RIGER: Streyf

555 – Fünf Jahre Warten, fünf Mitglieder, fünftes Album. Ist alles da oder fehlen 111?

Fünf Jahre nach Gjallar streift die Brandenburger Pagan Metal-Truppe RIGER wieder durch vertraute musikalische Gefilde. Mal melodiös, mal feiernd, mal ruppig gibt sich das nunmehr fünfte Album des Quintetts. Die Produktion geht in Ordnung, obwohl sie hier und da etwas unausgewogen wirkt und die Drums etwas flach klingen. Gravierende Mängel gibt es im Sounddepartement allerdings nicht zu verzeichnen.

RIGER schaffen fortan während über einer Stunde die Gratwanderung zwischen Härte und Melodie. Pagane Melodien, deutsche Texte ja – Kitsch und Kirmesgeklimper nein. Klar streifen die Deutschen die Pathos Grenze und mit Metall versuchen sie sich auch an einem (Party)kracher à la EQUILIBRIUMs Met, inklusive Mitgefühlt-ist-mitgebrüllt-Refrainlinie Wir sind Metall. Sensibel dann Geliebte Wut, wo geflüstert und geträumt wird à la DORNENREICH. Überhaupt fallen die immer wieder mal eingestreuten Akustikgitarrenparts positiv auf und die Gitarrenarbeit im Titeltrack erfreut bis zur letzten Minute des Albums. Gleichzeitig bleiben RIGER ihrer Handschrift treu und bewegen sich nicht allzu weit weg von bereits beschrittenen Pfaden.

Fazit: Zwar haben nicht alle Songs die Qualität von Metall, Geliebte Wut oder Streyf, aber RIGER geben sich abwechslungsreich und liefern ein gutes Album ab. Wer deutschen Pagan Metal mit einem Schuss Pathos aber ohne Jux und Dallerlei mag, kann bei Streyf somit bedenkenlos zugreifen.

Veröffentlichungstermin: 17.04.2009

Spielzeit: 63:47 Min.

Line-Up:
Ingo Tauer – Vocals
Christoph Hellmann – Gitarre
Nicola Jahn – Gitarre
Janko Jentsch – Bass
Alex – Drums

Label: Det Germanske Folket

Homepage: http://www.riger.org/

MySpace: http://www.myspace.com/rigerofficial

Tracklist:
1. Allbrandopfer
2. Ehr im Sieg, Ehr im Fallen
3. Nachtmahr
4. Hinter Mauern aus Stein
5. Metall
6. Geliebte Wut
7. Gier
8. Stammesbaum
9. Wenn das Licht uns nimmt
10. Zweites Gesicht
11. Streyf