DEATH REALITY: Bloodprints

Sachsens Hardest?

Band: DEATH REALITY. Titel: Bloodprints. Herkunft: Deutschland. Stil: Vorschlaghammer Death Metal – Netter Steckbrief. Und dann wird einem noch erkärt, dass Bands der frühen Neunziger wie OBITUARY, CANNIBAL CORPSE, MONSTROSITY und DEICIDE daran schuld sind, dass es diese Band gibt. Dann wissen wir ja, wem wir zu danken haben. Gut, wären wir aber auch ohne den Hinweis drauf gekommen. DEATH REALITY machen konventionellen Death Metal. Tod im Bandnamen. Blut im Titel, Blut auf dem Cover, und von Blumen singen sie sicher auch nicht. An Klischees kann man sich also satt essen, bei den Sachsen.

Musikalisch gehen die Mädels aber ordentlich an die Sache ran. Brutal und technisch, dort mal knüppelnd, hier mal groovend, manchmal schnell, manchmal nicht ganz so schnell, aber immer sehr heavy.

Natürlich kann man sich bereits jetzt ganz gut vorstellen, wie DEATH REALITY klingen, bleibt nur noch die Frage, was nun unter dem Strich dabei geraus kommt. Um es so zu sagen: Die Band hat bis jetzt alles richtig gemacht. Der dritte Longplayer tritt Po im 8/8 Takt, kommt im gut gefüttertem Soundmantel und heizt uns im Winter folglich gut ein. Songs, wie Bloodprints oder Trailblazer kann man durchaus ganz gern haben. Den Rest auch. Vor allem Chamber Of Desolation kann man durchaus lieben, superber Song! So dürfte es klingen, wenn CANNIBAL CORPSE auf DEICIDE treffen.

Da die Musiker eher auf technische Earcatcher und Brachialität Wert legen ist`s mit der Eingängigkeit natürlich nicht so weit her. Das mindert den Genuß zwar nicht, aber hinterher stellt man sich wieder die Frage, wo welches Lied aufgehört hat, wieviele Lieder man gehört hat und welche von den dreitausend potentiell guten Death Metal Bands das nun sein könnte. Nun gut, ganz so ist es nicht, denn auch wenn der Wiedererkennungswert etwas darunter leidet, hat doch Death Metal nicht unbedingt mit Eingängigkeit zu tun, oder? Eben. DEATH REALITY verstehen ihr Handwerk. Mehr als gut sogar, und wer auf brutalen Death Metal technischer Natur steht, der wird hier auch schwer vorbeikommen. Ehrlich.

Veröffentlichungstermin: 13.12.2004

Spielzeit: 32:39 Min.

Line-Up:
Michael Gasch – Gitarre

Michael Müller – Gitarre

Jürgen Naumann – Vocals

Martin Ryzerski – Drums

Tobias Rüster – Bass, Backing Vocals

Produziert von Joerg Uken & DEATH REALITY
Label: Morbid Records

Homepage: http://www.deathreality.de

Email: mailto:info@deathreality.de

Tracklist:
01. Bloodprints

02. Your Epitaph Is Written

03. Awaren The Revenge

04. Trailblazer

05. Ingenuous Thoughts

06. Wages Of Eternal Death

07. Divine Sickening Tragedy

08. Chamber Of Desolation

09. Carnal Desires