METAL INQUISITOR: Ultima Ratio Regis

So einfach ist das mit METAL INQUISITOR: War gut, ist gut, bleibt gut!

Immer wenn ein neues METAL INQUISITOR-Album ansteht ist die Vorfreude bei mir groß. Denn auch wenn die Band leider immer noch eher ein Geheimtip ist, haben die Pfälzer in sechszehn Jahren Bandgeschichte bisher immer hohe Qualität abgeliefert. Wäre die Band etwas tourfreudiger, hätte sie ein fancy Image und wäre am besten noch aus Schweden, dann hätte sie mit Sicherheit einen anderen Status. Aber es ist gerade dieses Unprätentiöse, das METAL INQUISITOR so sympathisch macht. Das sind einfach echte Metal-Freaks, die Musik von Fans für Fans machen. Das Grundrezept der Band ist immer noch eine gesunde Mischung aus NWOBHM, einem Schuss US Metal und einer Prise Teutonic Steel. Der Gesang von El Rojo ist und bleibt Geschmackssache. Er hat auf jeden Fall eine prägnante Stimme, die sich deutlich vom Einheitsbrei abhebt. Mir gefällt´s. Völlig außer Frage steht die Qualität des Gitarrenspiels. Die beiden Gitarristen Blumi und T.P. haben, was die Riffs und Soli angeht, wirklich eine verdammt hohe Trefferquote. Die Riffs kommen immer auf den Punkt und bei den Soli merkt man, dass sie mit Bedacht geschrieben wurden.

Der Großteil der Songs hat einen starken NWOBHM-Touch. Aber die Jungs können auch anders. So hat Call The Banners zum Beispiel eine gewisse RUNNING WILD-Note. Wenn Meister Kasparek einen Song dieser Qualität noch mal auf die Reihe kriegen würde, wäre die alte Piraten-Kogge wohl noch auf Kurs, statt in flachen Gewässern rum zu dümpeln. Death On Demand wiederum zeigt die Vorliebe der Band für US Metal. Ganz großes Kino zelebriert Blumi auf der Leadgitarre ab etwa drei Minuten. Auch Riff-technisch liegt der Song ganz weit vorne. Mit dem melodischen Servant Of State haben METAL INQUISITOR ein weiteres Highlight an Bord. Das Riff klingt für mich irgendwie nach OZZYs Bark At The Moon. Insgesamt knüpft Ultima Ratio Regis sauber an die restliche Diskographie der Band an, ist ein weiteres, hervorragendes, traditionelles Metal-Album. Die Songs, der Sound – hier stimmt einfach alles. So einfach ist das mit METAL INQUISITOR: War gut, ist gut, bleibt gut!

Veröffentlichungstermin: 21.02.2014

Spielzeit: 44:05 Min.

Line-Up:
El Rojo – vocals
Blumi – guitars
T. P. – guitars
Cliff Bubenheim – bass
Havoc – drums

Label: Massacre Records

Homepage: http://www.metalinquisitor.de

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/metalinquisitor

Tracklist:
01. Confession Saves Blood
02. Burn Them All
03. Call the Banners
04. Black Desert Demon
05. Bounded Surface
06. Death on Demand
07. Self-Denial
08. Servant of State
09. The Pale Messengers
10. Second Peace of Thorn