FOREST OF IMPALED: Forward the Spears

Wenn ihr mal wieder ein gutes Black/Death Metal-Brett braucht, "Forward the Spears" kann ich euch nur empfehlen.

Erstaunlich, an Black Metal habe ich in diesem Jahr bislang noch gar nicht so richtig gedacht und dann kommt auf einmal aus einem so profanen und gänzlich untruem Land wie den USA eine absolute Granate daher. FOREST OF IMPALED heißen sie, die Fieslinge, die hier genretypisch über Tod und Teufel singen, sich im Gegensatz zu ihren skandinavischen Kollegen nicht die Blöße geben und sich auf ein stupides Image reduzieren lassen.

Doch ihre musikalische Klasse kommt nicht von ungefähr, denn ihre Musik ist deutlich im Death Metal verwurzelt, der zusammen mit dem sehr im Vordergrund stehenden Black Metal nichts definitiv Neues bieten, aber ihre Musik dennoch sehr ambitioniert zum Besten geben. Dazu gehört auch der Wille, das Material richtig darzubieten. Will heißen: Die Musiker können spielen und die Scheibe hat einen professionellen – wenn auch etwas zu dünnen – Sound.

Auch die Songs an sich enttäuschen den Hörer nicht, so legen FOREST OF IMPALED zu Beginn gleich mit dem gewaltigen Titelsong los, der alles zertrümmert, was nur geht. Mies gelaunt und brutal, mit richtig guten Schraddelriffs und gemeinem, abwechslungsreichem Gekreische, das sich mit sicken Growls abwechselt. Das Material ist auf durchgehend auf recht hohem Niveau, doch Thy Mighty Servant und das melodische Into the Mouth of Oblivion stechen hervor. Gerade die Riffs, die teilweise auch sehr hymnisch wie bei SATYRICON wirken – was bei dieser Geschwindigkeit erstaunlich ist – tragen viel zur Intensität von Forward the Spears bei. Besonders positiv fällt ihr Drummer auf, der absolut tight und schnell die sehr kurzweiligen 40 Minuten durchballert, als gäbe es nichts einfacheres. Respekt!

Gibt es noch Fragen? Schon mal vorab, eine gewisse Britney hat mit dieser Scheibe nichts zu tun und im Kitsch versinken FOREST OF IMPALED auch nicht deshalb, weil sie Corpsepaint tragen. Wenn ihr mal wieder ein gutes Black/Death Metal-Brett braucht, Forward the Spears kann ich euch nur empfehlen.

VÖ: bereits erschienen

Spielzeit: 40:42 Min.

Line-Up:
Marek Trela – Guitars

Adrian Adamus – Guitars

Marcus M. Kolar – Bass, Vocals

Duane Timlin – Drums

Produziert von Chris Djuric und FOREST OF IMPALED
Label: Red Stream

Homepage: http://www.forestofimpaled.com

Tracklist:
1. Forward the Spears

2. The Fall of the Trinity

3. Thy Mighty Servant

4. I Am the Temple to Eternal Death

5. Hand of Vengeance

6. Sons of Cain

7. The Call of Death´s Dark Horn

8. Orgy of Unearthly Delights

9. Into the Mouth of Oblivion

10. Death I Have Become Thee