THE NIGHTINGALES: Sentimental Hospital

Diese Band hier hat ihre Wurzeln in Rovaniemi, der nördlichsten Stadt in Finnland. Bei so wenig Sonne im Jahr scheint es logisch, dass man einen psychischen Schaden abbekommt – diesen verarbeiten die nichts desto trotz sympathischen Jungs auf ihrem mittlerweile fünften Longplayer "Sentimental Hospital". Die alten Herren machen bereits seit 20 Jahren Musik und diese Leichtigkeit und Erfahrung hört man auch diesem Output an.

Der Namen der hier vorgestellten Nachtigallen hat mal so gar nichts mit der gleichnamigen Band aus Nordrhein Westfalen zu tun. Diese Band hier hat ihre Wurzeln in Rovaniemi, der nördlichsten Stadt in Finnland. Bei so wenig Sonne im Jahr scheint es logisch, dass man einen psychischen Schaden abbekommt – diesen verarbeiten die nichts desto trotz sympathischen Jungs auf ihrem mittlerweile fünften Longplayer Sentimental Hospital. Die alten Herren machen bereits seit 20 Jahren Musik und diese Leichtigkeit und Erfahrung hört man auch diesem Output an.

Der Garagenrock mit Rhythm-Blues Anleihen des Fünfers geht also ins Ohr, trotz der durchweg eingängigen Hooklines haben die Texte der Lieder einen ernsteren Hintergrund und bringen einen gelegentlich zum Nachdenken – dies ist wohl auch so beabsichtigt.

Der zweite Song ist direkt das Titellied der Platte und vor allem wegen des witzigen und zum Teil selbstironischen Textes der Mitgröler auf jeder Party. Zitat: 

… we happy Alcoholics we don´t need the clinics… we don´t need a report to throw up on the floor…

Could it be, an dritter Stelle positioniert, wirkt durch den Flanger an der Gitarre und die Orgel sehr sphärisch, dieser Song ist textlich praktisch das absolute Gegenstück zu seinem Vorgänger.

In Sun wird die Abwesenheit selbiger im finnischen Winter verarbeitet und dieses Lied bildet auch das wirklich tiefgründige Zentrum auf Sentimental Hospital.

Thank you my lord for plastic ist eine ironische Abhandlung auf die heutige Gesellschaft, technisch clever verpackt in harmonische Dur Akkorde in einer lustigen Tanz- und Rocknummer.

Mit Sparks haben die finnischen Nachtigallen auch ein schönes Gitarren- Instrumentalstück dabei, bei Hard Working Man symbolisiert das Schlagzeug das Anschlagen einer schnell schreibenden Person an der Schreibmaschine.

Der an einigen Stellen leicht schiefe, an einigen Stellen auch mehrstimmige Gesang macht die Platte umso sympathischer – allzu glatte Vocals hätten dem Album die Glaubwürdigkeit genommen. Trotzdem können alle Musiker der Band ihre Instrumente fehlerfrei spielen.

Eingefleischte Progrocker sind bei den finnischen Nachtigallen dennoch fehl am Platz, das hier ist purer Rock N Roll! Man kann sich bildlich vorstellen, dass das ein oder andere Bier zur Kreativitätssteigerung und bei der Aufnahme im Studio eine Rolle gespielt hat.

Live haben die Herrschaften übrigens auch spezielle Qualitäten, bei einem mit 10 Leuten sehr wenig besuchten Konzert in Erlangen stellte sich Sänger Marko persönlich bei jedem der anwesenden Gäste vor und widmete seinen Zuschauern jeweils einen Song der Setlist.

Gebt den Jungs die Chance für weitere Auftritte in Deutschland, hört euch das Dingen online an und kaufts beim Kioski!

Veröffentlichungstermin: Mai 2007

Spielzeit: 38:59 Min.

Line-Up:
Marko Kantola: vocals & bass
Ari Mäkitulkkila: drums
Pasi Pakarinen: guitar
Jukka Pirttijärvi: guitar & vocals
Jorma Pirttijärvi: piano & keyboards
Label: TUG Records/Hiljaiset Levyt

Homepage: http://nightingalesband.net

MySpace-Seite: http://www.myspace.com/nightingalesband

Tracklist:

01. Down Down Down
02. Sentimental Hospital (We Happy Alcoholics)
03. Could It Be
04. Sun
05. Thank You My Lord For Plastic
06: Don´t You Think He Was A Great Poet Too
07. Madman In The Rain
08. Geek Boogie
09. Senators & Slaves
10. Sparks
11. My Girl Loved Velvet Underground
12. Hard Working Man