxe ist nicht nur das Artwork, sondern auch die limitierte Erstauflage. Das Album kommt mit dazugehöriger DVD. Was ist darauf enthalten?

Es wird eine Audio-DVD im 5.1 Stereo-Sound sein mit ein paar Songs drauf. Es werden etwas speziellere Songs wie „Naked Burn“, „Aqua Dementia“ und „Hearts Alive“ vertreten sein und von einer Live-Performance aus Japan sind fünf Songs drauf. Da ist etwas Grindcore drin (lacht).

Ihr habt auch kürzlich ein Video gedreht. Zeigt ihr da nur Live-Sequenzen oder behandelt ihr auch das Thema „Moby Dick“?

Brann Dailor - Foto
Brann: Dies könnte unser Jahr werden. Ich glaube, die Kids suchen nach etwas Echtem und das finde ich wirklich sehr gut.

Zunächst, das Video wurde zu „Iron Tusk“ und nicht zu „Blood And Thunder“ gedreht, wie es auf unserer Homepage steht. Jedenfalls ist die Hauptperson in dem Clip selbstverständlich Kapitän Ahab, wie er auf seinem Thron sitzt. Du wirst es schon noch sehen, nicht mal ich hab es bisher gesehen (lacht). Jedenfalls gibt es eine Story und – das ist mal sicher – es wird Sinn machen.

Wer spielt Ahab?

Mein Freund Jim Spacey spielt ihn. Er ist groß und verträgt Massen an Bier, er ist genau der Richtige für diese Rolle (lacht).

„Naked Burn“ mit seinen eingängigen Melodien und dem klaren Gesang wäre doch sicher die bessere Wahl gewesen, für mich hat er Hitpotenzial.

Meinst du? Naja, wir sind noch am überlegen, welcher Song folgen wird, es ist aber gut möglich, dass „Naked Burn“ folgt, das stimmt.

„Remission“ war ein absoluter Überraschungserfolg, da war der Druck der auf euch lastete wohl immens.

Die bisherigen Reviews sind wirklich positiv, was mich schon mal sehr beruhigt. Einige Leute haben „Leviathan“ schon im Internet gehört und auch da haben wir nur Gutes gehört. Die Reviews sind allesamt überwältigend, ich bin sehr glücklich darüber. Ich konnte vor Aufregung ewig nicht schlafen, aber jetzt geht es mir wieder gut (lacht).

War es gut, vor der Veröffentlichung des Albums neue Songs bei Konzerten auf das Publikum loszulassen um zu sehen, wie sie funktionieren?

Sicherlich, es war großartig. Die eine Hälfte der Songs ist auf Konzerte im Regelfall von „Remission“, die andere Hälfte vom neuen Album. Wie sind keine Band, die ewig auf den alten Songs rumreiten will, wenn wir einen neuen Song haben, wollen wir den auch spielen.

Brann, dein Drumming ist wirklich originell, du würgst deine Beats mit Wirbeln und Spielereien auf den Toms und der Snare permanent ab. Was ist dein Trick?

Ich weiß nicht so wirklich. Ich kam auch nicht wie jeder andere zum Drumming und bin absoluter Autodidakt. Ich spiele einfach das, was mir einfällt und was ich gut finde, egal wie lange es dauert, bis ich es beherrsche. Ich bin Autodidakt, ich spiele seit ich vier bin und bin nun 29, aber ausgelernt habe ich noch lange nicht. Ich habe seit jeher den Anspruch immer besser zu werden.

Es gibt vielleicht nur eine Band, mit der man euch vergleichen kann, selbst wenn sie komplett andere Musik machen. ISIS haben die selben Visionen, wie ihr, vertonen sie nur anders. Ich hoffe mal, dass dieser Umstand nicht nur an der Produktion von Matt Bayles liegt, der ja auch ISIS produziert.

Das ist Ansichtssache, wenn du es so siehst, bitte. Jedenfalls sind sie gute Freunde von uns, die Typen sind großartig. Wir lieben ISIS (lacht).

In den Staaten habt ihr und beispielsweise THE DILLINGER ESCAPE PLAN relativ großen Erfolg und das obwohl ihr recht extrem seid. Wird Nu Metal langweilig und stirbt und nun kommt ihr und bietet eine gehaltvolle Alternative?

Ich glaube, dass genau dies derzeit passiert, langsam aber sicher. Dies könnte unser Jahr werden. Ich glaube, die Kids suchen nach etwas Echtem und das finde ich wirklich sehr gut.

Aber von der Musik könnt ihr vier nicht leben.

Nein, noch nicht. Die Monate, wenn ich auf Tour bin funktioniert es, aber wenn ich zu Hause bin, muss ich mir einen Job suchen um über die Runden zu kommen. Es braucht viel, so einen Status zu erreichen.

Brann, ich danke dir vielmals für das Gespräch.

Layout: Uwe