CREMATORY: Greed (Single)

CREMATORY: Greed (Single)

Die reformierten CREAMTORY machen es einem nicht gerade einfach. Da hatte ich mich schon auf einen ordentlichen Verriss eingestellt und nun das.

Die Vorabsingle „Greed“ zum Reunionsalbum „Revolution“ ist besser als gedacht ausgefallen. Naja, wenn nicht die schrecklich penetranten Keyboardeinsätze („Neue Deutsche Welle“ lässt grüßen) wären, könnte mich „Greed“ noch mehr begeistern.

Auf der vorliegenden Veröffentlichung ist neben der Singleversion noch die Albumversion von „Greed“, der dazugehörende Videoclip, die Ballade „Farewell Letter“ und die METALLICA-Coverversion „One“ enthalten.

„Greed“ an sich ist ein straighter Stampfer mit satten Gitarren, der sicherlich die Zappelbuden dieser Republik im Sturm erobern wird. Mit dem Wechselgesang von der grunzigen Stimme von Felix und den sehr coolen cleanen Vocals des Gitarristen Matze haben CREMATORY diesbezüglich ihr Erfolgsrezept beibehalten. Vor allem hat die Band mit „Greed“ einen regelrechten Ohrwurmtrack geschaffen, der sich so im Hirn festsetzt, dass mir schon angst und bange wird. Bin ich jetzt schon ausgewhimpt? Hat das Label irgendwelche ominösen Duftstoffe der CD beigelegt, die meinen Verstand aussetzen lassen? Ich weiß es nicht.

Die mit einem Piano, Akustikgitarren und Streichern unterstützte Ballade „Farewell Letter“ ist ebenfalls gelungen und wird ausschließlich von Matze am Gesang vorgetragen, der mit einer sowohl rauen, wie auch cleanen melancholischen Stimme den Track abrundet. Nun, auch über die METALLICA-Coverversion „One“ gibt es nichts Schlechtes zu vermelden. Diese leicht abgespeckte Ausgabe des METALLICA-Hits wird ebenfalls mit Grunzern und cleanen Gesängen versehen und spielerisch befinden sich CREAMTORY im grünen Bereich. Naja, die penetranten Keyboardeinsätze hätte man sich auch hier sparen können.

Sehr unterhaltsam und gut in Szene hat man den Videoclip zu „Greed“, bei dem mit coolen Animationen gearbeitet wurde.

Scheiße auch, diese Single hat mich wirklich neugierig auf den Longplayer „Revolution“ gemacht.

Ich weiß, CREMATORY hören ist angeblich uncool, aber ich möchte gar nicht wissen wie viele Leute sich im stillen Kämmerlein diverse Ergüsse der Band reinziehen, bzw. im Besitz dieser sind. So, und jetzt will ich euer „Coming Out“ auf dem Messageboard lesen, hehe.

Veröffentlichungstermin: 01.03.2004

Spielzeit: 16:10 Min.

Line-Up:
Markus – drums

Felix – vocals

Matthias – guitars, vocals

Katrin – keyboards

Harald – bass

Produziert von M. Jülich & Crematory
Label: Nuclear Blast

Hompage: http://www.crematory.de

Tracklist:
Greed (Single Version)

Greed (Album Version)

Farewell Letter

One (Cover Version)

Greed (Videoclip)

Psycho