OBSCURE INFINITY: Into The Vortex Of Infinity

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Es ist mir ja schon ein wenig peinlich, dass meine Rezension zum aktuellen OBSCURE INFINITY Album “Into The Vortex Of Infinity” erst mit einem dreiviertel Jahr Verspätung kommt. Irgendwie war der Kopf nicht frei, es fehlte die Inspiration, die richtigen Worte zu finden. Und dann kommt halt einfach auch das alles dazwischen, was man als berufstätiger Vater von zwei Kindern mit Eigenheim so Leben nennt. Nun ja, reden wir uns es doch so schön, dass die Band hierdurch zum Jahresende hin nochmal Aufmerksamkeit bekommt. Aufmerksamkeit, welche sich OBSCURE INFINITY definitiv verdient haben.

OBSCURE INFINITY bieten auch 2019 old school Death Metal auf höchstem Niveau

Denn auf “Into The Vortex Of Infinity”, ihrem inzwischen vierten Album haben OBSCURE INFINITY alles richtig gemacht. Ohne großes Image-Gekasper oder Ausflüge in andere Genres zocken OBSCURE INFINITY einfach großartigen old school Death Metal vor allem schwedischer Prägung. Mit “Embrace Obscurity” und “A Cosmic Disgrace” prügeln OBSCURE INFINITY uns zum Einstieg so richtig schön die Birne weich, lassen es sich aber nicht nehmen, die Raserei durch vergleichsweise melodische Soli aufzulockern. Jules´ kellertiefe growls machen allerdings zu jeder Zeit klar, wo der deathmetallische Hammer hängt. Mit “Invoke Deliverance” und “Void Of The Soul” hat die Band noch zwei weitere Geschosse des gleichen Kalibers auf “Into The Vortex Of Infinity” gepackt.

Neben brachialem Gehacke gibt es auf “Into The Vortex Of Obscurity” auch eine Menge Melodie

“Grotesque Face” wiederum ist das wohl melodischste Stück der Bandkarriere, welches mich stellenweise an DESULTORY erinnert. Und dann sind da noch die beiden überlangen Prachtstücke “Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II)” und “Swallowed By Time And Darkness“. Bei ersterem toben sich OBSCURE INFINITY musikalisch mal richtig aus. Nach einem melodischen Solo kommt ein von dezenten Violinenklängen und Akustikgitarre untermalter Sprechpart. Es folgt klagender Klargesang gefolgt vom klassischen Gehacke ala OBSCURE INFINITY. So gelingt es der Band über acht Minuten keine Langeweile aufkommen zu lassen. “Swallowed By Time And Darkness” ist von der Machart etwas puristischer aber nicht weniger kurzweilig gehalten, hat einen gewissen epischen touch und klingt mit einem langen, melodischen Instrumentalteil aus.

Ein passender Schlusspunkt für ein absolut fantastisches Death Metal-Album, das bisher ausgereifteste und beste Werk von OBSCURE INFINITY. Spielerisch und vom Songwriting her ist die Band auf Top Niveau und zelebriert hier vierzig Minuten lang kompromisslosen aber hoch musikalischen Death Metal. “Into The Vortex Of Obscurity” gehört in jede ordentliche Death Metal-Sammlung.

Veröffentlichungsdatum: 22.03.2019

Spielzeit: 40:48

Line Up:
Jules – vocals
Sascha – guitars
Stefan – guitars, bass
Kalle – drums

Produziert von: Jörg Uken @ Soundlodge Studios
Label: FDA Records

Facebook: https://www.facebook.com/obscureinfinitygermany/

OBSCURE INFINITY “Into The Vortex Of Obscurity” Tracklist

  1. Embrace Obscurity
  2. A Cosmic Disgrace
  3. Grotesque Face
  4. Invoke Deliverance
  5. Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II)
  6. Void Of The Soul
  7. Withering Starseed Under The Cosmic Vault
  8. Swallowed By Time And Darkness
agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.