INVOKER: Aeon

INVOKER: Aeon

Gefällige Alben gibt es immer wieder – und manchmal vergisst man diese auch wieder. Ein Schicksal, das auch Aeon blühen könnte. Denn obwohl das zweite Album von INVOKER gut klingt und die Hausaufgaben in Sachen Melodic Death / Black Metal fehlerfrei zu Papier gebracht wurden, so frage ich mich, ob ich in ein paar Wochen noch eine Melodie nachzusummen oder einen Track dieses Albums zu benennen vermag.

Die Band aus Sachsen-Anhalt startet nach einem kurzen Instrumental gleich einmal mit einem guten Titeltrack, der vor allem mit Groove und schönen Lead-Melodien ausgestetattet ist. Und obwohl der Song durchgehend gefällt, passiert in den gut sechs Minuten zu wenig. In dieser Tonart geht es auch weiter, ehe Lawless Hunter dann einmal kurzzeitig das Tempo in der Mitte mit einer Blast Beat-Passage anzieht.

Das Akustik-Interludium The Wolves Chant leitet dann die zweite Hälfte des Albums ein, wo es auch wieder gute, aber wenig einprägsame Tracks wie das mit guten Lead-Melodien ausgestattete Engulfed for Millions of Years oder den langen und kraftvollen Rausschmeißer Woods of Nothingness gibt.

Gesanglich liefert Tino Büttner einen ansprechenden Part, als dass die Growls guttural schön zur Geltung kommen. Emotion und Variabilität lassen aber zu wünschen übrig. An den Instrumenten wird auch ordentliche Arbeit verrrichtet – insbesondere die Lead-Gitarren wissen zu gefallen, wie auch die Produktion. Dennoch, von Aeon bleibt ein Stück weit zu wenig hängen – und das, obwohl die Scheibe keineswegs schlecht ist.

Veröffentlichungstermin: 30.10.2015

Spielzeit: 44:00 Min.

Line-Up:
Tino Büttner – Gesang & Gitarre
Tino Schumann – Schlagzeug
Christian Ulbrich – Gitarre
Florian Jäntsch – Bass

Gast-Musiker:
Alexander Hey – Piano
Karl Just – Violine

Produziert von Christian Lausch @ Blackinsound Studio
Label: Non Serviam Records

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/InvokerOfficial

Tracklist:
1. Hunger
2. Aeon
3. Secrets of Seed
4. Lawless Hunter
5. The Wolves Chant
6. In the Womb of Arrogance
7. Engulfed for Millions of Years
8. Across the Abyss
9. Woods of Nothingness

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.