SIRENIA: Dim Days of Dolor

SIRENIA: Dim Days of Dolor

Eine allzu lange Pause hat sich SIRENIA-Mastermind Morten Veland nicht gegönnt, um den The Seventh Life Path-Nachfolger einzuspielen. Gerade einmal eineinhalb Jahre sind seitdem vergangen, die die Norweger allerdings auch mit Tourneen und Personalsuche zubringen durften bzw. mussten. Der Line-up-Wechsel beim Gesang ist dann auch schon einer der markantesten Unterschiede zu den Vorgängeralben. Denn statt der allzu sanften Singstimme von Ailyn haben SIRENIA für die Nachfolgerin gewissermaßen im eigenen Pool gefischt, als dass Emmanuelle Zoldan schon lange dem Chor-Ensemble angehört. Und die Französin macht ihre Sache auch als Solistin recht gut, als dass sie ihre Stimme variantenreicher und auch kräftiger als ihre Vorgängerin einzusetzen vermag.

Musikalisch beeindruckt beeindruckt das achte Album SIRENIAs mit den erhabeneren Symphonic Metal-Tracks, die mit ihren Chören und etwaiger Dramatik punkten können wie der Opener Goddess of the Sea oder das abwechslungsreichere und etwas an DOL AMMAD erinnerende The 12th Hour. Aber gerade bei den Bombast-Nummern ist es dann auch schon festzustellen, dass sich die Norweger ein bisschen zu sehr auf durch Tempoverschärfungen, Gitarren-Leads und Chor-Passagen aufgepimpte Abschnitte verlassen. Denn wären derlei bei Tracks wie Elusive Sun oder Fifth Column nicht dabei, wären diese Songs doch eher mau.

Dass auch der Gothic Metal nicht zu kurz kommt, dafür sorgen poppigere Songs wie Dim Days of Dolor oder das langsamere Veil of Winter, wo einmal mehr SIRENIA-Dauergast Joakim Næss die männlichen Clean-Vocals beisteuert. Growls gibt es indessen kaum mehr. Generell wirkt Dim Days of Dolor geradliniger als noch der Vorgänger und setzt seine Akzente vermehrt beim Gesang und den Chor-Passagen. Und das ist auch gut so, sind das doch einige der Pluspunkte des neuen Albums.

Veröffentlichungstermin: 11.11.2016

Spielzeit: 56:00 Min.

Line-Up:
Morten Veland – Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboards & Programming
Emmanuelle Zoldan – Gesang & Chor
Jonathan A. Perez – Schlagzeug
Jan Erik Soltvedt – Gitarre

Gastmusiker:
Joakim Næss – Gesang (clean)
Damien Surian – Chor
Mathieu Landry – Chor
Emilie Bernou – Chor

Produziert von Morten Veland @ Audio Avenue Studios in Tau (NOR)
Label: Napalm Records

Homepage: http://www.sirenia.no

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/sirenia

Tracklist:
1. Goddess of the Sea
2. Dim Days of Dolor
3. The 12th Hour
4. Treasure n´ Treason
5. Cloud Nine
6. Veil of Winter
7. Ashes to Ashes
8. Elusive Sun
9. Playing with Fire
10. Fifth Column
11. Aeon´s Embrace

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.