GAMMA RAY: No World Order!

GAMMA RAY: No World Order!

Über GAMMA RAY noch großartig in Details gehen zu müssen, verbietet sich eigentlich von selbst. Deswegen auch gleich zum Kern der Dinge: die Jungs um Kai Hansen haben mit „No World Order!“ ihr wahrscheinlich zugänglichstes Werk bisher aufgenommen. Sie sind damit allerdings in weiten Teilen auch viel weniger bombastisch, verspielt aber auch weniger berechenbar geworden. Man findet mit „Dethrone Tyranny“ oder „Solid“ natürlich nach wie vor liebgewonnenen GAMMA RAY-Stoff, der hohe Geschwindigkeit mit viel Melodien und einprägsamen Refrains verbindet. Daneben habe die Hanseaten allerdings den Fuß zum Teil extrem vom Gas genommen und orientieren sich in großen Teilen an JUDAS PRIEST (extreme „Painkiller“-Anleihen in „The Heart Of The Unicorn“ und „Eagle“, aber auch in anderen Songs entdeckt man das eine oder andere Riff der Herren Tipton/ Downing), als diese noch eine echte METAL-Band waren und es nicht nötig hatten, sich in Richtung Grunge-und-New-Metal-für-Arme „weiterzuentwickeln“. Da der sympathische Vierer diesen Spagat aber mit enormer Wucht und Durchschlagskraft auf die Bretter kachelt, gibt’s nur eins zu konstatieren: vielleicht nicht unbedingt das beste GAMMA RAY-Album, aber mit Sicherheit das Bestverkaufte! Denn „No World Order“ hat wirklich für jeden etwas. Oder anders herum: diese CD bietet eigentlich keine Angriffspunkte. Denn wie singt schon Kai Hansen selbst? „Follow me – satisfaction guarantee“. Genau!

Wings

Besetzung:

Kai Hansen – v, g

Henjo Richter – g

Dirk Schlächter – b

Daniel Zimmermann – dr

Tracklist:

1.Induction 2. Dethrone Tyranny 3. The Heart Of The Unicorn 4.Heaven Or Hell 5. New World Order 6.Damn The Machine 7.Solid 8.Fire Below 9.Follow Me 10.Eagle 11.Lake Of Tears

Produzent: Kai Hansen und Dirk Schlächter

Label: Metal-Is Records

Spielzeit: 51:58

Wings
Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.