CYNICISM: The Path Of Self-Sacrificing Destruction [EP] [Eigenproduktion]

CYNICISM: The Path Of Self-Sacrificing Destruction [EP] [Eigenproduktion]

Trotz der namensbedingten Nähe haben CYNICISM mit den zurecht vergötterten Technikern von CYNIC nichts zu tun. Bei CYNICISM handelt es sich um eine ambitioniertes, deutsches Einmann-Projekt, welches sich dem Dark Metal verschrieben hat. Die EP The Path Of Self-Sacrificing Destruction ist das erste Lebenszeichen von Lindwurms Schaffen unter diesem Banner und man merkt, dass der Schöpfer schon vorher in anderen Bands tätig gewesen sein muss.

Dieser Eindruck entsteht nicht nur durch die Produktion, welche für eine Eigenproduktion ganz in Ordnung geht. Nein, auch die dargebotene Musik erhärtet die These, dass hier kein Grünschnabel am Werk ist. Klar erscheint das Intro ob der kurzen Spielzeit der EP etwas überflüssig, aber bereits Inhaling the Poison entschädigt die Hörerschaft mit düsterem Metal, der nach den 90er Jahren klingt und Reminiszenzen an die alten Zeiten von PARADISE LOST aufkommen lässt. Im sehr gelungenen, ja faszinierenden, Ravenous Blood zitiert CYNICISM dann vor allem die Seasons und Stormbirds-Ära von EVEREVE, doch auch einige ältere Alben von MY DYING BRIDE und den DREADFUL SHADOWS dürften im CD-Regal des Lindwurms stehen. Trotz dieser Reminiszenzen verkommt The Path Of Self-Sacrificing Destruction nicht zu einer Sammlung von kopierten Anleihen, sondern bietet melancholischen und stets düsteren Dark Metal, der genauso gut vor zehn Jahren hätte kredenzt werden können. Auf übertrieben technische Spielereien wird verzichtet, allerdings sei anzumerken, dass Lindwurm sowohl das Grunzen als auch die Tücken der cleanen Vocals meistert.

Alles in allem also ein etwas kurzer Ausflug in die 90er Jahre, der jedoch Lust auf mehr macht, denn trotz einer fast schon altmodischen Atmosphäre wirken CYNICISM nicht angestaubt. Wer sich für diese düsteren Klänge interessiert, kann die gesamte EP auf der Website der Band gratis herunterladen und sich so selbst ein akustisches Bild davon machen.

Veröffentlichungstermin: 01.04.2006

Spielzeit: 18:08 Min.

Line-Up:
The Lindwurm: Gesang, alle Instrumente

Produziert von The Lindwurm
Label: Eigenproduktion / Winter Solitude Promotion

Homepage: http://www.cynicism.de

Email: lindwurm@cynicism.de

Tracklist:
1. Procreating Nightmares
2. Inhaling the Poison
3. Ravenous Blood
4. Tragedy
5. Into the Depths of an unknown Hell

Arlette Huguenin Dumittan
Arlette ist seit 2000 bei vampster und unsere Schweizer Fachfrau für schwarze Musik und vegane Backrezepte. Lieblingsbands: DARKTHRONE, MAYHEM, HAIL OF BULLETS. Genres: Black Metal, Death Metal, Dark Metal/Rock.