THE ABSENCE: Riders Of The Plague

THE ABSENCE: Riders Of The Plague

Die aus der Tampa-Region in Florida stammenden THE ABSENCE haben sich nicht auf den in ihrer Heimat erfunden Death Metal festgelegt. Das ist gut so, denn THE ABSENCE haben mit ihrem zweiten Karrierealbum Riders Of The Plague ein feines Scheibchen in Sachen melodisch angehauchten Death/Thrash Metals abgeliefert. THE ABSENCE kann man gut als Bindeglied zwischen TESTAMENT und ARCH ENEMY bezeichnen. Das ist auf dem Blatt nicht die schlechteste Mischung und hört man sich das aktuelle Werk an, so kommt von der ersten Minute an Stimmung auf. Feine Thrash-Parts, wie man sie eigentlich von den Bay Area-Größen gewohnt ist treffen auf melodische, anspruchsvolle Death Metal-Anteile. Gerade diese lassen öfters Erinnerungen an ARCH ENEMY aufkommen. Technisch auf einem hohen Niveau vorgetragen, kann man die beiden Gitarristen Patrick Pintavalle und Peter Joseph ohne schlechtes Gewissen in einen Topf mit den Amott-Brüdern werfen. Die beiden schütteln sich immer wieder geniale Riffs oder einprägsame Leads aus dem Handgelenk und sollten sich spätestens seit Riders Of The Plague einen mehr als guten Ruf in der Szene gemacht haben. Variabilität wird bei den Amis ebenfalls groß geschrieben. Neben den schon erwähnten Thrash-Attacken bremsen die fünf Mucker immer wieder gekonnt das Tempo, wissen dabei fantastisch zu grooven und beweisen ein gutes Gespür für notwendige Hooklines. Auch vor akustischen Elementen macht die Truppe nicht halt und so bekommt der Hörer bei der Einleitung zum heftigen The Murder orientalische Saitenklänge geboten. THE ABSENCE haben es sogar geschafft mit Echos einen kleinen Death/Thrash-Hit zu schreiben, der trotz der vorherrschenden Härte sehr einprägsam ist und einen feinen Ohrwurmrefrain aufweist. Die eher im Death Metal-Bereich anzusiedelnden rauen, tiefen und zugleich leicht thrashigen Vocals von Jamie Stewart passen perfekt zum Sound und man würde sich genau solch eine Stimme auf den letzten ARCH ENEMY-Alben wünschen.
THE ABSENCE lassen es sich auf Riders Of The Plague nicht nehmen ihren Idolen TESTAMENT zu huldigen und plätten den Hörer durch eine kantige Into The Pit-Coverversion.
Riders Of The Plague wurde von Erik Rutan druckvoll produziert, macht verdammt Spaß und als Rezensent freut man sich zwischen dem vielen Ausschuss der letzten Wochen solch eine Death/Thrash-Scheibe zu besprechen. THE ABSENCE sollte man im Auge behalten.

Veröffentlichungstermin: 10.08.2007

Spielzeit: 55:26 Min.

Line-Up:
Patrick Pintavalle – guitar
Jamie Stewart – vocals
Jeramie Kling – drums
Peter Joseph – guitar
Nicholas Calaci – bass

Produziert von Erik Rutan
Label: Metal Blade Records

Homepage: http://www.theabsence.com/

Tracklist:
1. Riders Of The Plague
2. Dead And Gone
3. The Murder
4. Echos
5. World Divides
6. Prosperity (Instrumental)
7. –
8. Awakening
9. Merciless
10. Into The Pit (TESTAMENT-Coverversion)
11. The Victorious Dead
12. Outro

Psycho