HUMANITY´S LAST BREATH: Välde

HUMANITY´S LAST BREATH bieten mit “Välde” schwere und unbequeme Deathcore-Kost, dessen Reife, Dichte und Schwere gleichsam beeindruckt wie fordert.

Ein schwieriges Album, dieses “Välde”. Und auch ein schweres. So, wie es der geschliffen wirkende Monolith auf dem Cover andeutet. Ein Artwork im Übrigen, das fraglos von Mariusz Lewandowski stammen muss, dessen Werke prädestiniert für Funeral Doom und den (mitunter Downtempo) Deathcore von HUMANITY´S LAST BREATH sind.

“Välde” anzuhören gleicht einem Kraftakt, der zermürbt

Der Hörer wird gleich zu Beginn daran gehindert, gut in der Musik anzukommen. Nach dem kurzen Instrumental “Dödsdans” machen die Schweden mit “Glutton” gleich Nägel mit Köpfen, als dass sie die Essenz des Albums zu dreieinhalb Minuten komprimieren. Überraschende Breakdowns, Downtempo, kurzzeitige Melodien, plötzliche symphonische Elemente, schräge Verzerrer und das Vorhaben, den Hörer ja nicht in Sicherheit wiegen zu lassen, dass er wissen könnte, wie es mit dem Song weitergehen wird. Dieses Spiel setzen HUMANITY´S LAST BREATH auf dem gesamten Album fort. Das macht “Välde” überaus fordernd, mühsam und unbequem. Aber es steckt auch eine gewisse Unnahbarkeit dahinter. Auch wenn man sich in den Songs wie mittendrin in der unbequemen Kälte fühlt, so hat man dennoch nie das Gefühl, dass man den Song zu fassen bekommt. “Välde” anzuhören gleicht demnach wie einem ausweglosen Kampf, einem Kraftakt, der zermürbt, selbst wenn man dann und wann mit erwartbareren Strukturen und Melodien verwöhnt wird – wie bei “Futility” oder “Dehumanize”, die beide (leider) ausfaden, so als wollte die Band damit etwas ausdrücken. Andere Songs geben einem dagegen nichts außer Mühsal (“Earthless”) und monolithischer Schwere (“Vittring”).

HUMANITY´S LAST BREATH haben mit “Välde” ein sehr reif wirkendes Album abgeliefert, das dem Hörer sehr viel an Kraft abverlangt. Hört man das dritte Album der Schweden intensiv und aufmerksam an einem Stück, so vernimmt man zum Schluss nicht nur Stille sondern auch sein eigenes angestrengtes Atmen. Wer sich eine derart schwere und unbequeme Kost antun möchte, ist bei HUMANITY´S LAST BREATH bestens aufgehoben.

Veröffentlichungstermin: 12.02.2021

Spielzeit: 51:29 Min.

Line-Up:
Buster Odeholm – Gitarre
Filip Danielsson – Gesang
Calle Thomer – Gesang
Klas Blomgren – Schlagzeug

Prouziert von Buster Odeholm @ Impact Studios

Label: Unique Leader Records

Mehr im Netz: https://humanitys-last-breath.com
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HUMANITY´S LAST BREATH “Välde” Tracklist

1. Dödsdans
2. Glutton (Lyric-Video bei YouTube)
3. Earthless
4. Descent
5. Spectre
6. Dehumanize (Audio bei YouTube)
7. Hadean
8. Tide (Video bei YouTube)
9. Väldet
10. Sirens
11. Futility
12. Vittring (Video bei YouTube)