GARMARNA: Von blutigen Legenden, fiesen Rekrutierungsmethoden und Sprachen, die man nicht versteht

Kaum eine andere Band weiß ihre Hörer dermaßen zu verzaubern wie Garmarna aus Schweden. Und wenngleich sich ihr Sound aus schwedischer Volksmusik und elektronischen Sounds zusammensetzt, konnte sie auch in der Metalszene viele Fans um sich scharen.

Kaum eine andere Band weiß ihre Hörer dermaßen zu verzaubern wie Garmarna aus Schweden. Und wenngleich sich ihr Sound aus schwedischer Volksmusik und elektronischen Sounds zusammensetzt, konnte sie auch in der Metalszene viele Fans um sich scharen. Warum das so ist, und was es mit dem neuen Album Hildegard von Bingen auf sich hat, darüber konnte ich die sympathische Sängerin Emma ausfragen. Als ich mit ihr sprach, kam sie gerade aus Lettland zurück…

Wie waren denn die Konzerte in Lettland?

Emma: Es war keine richtige Tour in dem Sinn, lediglich eine Art Festival. Es war aber sehr schön.

War es für euch das erste Konzert dort?

Emma: Für Garmarna schon, ich selbst bin allerdings schon früher einmal mit meiner anderen Band Triakel in Lettland aufgetreten.

Gibt es Unterschiede zwischen dem Publikum dort und beispielsweise dem deutschen Publikum?

Emma: Hm, nein, nicht wirklich… unser Publikum ist überall eigentlich ziemlich ähnlich.

Wo wir schon bei Livekonzerten sind… die Grundidee zu eurem neuen Album Hildegard von Bingen resultierte aus einer Tournee, auf die ihr euch 1998 anläßlich Hildegards 900. Geburtstag begeben hattet… wie kam es dazu?

Emma: Wir bekamen damals eine Anfrage von einem Promoter hier in Schweden, der eine Konzertreise durch Kirchen mit Hildegard von Bingens Musik organisieren wollte. Wir wurden gefragt, ob wir Lust hätten, diese Tour zu fahren, und wir sagten zu. Und nachdem wir von der Tour zurückkamen, konnten wir nicht anders, als auch die CD dazu aufzunehmen, weil wir all die Zeit, die wir investiert hatten, und all die Musik, die wir geschrieben hatten, nicht einfach fortwerfen wollten. Es wäre Verschwendung gewesen, nichts weiter damit anzufangen, also beschlossen wir, die CD zu machen, um auch etwas Bleibendes zu haben.

Ich schätze mal, daß diese Konzerte damals etwas ganz Besonderes für euch gewesen sind…

Emma: Oh ja, sie waren ganz wunderbar für uns. Mit Garmarna hatten wir noch nie zuvor in einer Kirche ein Konzert gegeben. Wir sind eher daran gewöhnt, in Rock-, Jazz- und Folkclubs aufzutreten. Aber diese Konzerte waren wirklich etwas Besonderes für uns, gerade auch mit unserer Musik. Die Songs waren zu dem Zeitpunkt noch weitgehend akustisch gehalten und noch nicht so elektronisch wie nun auf der CD. Im Studio hat man dann mehr Möglichkeiten, vieles auszuprobieren, weshalb wohl die Versionen auf der Platte nun viel elektronischer ausgefallen sind.

Die Lieder, die ihr damals auf der Hildegard-Tour gespielt habt, sind also die gleichen wie die, die nun auf der CD zu hören sind?

Emma: Größtenteils schon, wir haben damals allerdings noch nicht alle Songs live gespielt. Als es dann an die CD-Aufnahmen ging, merkten wir, daß wir noch weitere Tracks brauchten. Auf der Tour hatten wir hingegen noch einige traditionelle schwedische Instrumentals im Programm, die wir schon zuvor mit Garmarna geschrieben hatten. Für die CD kamen also noch zwei neue Songs dazu, um auf eine ordentliche Spielzeit zu kommen.

Gibt es eigentlich irgendwelche Aufnahmen von eurer Kirchentour?

Emma: Naja, wir haben einen Radiomitschnitt für einen Sender aus dem Teil Schwedens, aus dem die anderen herkommen, gemacht damals, aber ich weiß nicht, ob jemand davon eine Kopie hat. Man müßte bei dem Sender nachfragen, wenn man daran Interesse hätte.

Mein Favorit auf der neuen Platte ist Euchari, das ja auch schon auf dem Vorgängeralbum Vedergällningen in einer allerdings ganz anderen Version zu hören war. Wie kam es dazu, daß ihr das Lied nochmal komplett neu aufgenommen habt?

Emma: Die Version auf Hildegard von Bingen ist die originale Version, die wir damals in den Kirchen gespielt haben. Nach der Tour sind wir dann gleich ins Studio gegangen, um erstmal Vedergällningen aufzunehmen. Bei der Euchari-Version darauf haben wir uns lediglich einen kleinen Teil des Originals als Refrain ausgeliehen, während wir jetzt unsere ursprüngliche Version auf CD gebannt haben.

Was genau ist an Hildegard von Bingen für euch so faszinierend, daß ihr auch nach der Tour mit ihren Liedern weiter daran gearbeitet habt?

Emma: Hauptsächlich steckte da wahrscheinlich dahinter, daß wir bereits so viel Mühe und Arbeit in diese Musik gesteckt hatten. Wir mußten all die Lieder lernen und sie so bearbeiten, daß sie auf Konzerten aufgeführt werden konnten. Es hätte sich danach so seltsam angefühlt, die Musik einfach fallen zu lassen und nichts mehr damit anzufangen. Wir genossen es auch sehr, diese Musik zu spielen. Wir lieben einfach ihre Melodien, und so entstand dann die Idee, eine ganze CD daraus zu machen.

Würdest Du sagen, daß in den Hildegard-Tracks mehr Arbeit als in euren sonstigen Songs steckt?

Emma: Oh ja, absolut, das war viel anstrengender! Vor allem ich mußte weitaus mehr Arbeit investieren, da Hildegards Gesangsmelodien um einiges komplizierter sind als die der schwedischen Volkslieder, die wir normalerweise bearbeiten. Es kommt hinzu, daß ihre Lieder ursprünglich auch nicht dafür gedacht gewesen sind, mit Rhythmus und anderen Instrumenten als der Stimme zusammen gespielt zu werden. Es gestaltete sich also als furchtbar schwierig, Schlagzeugrhythmen, die anderen Instrumente und die Gesangsmelodien so zusammenzusetzen, daß ein echtes Lied daraus wurde. Wir hatten eine schwere Zeit, die Lieder zu lernen, zumal ich anfangs die einzige war, die die Gesangsmelodien wirklich bis ins Detail kannte. Daher dauerte es auch so lange, alles zusammenzusetzen. Es war eine große Herausforderung und viel harte Arbeit für jeden von uns! Im Endeffekt lohnte sich die Plackerei aber, die Erfahrung war sicherlich unheimlich wertvoll für unsere musikalische Entwicklung.

Ich vermute mal, daß die Hildegard-Songs auch eine ganz andere Herangehensweise erfordern als die traditionellen Volkslieder… mußtest Du bei Deiner Gesangstechnik viel umstellen?

Emma: Meine Gesangstechnik hat sich eigentlich sogar erst so richtig mit den Hildegard von Bingen-Songs herausgebildet, da die Gesangslinien weitaus verschnörkelter und komplexer waren. Es war ein gutes Training für mich, mir diese Melodien beizubringen.

Die Texte von Hildegard sind in Latein gehalten. Machte das auch einen Unterschied beim Lernen der Lieder?

Emma: Nun, ich singe da in einer Sprache, die ich nicht im geringsten verstehe, so daß es verständlicherweise eine lange Zeit dauerte, bis ich die Texte konnte. Unsere sonstigen Songs sind hingegen in älterem Schwedisch verfaßt, wobei ich altschwedische Texte auch mal in verständlicheres Schwedisch umschreibe, wenn sie zu archaisch sind. Unsere schwedischen Texte verstehe ich also…

Laß uns nochmal auf Hildegard von Bingen zurückkommen. Übt sie nur musikalisch eine Faszination auf Dich aus?

Emma: Anfangs beschränkte sich das auf die Musik, schließlich wußte ich nichts von ihr damals, ich bekam lediglich ihr musikalisches Material, um damit zu arbeiten, aber je weiter ich mich in die Songs vertiefte, umso mehr bekam ich das Gefühl, daß ich herausfinden müsse, was für eine Person sie war. Also ging ich in die Bücherei und besorgte mir erstmal ein paar Bücher. Ich finde, Hildegard war eine unglaubliche Frau. Mir hat es besonders all ihr Wissen über Heilkräuter angetan, also kaufte ich mir auch gleich ihr Buch über Heilkräuter.

Nun war Hildegard von Bingen auch eine äußerst gläubige Person, die unter anderem ein Kloster gründete. Ist das ein Aspekt von ihr, mit dem Du Dich selbst identifizieren kannst?

Emma: Nein, damit nicht. Ich bin keine religiöse Person. Aber ich denke, daß Religion für Gläubige etwas Wunderbares sein kann. Bei Hildegard darf man auch nicht vergessen, daß sie mit acht Jahren bereits in ein Kloster kam, sie lebte dort, das war ihr Leben. Ich bewundere Leute, die einen starken Glauben in sich tragen, aber ich selbst bin ganz und gar nicht religiös.

Was beim Hören eurer neuen CD im Vergleich zum Vorgänger Vedergällningen auffällt, ist, daß die Folkelemente nahezu verschwunden sind. Hängt das lediglich mit Hildegard von Bingens Liedern zusammen, die nunmal geistliche Musik sind, oder wäre diese Entwicklung sowieso der nächste logische Schritt für Garmarna gewesen?

Emma: Naja, hauptsächlich hat das schon einfach mit dem Songmaterial zu tun, Hildegard schrieb nunmal keine schwedischen Folksongs. Daher veränderte sich von vornherein das gesamte Klangbild. Wir fingen zudem an, mit einem neuen Produzenten zusammenzuarbeiten, dessen Einflüsse eher aus der Houseszene kommen. Wir hatten aufgrund der veränderten Ausgangsbasis irgendwie das Gefühl, frei wählen zu können, was wir mit dem Material anfangen. Wir mußten nicht mehr unbedingt nach schwedischer Volksmusik klingen. Für uns hatte das fast ein wenig den Charakter eines Nebenprojekts. Wer weiß, die nächste CD klingt vielleicht traditioneller als alles, was wir bislang gemacht haben, oder wir gehen noch einen weiteren Schritt in Richtung elektronischer Musik. Wir haben uns da noch keine Gedanken gemacht…

Du hast euren neuen Produzenten, Erik Sidelake, schon angesprochen. Wie groß war denn im Endeffekt sein Einfluß auf das doch sehr elektronisch ausgefallene Album?

Emma: Was die elektronischen Elemente angeht, so hat er hauptsächlich die verschiedenen Sounds beigetragen. Die Grundgerüste der Songs standen aber bereits seit der Tour durch die Kirchen. Stefan, unser Fiedelspieler, hat außerdem ebenso an der Produktion mitgewirkt wie Erik. Die beiden haben zusammen am Sound gearbeitet. Stefan hat sicher gleich großen Anteil am Ergebnis, auch wenn Erik auf alle Fälle seinen Fingerabdruck auf den Aufnahmen hinterlassen hat.

Wie empfandest Du die Zusammenarbeit mit Erik?

Emma: Es war sehr angenehm, mit ihm zusammenzuarbeiten, er ist ein unheimlich freundlicher und netter Typ. Klar, es ist immer anstrengend, eine CD aufzunehmen, man gerät sich schon mal in die Haare darüber, wie ich z.B. eine bestimmte Stelle singen soll. Wir genossen aber die Arbeit mit ihm, und diese kleinen Reibereien gehören einfach dazu.

Um mal ein wenig wegzukommen von der aktuellen Platte: Was ich mich schon immer fragte, seit ich Garmarna zum ersten Mal gehört hab´, ist, wie man auf die Idee kommt, sehr alte Texte und Melodien mit moderner elektronischer Musik zu verbinden. Wie weit war das bei der Gründung von Garmarna beabsichtigt?

Emma: Anfangs klangen wir ja noch sehr traditionell und hatten auch das Verlangen danach, gute Folkmusik zu spielen. Andererseits hatte beispielsweise unser Drummer noch nie Folkmusik gehört, bevor er zur Band stieß. Es war nicht wirklich ein bewußter Gedanke, ab sofort Folk und elektronische Musik zu kombinieren, sondern eher etwas, das damals herauskam, als wir – jeder mit seinen eigenen Einflüssen – zusammen zu spielen begannen, und sich seither weiterentwickelt hat.

Wo liegen denn eure Einflüsse?

Emma: Stefan hörte beispielsweise sehr viele dieser 80er-Jahre-Synthiebands, als er jung war, Jens ist hingegen der Rock´n´Roller. Ich bin das Folk-Girl (lacht). Rickard hört von jedem etwas, ebenso Gotte. Letztlich bin ich aber wohl die einzige, außer Stefan vielleicht, mit einem traditionellen Hintergrund. Stefan hat zudem halt noch diese Vorliebe für Synthesizermusik. Das ist der Kern, um den sich die anderen gruppieren.

Bei dem großen Anteil der elektronischen Elemente stellt sich mir die Frage, wie eure Songs eigentlich entstehen, wird da auch konventionell geprobt?

Emma: Wir treffen uns immer in Sundsvall, wo der Großteil der Jungs wohnt, und gehen dort in ein kleines Demostudio zum Proben und Schreiben von Songs. Wir können uns aber auch an anderen Orten treffen und akustische Musik machen. Einmal sind wir zum Beispiel zu Jens´ Sommerhaus rausgefahren, jammten dort eine Woche lang und versuchten, neues Material zu schreiben. Nach so einer akustischen Session setzt sich Stefan dann hin und bastelt ein paar Loops und Samples zusammen, die er uns vorspielt, und wir entscheiden darüber, welche zum Einsatz kommen sollen. Am Anfang steht aber immer eine akustische Version, erst danach kommt dann die Elektronik mit ins Spiel.

An ein rein akustisches Album habt ihr aber noch nicht gedacht?

Emma: Nein. (lacht)

Warum nicht?

Emma: Wir finden es viel spannender, mit dem Sampler zu spielen.

In eurer Bandhistory bin ich auf die kuriose Geschichte gestoßen, daß der Rest der Band damals in einem Interview bekanntgab, daß Du fest zur Band gehörst, bevor Du das selbst wußtest, ist das wirklich wahr?

Emma: Ja, das stimmt (lacht). Sie gründeten die Band ´91 und bekamen dann einen Plattenvertrag, Ende ´92, und sie fragten mich, da wir uns schon kannten, ob ich nicht runterkommen und als Gast auf der CD singen möchte. Schön, dachte ich, ich singe auf ihrer CD, und das ist alles. Aber sie gaben ein Interview für eine lokale Zeitung, wo sie mich einfach als Sängerin vorstellten. Sie hatten mich vorher gar nicht gefragt.

Du mußtest also erst in der Zeitung lesen, daß Du zur Band gehörst?

Emma: Nein, nicht ganz, ich war dort, als sie das Interview gaben. Ich versuchte nur einzuwerfen, daß ich nur die Gastsängerin wäre, woraufhin sie meinten Nein, nein, Du bist fest in der Band!.

Interessante Methode, um zu neuen Musikern zu kommen…

Emma: Ja, alles andere als dumm (lacht).

Du mußt damals noch sehr jung gewesen sein… was waren Deine Erwartungen und Träume?

Emma: Hm, für uns alle war es einfach nur Spaß, wir waren alle total überrascht, als wir plötzlich anfingen, Auftritte angeboten zu bekommen. Und urplötzlich konnten wir sogar von der Musik leben, das hat jeden von uns überrascht. Damit hatte keiner gerechnet! Erwartungen in dem Sinn hatte ich damals also keine. Ich war da nur irgendwie reingeschlittert, da war ich dann und alles klappte bestens!

Und heute?

Emma: Heute hoffen wir zunächst einmal, daß sich unser neues Album mindestens so oft verkauft wie Vedergällningen, daß wir einige weitere große Festivals spielen können und noch eine Weile von der Musik leben können. Ich glaube aber nicht, daß ich mein ganzes Leben in dieser Band spielen werde. In ein paar Jahren wird sicherlich etwas anderes wichtiger werden. Aber wer weiß… ich mag es nicht, die Zukunft zu verplanen!

Was meinten denn damals Deine Eltern, als Du bei Garmarna quasi eingestiegen wurdest?

Emma: Sie fanden es prima. Väterlicherseits komme ich aus einer Familie, die seit vielen Generationen schon Musiker waren, Fiedelspieler, um genau zu sein. Daher war es überhaupt kein Problem, vielmehr hieß es Schön, nur zu! Das machen wir ja eh alle in der Familie.

Sie sind sicher auch sehr stolz auf Dich nun, oder?

Emma: Oh ja, mein Vater ist total stolz und freut sich für mich, daß alles so gut läuft mit der Band. Ich glaube fast, er würde selbst am liebsten bei Garmarna mitspielen!

Ich hab´ da noch so eine Obskurität in eurer Bandbio ausgegraben. Ihr habt mal bei der schwedischen Vorausscheidung zum Grand Prix d´Eurovision mitgemacht… Wie kamt ihr denn dazu, bei so einer Veranstaltung teilzunehmen!?

Emma: (lacht) Das kam so: In Schweden luden sie bekannte Songwriter ein, um das ganze Spektakel etwas moderner zu gestalten. Einem davon sagten sie, daß er den Zuschlag bekäme, und der rief wiederum mich an und fragte, ob wir da teilnehmen wollten, ohne daß wir uns vorher bewerben müßten oder so. Wir dachten eine Weile darüber nach und entschlossen uns dazu, mitzumachen. Warum auch nicht, es war eine lustige Angelegenheit. Seltsam, aber interessant.

Es war also kein Garmarna-Song, den ihr dort gespielt habt?

Emma: Nein, es war ein Lied von diesem Songwriter, da er derjenige war, der eingeladen worden war. Wir führten sein Lied lediglich auf für ihn.

Würdet ihr das nochmal machen?

Emma: Das glaube ich kaum… einmal reicht!

Ihr bereut es aber nicht…

Emma: Nein, das nicht.

Abschließend würde mich nun noch interessieren, ob Du irgendeine Erklärung dafür hast, daß gerade in der Metalszene, aber auch in anderen Szenen wie beispielsweise Wave/Gothic Garmarna so beliebt sind, obwohl die Musik stilistisch ja ganz anders einzuordnen wäre.

Emma: Zuerst mal sicher wegen den Texten. Gut, in Deutschland verstehen wohl die wenigsten Schwedisch, aber sie lesen die Übersetzungen der Texte, die zumeist ziemlich blutig und heftig sind… reichlich finstere Geschichten über Werwölfe, die ihren Bruder umbringen müssen, um nicht auf ewig ein Wolf zu sein, und so… Außerdem ist unsere Musik auch sehr düster, die meisten unserer Songs sind in Moll, wir spielen also alles andere als fröhliche Musik.

Was denkt ihr denn selbst über die Texte, wenn ihr mal wieder einen Folksong mit so blutigem Inhalt einstudiert?

Emma: Ich mag diese Art von Texten…das hat einerseits mit unserer Art von Humor zu tun. Man kann über sowas auch lachen, so verrückt sind die Lyrics manchmal. Es kann eine lustige Geschichte sein, aber zugleich ist es immer auch eine furchteinflößende Geschichte, was es interessanter macht als eine banale Liebesgeschichte oder ähnliches.