EUFOBIA: Cup Of Mud

Innovationsloser, blutleerer Death-Thrash Metal aus einem metallsichen Entwicklungsland.

Jetzt mal ganz ohne Sarkasmus: Bulgarien ist ein Entwicklungsland in Sachen harter Musik. Und man muss schon zugeben, dass EUFOBIA dieser Zeit noch ein wenig hinterher hecheln. Mit einer reichlich unspektakulären Mixtur aus Death und Thrash Metal, die einerseits zwar recht modern klingt, andererseits sich aber von frühen METALLIC und alten SEPULTURA beeinflusst zeigt, ziehen die jungen Bulgaren in den Krieg.

Das alles wird in ein hochmodernes, aufpoliertes Soundgewand gepackt, das gerade in Sachen Schlagzeug sehr unecht und programmiert klingt, wodurch sich der Hörer an heftige FEAR FACTORY erinnert fühlt. Trotz dem vielversprechenden Beginn in Violin, das eine wohldosierte Mischung aus groovigem Death-Thrash-Metal und interessanten Spielereien an der Leadgitarre ist, geht es danach zügig bergab. Instrumental zeigen die vier Musiker keine Schwächen, gerade im Bereich der Leadgitarren überzeugen EUFOBIA, diese oftmals orientalisch anmutenden Einschübe reichen aber nicht, um das Material aus der völligen Belanglosigkeit zu retten. So zieht sich Cup Of Mud, das Zweitwerk der Musiker aus Sofia, trotz seiner kompakten Länge von gerade einmal zweiunddreißig Minuten arg hin. Hätten EUFOBIA mehr Wert auf die leichtfüßigen, verspielten Momente wie im Opener gelegt, dann würden sie auf dem richtigen Weg wandeln. So ist Cup Of Mud nur eine weitere Death-Thrash-Platte, die durch ihre Ausführung zwar überzeugt, in Sachen Ideenreichtum aber mangelhaft ist. Das gilt auch für die beiden professionell gedrehten, aber innovationslosen Videoclips, die sich als Bonus dem Zweitwerk EUFOBIAs wiederfinden. Da müssen sich unsere Südeuropäischen Freunde noch etwas mehr einfallen lassen, um uns künftig überzeugen zu können.

Veröffentlichungstermin: 11. Juni 2011

Spielzeit: 31:59 Min.

Line-Up:
Niki – Guitar, Vocals
Ivan – Guitar
Steff – Bass, Vocals
Blago – Drums, Vocals

Label: Wizard Ltd.

Homepage: http://www.eufobia.com

Tracklist:
1. Violin
2. Maligna
3. Laid To Rest
4. Believer
5. Cruel Child
6. Rain Of Snails
7. Frog
8. Mud
9. Silver Air
10. Violin