WHITE SKULL: Public Glory, Secret Agony

WHITE SKULL: Public Glory, Secret Agony

Aus der ehemaligen Metaldiaspora Italien wird wohl noch der Hauptlieferant für melodischen Speedmetal/ Teutonenmetal. Kann uns nur recht sein, solange der Großteil der Bands qualitativ überzeugend auftritt. Zwei schwermetallische Argumente haben WHITE SKULL im inneritalienischen Metal-Wettbewerb zweifelsfrei zu ihren Gunsten in die Waagschale zu werfen: das erste ist ihre Frontfrau Frederica De Boni, die eine beeindruckende Stimme in allen Nuancen und Farbtönen zu varieren weiß und die Band damit schon weit vor der recht uniform besungenen Konkurrenz in Position bringt. Weder aggressive Passagen, mächtiger Chorgesang oder gefühlvolles agieren bringen Sister Frederica in Schwierigkeiten. Punkt zwei ist das Songwriting, das den übertriebenen Einsatz von Keyboards zurücknimmt und es mehr METALn lässt, als bei vielen anderen Italobands und das Gaspedal auch mal bis zum Bodenblech durchgetreten wird. Auf Public Glory, Secret Agony” kommen als weitere Pluspunkte ein hübsches Cover (viele viele bunte Eddies um ‘ne halbnackte Torte, die wahrscheinlich Cleopatra darstellen soll) und das lyrische Konzept um das römische Reich zu Zeiten Julius Cäsars hinzu. Da Songs wie der Doublebass-Torpedo High Treason” oder die epischen, über-langen Tracks In Caesar We Trust” oder Time For Glory” voll zu überzeugen wissen und WHITE SKULL seit I Won’t Burn Alone” und Embittered” ihre Linie durchziehen, gibt es wenig Gründe, das neue Werk nicht auf dem Einkaufszettel zu notieren. Vielleicht wird es Nuclear Blast in Zukunft noch leid tun, die Azzurris nach nur einem Album gedroppt zu ha-ben. So ist man nun bei Udo Dirkschneiders Breaker-Label untergekommen. Wäre ja wohl auch gelacht, wenn ein Mann aus der göttlichen Solinger Stahlschmiede kein Ohr für den METAL hätte, oder?

Wings

Tracklist:

1.Burn, Rome, Burn 2.High Treason 3.The Roman Empire 4.Greedy Rome 5.In Caesar We Trust 6.Valley Of The Sun 7.Anubis The Jackal 8.Mangler 9.Celopatra 10.The Field Of Peace 11.Time For Glory

Breaker Records

VÖ: 28.08.2000

Wings
Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.