EMERALD: We don´t care!!!

EMERALD: We don´t care!!!

Die Band EMERALD aus der Schweiz ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass der Metal entgegen den Vorstellungen so mancher Idealisten eben in vielen Bereichen auch nur ein großes Geschäft ist. Denn während eine ganze Flut an langweiligen Einheitsbands derzeit mit ihren Alben den Weg in die CD-Regale der Kaufhäuser finden, bleiben wirklich eigenständige Bands wie EMERALD trotz der guten Zeiten für traditionellen 80-er Metal auf der Strecke, weshalb ihr nichts anderes übrig bleibt als die eigene Musik auf dem Eigenproduktionsweg unter das treue metallische Restvolk zu bringen. Und damit wären wir auch wieder bei den Idealisten, die eben doch den Geist des Heavy Metal am Leben erhalten und als solche kann man EMERALD auf jeden Fall bezeichnen, denn ihnen ist egal, was gerade angesagt ist und was nicht. Sie sagen…

Also als allererstes muss ich mich ja mal offiziell bei eurem Sänger Jvo für meinen Faux-Pas bezüglich des Gesangs bei „Medieval Steel“ entschuldigen. Sorry! Aber mal ehrlich: war ich nun eigentlich der einzige, der hinter dem hohen Gesangspart eine Frau vermutet hatte?

Haha, kein Problem, Du warst nicht der Einzige !!! Bis jetzt wurde ich schon von 3 Journalisten mit dieser Vermutung konfrontiert. Ist schon ziemlich witzig. Jvo hat das Ganze einfach mit Kopfstimme eingesungen, da der Originalpart viel zu hoch war für seine normale Stimme, das bekäme wohl höchstens Eric Adams sauber hin. Also schlossen wir diesen Kompromiss, schließlich singen ja einige Metalsänger wie King Diamond oder David DeFeis viele sehr hohe Parts mit Kopfstimme.

Gut, freut mich dass ihr mir das nicht übel genommen habt. 😉 So richtig kann ich momentan ja gar nicht einschätzen wie bekannt ihr derzeit seid. Es scheint aber auf jeden Fall so, als wäre der Name EMERALD inzwischen ein Begriff, zumindest im Metal-Underground. Wie viele Alben konntet ihr bisher absetzen und seid ihr mit dem bisher erreichten zufrieden? Die Reviews im Rock Hard und im Heavy, oder was!? dürften euch auch gleich mal einen ganzen Schritt weiter gebracht haben, oder?

Ja, wir sind wirklich überglücklich, in den 2 grössten Metalmagazinen Deutschlands (der Trendhammer ist für mich kein Metalmagazin) so gute Reviews erhalten zu haben. Das hat uns natürlich sehr geholfen und auch motiviert. Also, sehr bekannt sind wir sicher noch nicht. Da bräuchten wir noch etwas mehr Präsenz in der Presse. Zum Glück konnten wir jetzt für’s „Heavy oder was“ ein Interview geben, was uns sicher auch etwas Aufmerksamkeit geben wird. Was die Verkäufe betrifft, so haben wir vom Debüt damals 1000 Stücke pressen lassen und haben jetzt nur noch eine Handvoll übrig, also fast ausverkauft. Die neue gibt’s ja erst seit Juli und wir haben auch wieder 1000 Stück pressen lassen, von welchen bis jetzt inkl. Promoexemplaren knapp 500 Stück weg sind.

Mit eurer Musik befindet ihr euch ja fernab jeglichen Trends. Zwar kann man diese durchaus in die „True-Metal“-Ecke stecken, mit derzeit so angesagten Acts habt ihr aber gar nichts zu tun. Euer Sound klingt zudem extrem eigenständig und gleichzeitig denke ich, dass ihr euch für einen Stil entschieden habt, mit dem ihr vermutlich nie groß was reißen werdet…wie seht ihr das?

Wir spielen einfach die Musik, die aus uns herauskommt. Unsere Einflüsse sind halt ganz klar in den Achtzigern und so klingt jetzt auch unsere Musik. Wir wollten auch auf keinen Fall in den derzeitigen Hammerfall/Stratovarius/Rhapsody Trend reingezogen werden, denn diese vielen momentanen Acts vor allem aus Italien und Skandinavien klingen einfach alle sehr ähnlich und sind total austauschbar. Wir wollten immer einen eigenständigen Sound haben und so etwas aus dieser Masse herausragen und auffallen. Und was Verkäufe betrifft, die werden für kleine Underground Bands wie uns eh nie groß sein, warum uns also anpassen und den Stil ändern. Fuck Trends, Musik muss von Herzen kommen und nicht aus Kalkül !!!

Als ihr angefangen habt gemeinsam Musik zu machen, inwiefern ward ihr euch damals eigentlich darüber bewusst, dass ihr irgendwo einen ganz eigenständigen Sound habt und inwiefern habt ihr darauf Wert gelegt. Eigentlich habe ich bei euch ja das Gefühl, dass ihr tatsächlich zu den Bands gehört, die sich einfach von ihrem Gefühl haben leiten lassen, ohne zu sehr in eine bestimmte Richtung gehen zu wollen…

Ja, da liegst Du sehr richtig. Seit wir angefangen haben, eigene Songs zu schreiben konnten wir selber nie richtig Vergleiche ziehen zu anderen Bands. Wir haben oft einander gefragt, nach was oder wem wir klingen oder wie wir uns beschreiben könnten, es ist wirklich nicht einfach, denn ich kann eigentlich keine Band heranziehen, die sehr ähnlich wie wir klingt. Die Songs entstehen bei uns wie gesagt einfach aus dem Bauch heraus, wir haben da nicht irgendwie vorher ein Plan der sagt, dass wir jetzt einen schnellen Song oder eine Ballade schreiben wollen, sondern die Songs entstehen einfach. Nach dem Release der ersten CD waren wir dann auch total gespannt, mit wem uns die Leute vergleichen würden und siehe da, es gab fast keine Vergleiche mit anderen Bands und wenn dann fast immer total verschiedene Bands. Das reichte von SARACEN, GYPSY KYSS, MEDIEVAL STEEL, VIRGIN STEELE, IRON MAIDEN, HELLOWEEN bis WARLORD. Alles sehr unterschiedlich klingende Bands also, was für unseren eigenen Stil spricht !!

Mit Jvo Julmy habt ihr einen Mann am Mikro, der eurer Musik einen ganz besonderen Sound aufdrückt (ich persönlich hab ja schon vermutet, dass da Helium im Spiel sein muss >g< ). Gleichzeitig wird er aber sicherlich bei den meisten Metal Fans über Gefallen und Nichtgefallen entscheiden. Könntet ihr euch die Band EMERALD auch ohne den außergewöhnlichen Gesang von Jvo vorstellen?

NEIN !!!!!! Mir gefällt sein Gesang unheimlich gut und ohne ihn würden wir EMERALD vermutlich auflösen. Sein Gesang ist sehr eigenständig, hat Power und Leidenschaft, es ist eines der Markenzeichen von EMERALD. Es gibt genügend Sänger, die alle gleich klingen (siehe all die Melodicspeedbombastmetalbands aus Italien), ein guter Sänger braucht eigenen Charakter. Jvo ist auch ein Genie, was Gesangmelodien anbelangt, er braucht meistens nur sehr kurze Zeit, um wirklich gute Melodien auszutüfteln und umzusetzen. Ich bewundere ihn jedenfalls sehr als Sänger und Komponisten und bin glücklich, mit ihm bei EMERALD spielen zu dürfen !!

In eurer Musik schwingt für mich immer so ein Stück Nostalgie mit, und ich habe gar das Gefühl, dass gewisse Rockbands aus den Siebzigern ebenso einen Einfluss bei euch hinterlassen haben wie 80er-Metal Bands der Marke WARLORD. Um von den Siebzigern beeinflusst worden zu sein scheint ihr mir aber fast gar etwas zu jung. Was ist also die Komponente, die diesen Sound ausmacht?

Also von den Siebzigern sind wir definitiv nicht beeinflusst worden, denn wir sind natürlich wirklich zu jung dafür und können mit dem Sound aus dieser Zeit nicht viel anfangen. Dafür haben die Achtziger einen umso gewaltigeren Eindruck hinterlassen. Ich habe so um 1986 angefangen, Metal zu hören und bin damals total auf Iron Maiden, Helloween, Running Wild, Overkill, Anthrax, Slayer, Metallica, Savatage, Ozzy Osbourne etc. abgefahren. Erst später entdeckte ich dann die ganzen genialen US Bands wie Virgin Steele, Jag Panzer, Warlord, Black Knight, Crimson Glory, Medieval Steel, Heathen’s Rage, Wikka, Screamer oder

Gargoyle. Die anderen Bandmembers stehen ausserdem noch total auf Acts wie Testament, Blind Guardian, Grave Digger, Gamma Ray, Manowar, Edguy, In Extremo oder Nightwish, was schlussendlich bei EMERALD zu einer guten Mischung führt und unseren Sound ausmacht.

Die Melodien von euch vermitteln für mich immer wieder dieses gewisse Gefühl der Sehnsucht. Die Sehnsucht nach der Ferne, nach höheren Werten, wie etwa in „Across the Sea“…

Ja, auf jeden Fall. Die Melodien kommen tief aus unserem Inneren und sind ja immer das Herzstück eines Songs. Ohne eine fesselnde Melodie kannst Du einen Song vergessen, denn er wird nie hängen bleiben und zum mehrfachen Hören verleiten. Bei „Across the Sea“ bringe ich tatsächlich meine Faszination und auch Sehnsucht nach dem Meer zum Ausdruck. Es zieht mich einfach magisch an und ich würde unheimlich gerne direkt am Meer wohnen und viel darauf herumsegeln. Ich weiß auch nicht, woher diese Faszination kommt, sie ist sehr stark bei mir, aber da ich ja in der Schweiz wohne, ist das ziemlich problematisch.

Wie begegnet ihr eigentlich Leuten, die euren Sound als veraltet und verstaubt betrachten. Eure Musik scheint ja wirklich fernab jeglichen Einflusses des derzeitigen Musikgeschehens zu liegen. Und inwiefern seid ihr in der Beziehung auch verbohrt, in der Form dass ihr sagt: „Für uns zählen nur die Achtziger, was danach kam interessiert uns nicht!“

Nein nein, so sind wir überhaupt nicht !! Vor allem der Thomas und der Stephan hören eigentlich in erster Linie aktuelle Metalsachen wie Nightwish, In Extremo oder Blind Guardian am liebsten. Der Jvo und ich sind schon etwas länger dabei und stehen natürlich so mehr auf die Achtziger als die anderen, aber wir hören alle einfach Heavy Metal, egal ob alt oder brandneu. Ich kaufe mir jeden Monat zig Neuveröffentlichungen, und vor allem neue Underground Sachen wie Metalucifer, Rival, Aska, Twisted Tower Dire, Eternal Darkness, Pertness, Seventh Avenue oder Stormwarrior begeistern mich nicht weniger als Scheiben aus den 80ern.

Ihr habt auf „Calling the Knights“ einen wirklich außergewöhnlichen Song ausgewählt, den ihr gecovert habt: „MEDIEVAL STEEL“. Auch hier fragt man sich natürlich wie eine junge Band dazu kommt, sich ausgerechnet an eine solche Underground-Perle zu wagen…

Das brauchte auch einige Überzeugungsarbeit meinerseits, bis die anderen einverstanden waren. Meiner Meinung nach ist dieser Song einer der göttlichsten Songs, die je geschrieben wurden und bis jetzt hat soweit ich weiß noch keine andere Band diesen Song nachgespielt. Ich meine, es ist doch heutzutage wirklich langweilig geworden: die meisten Bands covern immer dieselben Songs von denselben Bands (Black Sabbath, Deep Purple, UFO, Rainbow, Iron Maiden etc.). Wir wollten da mal etwas anderes machen und den Leuten zeigen dass es noch Bands gibt, die einfach grandios waren und die aufgrund der damaligen Situation (kein Label, kein Vertrieb etc.) hier kaum jemand kennt obwohl sie mehr als nur eine kleine Anerkennung verdient hätten. MEDIEVAL STEEL waren einfach die perfekte Metalband: Bandnamen, Logo, Lyrics, Musik – alles passte und verkörperte Heavy Metal pur. Unsere Version von „Medieval Steel“ ist eine Huldigung an eine der besten Bands die meiner Ansicht nach je existiert hat. Selbstverständlich kann man einen so perfekten Song nicht besser machen oder so, wir wollten das auch gar nicht sondern einfach nur Ihnen Tribut zollen mit einer etwas anderen Version dieses Songs. Vielleicht werden ja dadurch auch noch einige Leute auf Medieval Steel aufmerksam, die sonst nie damit konfrontiert worden wären, obwohl es natürlich nicht ganz einfach sein wird, deren Mini LP heutzutage noch irgendwo aufzutreiben (und nicht ganz billig.).

Aber es lohnt sich !!!

In meinem Review habe ich den Song „Medieval Steel“ ja als besten Song des gesamten Albums bezeichnet. Ärgert euch das, wenn ausgerechnet ein Coversong so derart hervorgehoben wird oder war euch das bei der Auswahl dieses Stückes schon irgendwo bewusst? Wie würdet ihr euer eigenes Material denn dem Song gegenüber einstufen (so schwer diese Frage auch zu beantworten ist).

Also ärgern tut es uns sicher nicht, wie lieben den Song ja auch, es ist halt ein Klassiker und ich würde mir auf keinen Fall anmaßen, unser Material mit solch überragender Musik zu messen. Wir haben uns einfach das Ziel gesetzt, dem Song soweit wie möglich unseren eigenen Stempel aufzudrücken und ihn in unser eigenes Material so einzubetten, dass er nicht allzu sehr heraussticht. Ich denke, dass uns dies auch gelungen ist.

Absolut! Thema Balladen: Muss oder lästiges Übel? Irgendwo habe ich das Gefühl, dass im Metal gefühlvolle Balladen immer weniger eine Rolle spielen, viele Leute diese sogar verabscheuen…besonders wenn diese Texte wie „When you hold me tight / in your arms tonight / I´ll never let you go / When I´m feeling your heart´s beating next to mine“ beinhalten…

Ja, Balladen spalten im Metal im wieder die Gemeinde. Den einen gefällt´s und bei anderen sind sie verhasst. Mir und auch den anderen in der Band gefällt´s halt wirklich, zur Abwechslung mal eine Ballade zu spielen. Man kann da auch sehr viel Gefühl mit reinbringen und solange man solche Songs nicht aus kommerziellen Gründen aufnimmt (was bei uns ja nicht der Fall sein kann, eine Underground Metalband mit solcher Musik wie wir sie machen und solcher Aufmachung wie bei unserer CD wird eh nie im Radio gespielt oder so), finde ich es in Ordnung. Die Songs, die man schreibt müssen einfach immer von Herzen kommen, das ist das Wichtigste überhaupt. Wenn bei mir oder Jvo dann halt beim Songwriting eine Ballade rauskommt und diese auch alle in der Band gutfinden, dann nehmen wir sie auch ins Programm. Wir sind ja schließlich nicht eine Death oder Black Metal Band, auch Bands wie Helloween, Grave Digger, Virgin Steele, Manowar, Savatage und viele andere haben Balladen im Programm, weil halt einfach Spaß macht, sowas zwischendurch zu spielen.

Der Song „Unreasonable Violence“ scheint in diesen Tagen bedeutsamer zu sein denn je…inwiefern bringt ihr es für euch eigentlich unter einen Hut, auf der einen Seite über die Sinnlosigkeit von Kriegen zu singen und auf der anderen Seite diese „Knights & Warrior“-Texte zu machen? Seht ihr da nicht irgendwo auch einen Widerspruch?

Nein, definitiv nicht. Denn Fantasy Texte sind eine Ablenkung aus der Realität. Wir verherrlichen in Texten wie „Emerald Knights“, „Across the Sea“ oder „Shadowknight“ ja auch ganz sicher nicht Gewalt !! In „Battlefield“ schreiben wir ja auch über eine große Schlacht aus der Sicht eines normalen Kriegers, welcher mitansehen muss, wie all seine Freunde fallen und der auch nicht zum Held wird. Fantasy Texte sollen einfach Spaß machen und passen halt gut zum Heavy Metal, aber Texte wie der zu „Unreasonable Violence“ sind wie gesagt heutzutage auch sehr wichtig !!

Euer Debüt „Rebels of our Time“ hat ja ganz besonders auch durch sein Cover für Furore gesorgt….jetzt mal im Nachhinein ganz ehrlich: was habt ihr euch eigentlich bei diesem Cover gedacht?

Haha, die Leute da draußen waren zum Teil echt megageschockt !! Dabei hatten wir halt einfach ein Kultcover, das sämtliche Metalklischees vereinte. Leider nicht grandios umgesetzt, dafür umso liebevoller. Was soll´s, viele Leute haben es echt geil gefunden und viele andere haben es gehasst. Love it or hate it, wir hatten eh kein anderes zur Verfügung und kein Geld für einen Profizeichner.

Wie seht ihr persönlich eigentlich die Zukunft von EMERALD. Die „True-Metal-Welle“ scheint momentan ja fast wieder eher am Abebben zu sein, wie ich bereits vorhin angedeutet habe denke ich nicht unbedingt, dass eure Musik je eine derartige Massenkompatibilität aufweisen wird, wie es z.B. bei HAMMERFALL der Fall ist. Was sind die Ziele, die ihr euch selbst mit EMERALD gesteckt habt?

Solange wir Freude an der Sache haben, werden wir weitermachen wie bisher, keine Frage. Die sogenannte True Metal Welle interessiert uns eigentlich nicht groß, da wir 1995 angefangen haben und damals war noch ganz andere Musik angesagt. Wir machen eh unser eigenes Ding und sind auch mit „Calling the Knights“ nicht im Trend. Trotzdem werden wir jetzt erstmal versuchen, einen Deal zu erhalten und uns mal bei einigen Plattenfirmen bewerben. Außerdem haben wir wieder mit dem Songwriting begonnen. Wenn das mit den Labels nicht klappen sollte bringen wir halt aufgrund unserer finanziellen Lage erst in

einigen Jahren wieder eine selbstfinanzierte CD auf den Markt, aber weitermachen werden wir auf jeden Fall !!!

Der Metal befand sich rein kommerziell gesehen Anfang/Mitte der Neunziger so ziemlich auf seinem Tiefpunkt und von mancher Seite wurde Metal gar schon für tot erklärt. Für viele mehr als überraschend hat diese Musikrichtung in den letzten Jahren wieder sehr viele Fans gewonnen. Man kennt diese Wellenbewegungen ja aber zu genüge, es ist ein ewiges Auf und Ab. Wie schätzt du die Sache ein. Denkst du, dass das Auf der letzten paar Jahre durch einen sehr großen Anteil an Mitläufern geprägt war und dass der Metal in ein paar Jahren wieder ähnlich wenig angesagt sein wird wie eben in den Neunzigern oder denkst du dass sich da was in der Einstellung der Leute

verändert hat?


Nein, da hat sich bestimmt nichts verändert. Die Leute ändern ihre Einstellung nicht so einfach. Ich denke schon dass sich viele Leute nach dieser wahren Flut an True Metal Bands bis in ein paar Jahren wieder dem Metal abwenden werden. Man könnte auch sagen, die Szene wird sich wieder gesund schrumpfen. Denn die wahren Metalheads werden bleiben wie auch die wahren Metalbands bleiben werden. Auf die abspringenden können wir gut verzichten, sollen sie sich dem nächsten Trend anschließen. We don’t care !!

Was waren die letzten drei Alben, die du dir gekauft hast oder die dich besonders beeindruckt haben

Die drei letzten Alben, die ich kaufte waren:

Gamma Ray – No World Order

Metalucifer – Heavy Metal Chainsaw

Demon – Spaced Out Monkey

Ganz besonders beeindruckt in letzter Zeit haben mich aber diese Alben:

Jag Panzer – Mechanized Warfare

Edguy – Mandrake

Rival – Modern World

Kreator – Violent Revolution

Was war bisher euer lustigstes Erlebnis live auf der Bühne?

Da gibt es schon einige jetzt, wobei vieles eigentlich erst im Nachhinein lustig ist, im entscheidenden Moment aber alles andere als lustig war. Zum Beispiel sollten wir mal zusammen mit einer anderen Band aus unserer Gegend (AREA LC) in einem Club hier in der Schweiz spielen und haben alle Details mit dem Veranstalter, der auch den Club führte via Telefon abgemacht. Als wir dann am Tag des Gigs beim Club zum vereinbarten Zeitpunkt ankamen, war dort alles abgeschlossen und keine Menschenseele weit und breit. Nach einem Telefonat mit dem obenerwähnten Typen meinte dieser locker, er habe jetzt nichts mehr mit dem Club und den Veranstaltungen dort zu tun. Na super oder ??? Wir riefen dann den Mischer an, der im Club immer die Bands mischte und er hatte anscheinend den Laden übernommen, wusste aber nichts von irgendwelchen Konzerten an diesem Tag. Schlussendlich spielten wir dann doch noch mit riesiger Verzögerung und nur vor den von uns mitgebrachten Leuten (es gab ja keine Werbung oder so, nicht mal die Leute im Club wussten von unserem Gig), aber es war trotzdem geil, denn der Mischer bangte sich während unseres Sets die Seele aus dem Leib (immer abwechselnd mit dem vernichten von literweise Bier !!), dass es eine wahre Freude war ihm zuzusehen.

Wen würdest du in deinem Leben gerne einmal treffen und warum?

Ich würde gerne einmal Steve Harris, mein größtes Idol, zuhause in seiner Bar besuchen und mit ihm ungezwungen über Metal, Iron Maiden und vorallem die 80er fachsimpeln. Außerdem würde ich ihm natürlich meine Musik vorspielen und seine ehrliche Meinung dazu hören wollen.

OK, war’s das schon ?? Just joking, wir möchten an dieser Stelle auf jeden Fall noch ganz herzlich für das Forum danken, dass wir hier erhalten haben. Ist nicht selbstverständlich, dass wir uns hier vorstellen dürfen. Auch allen Lesern Danke für das Interesse an EMERALD. Falls Ihr noch mehr über unsere Band erfahren möchtet oder unsere CD’s bestellen möchtet, dann besucht uns auf unserer Homepage unter http:// www.emerald.ch oder schreibt an: EMERALD, Michael Vaucher, Alfons-Aebystrasse 41, CH-3186 Düdingen, Schweiz, e-mail: msvaucher@freesurf.ch

(CD kostet 25 DM inkl. P&V).

See you all on the battlefield where all the brave knights stand as one !!!

Fierce
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