GAMMA RAY: Empire Of The Undead

GAMMA RAY: Empire Of The Undead
Kürzlich hatte ich noch über die Qualität des neuen GAMMA RAY-Albums gemutmaßt. Jetzt hat das gute Stück seinen Weg zu mir gefunden und ja, mit Empire Of The Undead haben GAMMA RAY einen echten Kracher abgeliefert. Ein Album mit einem zehnminütigen Epos zu beginnen ist mutig. Wenn der Song aber die Qualität von Avalon aufweist, muss man sich keine Sorgen machen, dass man den Zuhörer langweilen könnte. Nach dem ruhigen Intro geht der Song als Mid Tempo-Stampfer los. In der Mitte kommt ein Part, der mich an W.A.S.P. zu Crimson Idol-Zeiten erinnert, fast direkt im Anschluss folgt eine geile IRON MAIDEN-Hommage. GAMMA RAY ziehen bei diesem Epos wirklich alle Register. Alleine für diesen Song lohnt sich die Anschaffung von Empire Of The Undead schon. Aber keine Angst, es geht noch weiter. Mit dem folgenden Hellbent lassen GAMMA RAY es richtig krachen. Die Bridge ist eigentlich typischer, melodischer GAMMA RAY-Stoff, die Strophe und der Refrain sind aber deutlich härter. Das dürfte eine der härtesten Songs sein, den GAMMA RAY je geschrieben haben. 
Born To Fly klingt nach JUDAS PRIEST, während der Refrain dann eher in die Happy Metal-Richtung geht. Der Titelsong ist eine rasante Speed Metal-Nummer, bei der teilweise Erinnerungen an ganz alte METALLICA wach werden. Bei der Ballade Time For Deliverance muss ich zumindest im Refrain irgendwie an QUEEN denken. Dazu gesellen sich klassische Melodic Metal-Songs wie Master Of Confusion oder Seven in bester GAMMA RAY-Tradition. Das alles macht Empire Of The Undead zu einem richtig starken Album, welches ich so von GAMMA RAY gar nicht mehr erwartet hatte und mit dem sie sich an die Spitze der deutschen Metal-Alben dieses Jahres setzen. Da kommen höchstens noch SINBREED mit ihrem neuen Album Shadows mit. Sorry Lars und Piet, auf dem Thron des norddeutschen Metal sitzt immer noch Kai Hansen. 

Veröffentlichungstermin: 28.03.2014

Spielzeit: 56:46 Min.

Line-Up:

Kai Hansen – vocals, guitars
Henjo Richter – guitars
Dirk Schlächter – bass
Michael Ehré – drums

Label: Ear Music

Homepage: http://www.gammaray.org

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/gammarayofficial

Tracklist:

01. Avalon
02. Hellbent
03. Pale Rider
04. Born To Fly
05. Master Of Confusion
06. Empire Of The Undead
07. Time For Deliverance
08. Demonseed
09. Seven
10. I Will Return
11. Built A World (European bonus track)
agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.