DEMON DRIVE:…four play

DEMON DRIVE:…four play

Ich muß wohl zu meiner Schande gestehen das ich DEMON DRIVEs Werdegang erst seit ihrem Heroes-Album effektiv verfolgt habe. Die alten CASANOVA-Sachen, aus dieser Band um Michael Voss entstanden DEMON DRIVE vor vier Alben, habe ich als nicht so spektakulär in meinem zelebralen Hinterstübchen eingemottet. Wobei die die-hard-Hardrockszenerie auf den Kult um CASANOVA schwört… hmmm, gut. Schon nach den ersten Tracks wird klar das hier ´ne Menge Erfahrung mitspielt, denn DEMON DRIVE verstehen es durchaus, recht amerikanisch daher zu rocken und brauchen sich tendentiell erstmal nicht hinter Übersee-Szenegrößen zu verstecken. Sicher, mit Hardrock begibt man sich heutzutage (…nach dem großen sell-out in den Siebzigern/Achtzigern!) wohl auf ein sehr dünnes Eis und büßt sicherlich eine Menge Innovation ein, denn: Alles irgendwie schonmal bei X, Y oder Z gehört. Doch das wäre und ist jetzt ein wenig zu pauschal. Ich persönlich vermisse bei …four play ein wenig den Hitfaktor einiger Songs (Time Machine) und habe teils das Gefühl die Jungs lassen hier ein wenig sehr viel Blues´n Rock influences durchschimmern, was die Songs teils sehr monoton und langweilig klingen läßt. Auch die sehr geilen spherische Passagen von Heroes sind gänzlich untergebuttert worden, sehr schade. Zudem fehlt mir ein wenig der kick ass-Faktor, welchen auch bluesbeeinflusste Kapellen gerne haben dürfen. So klingt …four play zwar durchaus international professionell, lässt aber in der B-Note durchaus Federn, was heissen will das man hier ein wenig zuuuu sehr auf Sicherheit spielt und sich teils in Gedudel verliert. Ein bischen mehr Elan und Rock´n Roll hätte dem Album mit Sicherheit nicht geschadet und hinterlässt so einen ziemlich faden Nachgeschmack. Auf den Punkt gebracht: …four play klingt müde, …so müde das mir Highlights leider gänzlich entgangen zu sein scheinen. Ich war sehr gespannt auf dieses Album, greife aber auch nach dem dritten Hördurchgang wieder zu Heroes, weil dieses Album meineserachtens nach einfach mehr Power besitzt und sich auch in einer Flut von Hardrockbands durchzusetzen weiß. Obwohl mir in der Regel schlechte Alben am Allerwertesten vorbei gehen, muß ich sagen das ich in dieses Album weitaus

höhere Erwartungen gesteckt habe …schade!

TRACKLIST:

1. Roller Coaster Ride

2. Devil Woman

3. Misdemeanor

4. Dance Into the Music

5. Here comes that feelin´again

6. She goes…

7. Waterfall

8. Northern Light

9. Room No. 17

10. Because of you

11. Remember where you heard it first

LABEL:

Escape Music

Spielzeit: 44:46 Min.

Homepage: http://www.demondrive.de/