Crystal Ball - Virtual Empire Cover

CRYSTAL BALL: Virtual Empire

Aus der Schweiz kommt nicht nur Käse. Einer der besten Beweise: die Melodic Rockband CRYSTAL BALL.

CRYSTAL BALL wurden bereits im Jahre 1995 – damals noch als reine Cover-Band – unter dem Namen „Cherry Pie“ gegründet. Heute, sieben Jahre später legen die Schweizer bereits ihr drittes Album (des Weiteren erschienen „Hard Impact“ – 2000 und “In the Beginning” – 1999) vor – das erste fürs neue Label Nuclear Blast. Erneut soundtechnisch (und somit erstklassig) von Tommy Newton (u.a. HELLOWEEN, VICTORY, SCORPIONS, HEADCRASH, CONCEPTION und ELEGY) veredelt, setzen die Eidgenossen weiterhin auf einen Mix aus eingängigen Melodien und harten Gitarren und sollten sich mit dem Label „Melodic Hard Rock“ zutreffend etikettiert fühlen.

Dreizehn Tracks (53:01 Min.) fanden den Weg aufs Album, dessen Erstauflage zusätzlich ein „Making of…“-Video enthält. Und auch wenn mir der hohe (teilweise an Michael Kiske erinnernde) Gesang von Mark Sweeny nicht so 100%-ig zusagt, ist er nicht wirklich schlecht. Musikalisch gibt’s nicht viel auszusetzen. Nach einem kurzen und sphärischen Intro („3rd Dimension“) gibt die Band beim folgenden „Hands of God“ (einer recht straighten Uptempo-Nummer) richtig Gas, was sie auch bei den stilistisch ähnlich gelagerten „Dance with the Devil“, „Savage Mind“ (etwas grooviger) und dem doch arg nach EDGUY/HELLOWEENklingenden „Blind Side“ tut.

„Virtual Empire“ ist ein überzeugendes Album

Zwar weniger flott, dafür aber mit einem fetten Gitarrenriff ausgestattet, sind das eher wuchtige „Private Visitor“ und das abschließende „Find your Ground“. Dass die Schweizer auch mächtig auf die Tränendrüsen drücken können, beweisen sie mit den (sehr) guten (Rock-)Balladen „Look in my Eyes“ (die mit Piano- und Streicherklängen überzeugen kann) und „Night and Day“, so dass Durchschnittsware wie das gemäßigte „Talk in Circles“ oder „Am I free?“ eindeutig die Ausnahme bleibt.

Einen Bonus-Pluspunkt bekommt die Band von mir übrigens dafür, dass sie ihre Tasteninstrumente oft im Hammond-Sound einsetzt (z.B. bei „When the night is over“ oder dem Titeltrack), so dass man meinen könnte, Jon Lord oder Ken Hensley waren bei den Aufnahmen zugegen, und auch der gekonnte Einbau von eingängig-mitsingbaren Hooklines und erstklassigem Chorgesang spricht nicht gegen die Qualität der Band, der man ein durchaus überzeugendes Album attestieren kann, mit dem sie ihren Fankreis nicht nur halten, sondern auch ausbauen könnte und dürfte.

Spielzeit: 53:01 Min.

Line-Up:

Mark – Lead vocals
Scott – Lead & Rhythm Guitar
Dany – Bass
Tom – Keyboard & Rhythm Guitar
Marcel – Drums

Produziert von Tommy Newton
Label: Nuclear Blast

Homepage: http://www.crystal-ball.ch

CRYSTAL BALL „Virtual Empire“ Tracklist

  1. 3rd Dimension
  2. Hands Of God
  3. Savage Mind
  4. Am I Free?
  5. Virtual Empire
  6. Night And Day
  7. Dance With The Devil
  8. When The Night Is Over
  9. Blind Side
  10. Talk In Circles
  11. Look In My Eyes
  12. Private Visitor
  13. Find Your Ground