DON´T: Have Some Fear (Eigenproduktion)

Nach eigenen Angaben der nordischen Jungs stellt der Stil "Deashcore" eine Mischung aus Death, Thrash und klassischem Metal mit einer Prise Hardcore dar. Diese Umschreibung kann man durchaus durchgehen lassen…

Aus Hamburg erreicht uns eine neue CD von DON´T, der „Deashcore“-Formation, die anscheinend schon einiges an Erfahrung in ihrer mittlerweile zehnjährigen Laufbahn sammeln konnte. Nach eigenen Angaben der nordischen Jungs stellt der Stil „Deashcore“ eine Mischung aus Death, Thrash und klassischem Metal mit einer Prise Hardcore dar. Diese Umschreibung kann man durchaus durchgehen lassen.

Viele Stile und Ideen finden sich also in der Musik des Vieres wieder. Zur Folge hat dies allerdings, dass es manchmal wirkt, als würden nicht eine, sondern mehrere Bands auf diesem Album vertreten sein. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Qualität des Materials. Einige Songs lassen wirklich die Frage offen, warum diese Band noch keinen Deal hat. Hier treffen coole und rockende Riffs auf ungemütliche Atmosphäre und einen fetten Groove. Der Gesang reicht von Growls und Hardcore-Gegröle bis hin zu dunklem Sprechgesang. Spärlich werden Melodien eingesetzt, die aber dann gewaltig kommen und den Liedern immensen Wiedererkennungswert verleihen.

Songs wie „Hölleluja (Christi Höllenfahrt)“, der den absoluten Hit der Band darstellt, und das dreckige „Lucy Loves Me“ rocken voll los und machen richtig Spaß. Der an TOTENMOND erinnernde Opener „Dein Reich komme“, das im Refrain mit dezenten Keyboards untermalte „Leichenhunger“ und der abschließende 10-Minuten Wälzer „Have Some Fear“ stehen mit deren beunruhigenden Atmosphären gegenüber. Gerade „Dein Reich komme“ und der Titeltrack haben tolle Songaufbauten und sind richtig spannend.

Als kleiner Kritikpunkt seinen „In meinem Kopf“ und „Crack the World“ angemerkt, welche zwar nicht schlecht sind, aber etwas gesichtslos erscheinen und schnell wieder in Vergessenheit geraten. Ihnen fehlt einfach das gewisse etwas. Außerdem ist der Sound etwas dumpf geraten, aber trotzdem lassen sich alle Instrumente tadellos raushören.

Für Metalcore-Fans sicherlich eine zu empfehlende Scheibe, da außerdem die professionelle Aufmachung, Quantität und Qualität zu bestechen wissen.

Kontakt:

Stefan Santag

Pagenfelderstr. 2

22111 Hamburg

040 – 650 628 65

0172 – 522 98 46

Spielzeit: 44:17 Min.

Line-Up:
Thomos Antl – Vocals

Stefan Santag – Guitar, Vocals

Dennis Lippke – Bass

Jörg Jansen – Drums

Homepage: http://www.leichenhunger.de

Email: leichenhunger@web.de

Tracklist:
1. Dein Reich komme

2. Durch meinen Kopf

3. Hölleluja (Christi Höllenfahrt)

4. Leichenhunger

5. Jokerdays

6. Crack the World

7. Lucy Loves Me

8. Have Some Fear