LOUDBLAST: Frozen Moments Between Life And Death

Solide Handwerkskost für Freunde des semi-technischen Death Metals der Neunziger

Jaja, Legenden in Frankreich, blabla, LOUDBLAST als Vorreiter, und so weiter. So richtig überzeugt haben mich diese Veteranen aber noch nie. Frozen Moments Between Life And Death ist eine neue Herausforderung für eine Band, die wenige Jahre nach ihrer Auflösung mit einem eher durchschnittlichen Album wie Planet Pandemonium zurück auf der Bildfläche erschien – und gnadenlos unterging. Weitere sechs Jahre später haben LOUDBLAST immerhin einen neuen, recht guten Leadgitarristen an Bord und spielen Death Metal, wie vor fünfzehn Jahren, sind altmodisch und auf alte Stärken besonnen. Nein, schlecht ist Frozen Moments Between Life And Death nicht, die Death Metal-Band agiert mit Weitblick, groovt, bietet sogar recht anspruchsvollen Death Metal, mit guten Riffs und knurrendem Gegrunze, der Freunde von simpleren DEATH und MORGOTH durchaus zusagen wird.

Neben Stücken, die sich mitunter etwas ziehen, wie das Titelstück, Emptiness Crushes My Soul und Nosce Te Ipsum gibt es erfreulicherweise auch ein paar griffigere Nummern, wie das epische Cold Blooded Kind, das drückende Towards Oneness und das mächtige Hazardous Magic. Somit sind die vierzig Minuten nicht nur von Durchschnitt, sondern auch von wirklich guten Momenten gekennzeichnet. Spielerisch geht Frozen Moments Between Life And Death völlig in Ordnung, nichts überdurchschnittlich Gutes wird geboten, aber natürlich auch kein Müll. Die lange Erfahrung hört man den Musikern an, abartige Tech-Death-Kost wird nicht geboten, dafür solides Songwriting. Ein fairer Deal, auch für die Zielgruppe, die garantiert keine böse Überraschung erlebt.

LOUDBLAST haben sicherlich nicht dein einfachsten Weg im Business gewählt, und doch haben sie noch eine Fanbasis, auf die sie vertrauen kann – das eher traditionell orientierte Publikum wird Frozen Moments Between Life And Death gerne ein Ohr schenken. Grundlos passiert das nicht, denn das zweite Album von LOUDBLAST nach der Reunion ist routinierte Handwerkskost, solide produziert, mit einem wie üblich schön bizarrem Artwork. Um Death Metal-Hörer jeglicher Colheur zu begeistern reicht das natürlich nicht aus, aber ich bin mir nicht so sicher, ob LOUDBLAST hiermit auch wirklich Hörer von SUFFOCATION bis NECROPHAGIST ansprechen wollen.

Veröffentlichungstermin: 18. April 2011

Spielzeit: 41:46 Min.

Line-Up:

Stéphane Buriez – Vocals, Guitar
Drakhian – Guitar
Alex Lenormand – Bass
Hervé Coquerel – Drums

Label: XIII Bis Records

Homepage: http://loudblast.org/

Mehr im Netz: http://www.myspace.com/loudblast

Tracklist:

1. Frozen Moments Between Life And Death
2. Neverending Blast
3. Emptiness Crushes My Soul
4. Cold Blooded Kind
5. Towards Oneness
6. The Bitter Seed
7. Nosce Te Ipsum
8. Hazardous Magic
9. To Bury An Empire