MARILYN MANSON: Lest We Forget / The Best Of

MARILYN MANSON: Lest We Forget / The Best Of

Woran man merkt, dass das Weihnachtsfest vor der Tür steht? Ganz klar: Ab September stehen Schoko-Weihnachtsmänner in den Läden und unzählige Best Of oder Greatest Hits-Scheiben werden veröffentlicht. Auch MARILYN MANSON machen da keine Ausnahme. Nein, es gibt den Bandboss und Namensgeber nicht als Schokoladen-Nikolaus (was zweifelsfrei eine hervorragende Merchandise-Idee wäre, oder?), aber dafür gibt es das vermeintlich Beste aus den bisherigen sechs Studioalben auf einem Album zusammengefasst. So gut, wie diese Scheibe ist, so überflüssig ist sie auch – zumindest für den Fan, der alle bisherigen Werke bereits sein Eigen nennt. Denn von den zu hörenden 18 Tracks ist lediglich das DEPCHE MODE -Cover Personal Jesus neu (und dazu auch nicht wirklich überragend) und auch Long Hard Road Out Of Hell ist ein bereits veröffentlichter Song (wenn auch nur auf dem Spawn-Soundtrack“). Ansonsten wurde jedes Album (mehr oder weniger) bei der Songauswahl berücksichtigt, wodurch man die textliche und musikalische Entwicklung der Band recht gut nachvollziehen kann. Von Portrait Of An American Family (1994) gibt es Lunchbox und Get Your Gunn. Von Smells Like Children (1995) mit dem EURYTHMICS-Cover Sweet Dreams (Are Made Of This) nur einen Song. Vom 96er Antichrist Superstar gibt es dagegen mit The Beautiful People, Tourniquet und The Reflecting God drei Tracks. Von Mechanical Animals (1998) wurden The Dope Show und Rock Is Dead für Best Of-würdig befunden, während die beiden letzten Studioalbum – Holy Wood (2000) und The Golden Age Of Grotesque (2003) – mit je vier Songs vertreten sind. (The Love Song, The Fight Song, Disposible Teens und The Nobodies auf der einen, This Is The New Shit, mOBSCENE, (s)AINT und Tainted Love auf der anderen Seite).

Für mich sind MARILYN MANSON die ideale Verbindung zwischen Industrial-Klängen a la NINE INCH NAILS und traditionellem Shock’n’Roll im Stile eines ALICE COOPER – und klingen auch so. Und nein, ich werde hier keine Diskussion lostreten, ob Brain Warner ein begnadeter Künstler, ein hervorragender Entertainment, ein durchgeknallter Freak oder ein berechnender Provokateur ist! Für mich ist er ein extrem wandlungsfähiges Chamäleon, dass aber nicht böser als Bernd, das Brot oder HANSI HINTERSEER ist. Für Neueinsteiger und Die Hard-Fans mit Sicherheit interessant. Allen anderen empfehle ich den Kauf der Personal Jesus-Maxi-CD!

Veröffentlichungstermin: 27.09.2004

Spielzeit: 69:44 Min.

Line-Up:
Brian Warner (Marilyn Manson) : Vocals

John Lowery (John5) : Guitars

Tim Skold : Bass

Steve Bier (Madonna Wayne Gacy): Keyboards

Kenny Wilson (Ginger Fish) : Drums

Scott Mitchell (Daisy Berkowitz) : Guitars

Mike Nastasi (Zim Zum) : Guitars

Brad Stewart (Gidget Gein) : Bass

Jeordie Francis White (Twiggy Ramirez): Bass

Freddy Streithorst (Sara Lee Lucas) : Drums

Produziert von Marilyn Manson & Diverse
Label: Interscope Recrods / Universal

Homepage: http://www.marilynmanson.com

Tracklist:
1. The Love Song

2. Personal Jesus

3. mOBSCENE

4. The Fight Song

5. Tainted Love

6. The Dope Show

7. This Is The New Shit

8. Disposable Teens

9. Sweet Dreams (Are Made Of This)

10. Lunchbox

11. Tourniquet

12. Rock Is Dead

13. Get Your Gunn

14. The Nobodies

15. Long Hard Road Out Of Hell

16. The Beautiful People

17. The Reflecting God

18. (S)aint