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BONGZILLA: Amerijuanican

BONGZILLA: Amerijuanican

Meine Freundin und ich diskutierten kürzlich über das neue Album der Haschischfreunde BONGZILLA – weniger über die Musik als Cover, Songtitel und Ideologie der Band. Und wir stimmten miteinander überein: Wären wir noch 13, das wäre wohl für uns das geilste Album überhaupt. Ich meine, naturcoole Säue sind BONGZILLA so oder so. Unbeirrt gehen sie seit zehn Jahren ihren Weg, haben immer eine Notfallbong dabei und schreiben Songs, die so relaxt rocken, dass man vom passiven Mitkiffen gleich so umgehauen wird, dass alles zu spät ist.

Ja, BONGZILLA liefern wieder ein Feuerwerk aus zähen Riffs, die bluesig-verzerrt den Hörer hypnotisieren. Als Stoner Rock könnte man das gebotene kategorisieren, doch Amerijuanican bietet gleichermaßen Sludgeelemente, die allerdings nicht so destruktiv und böse wie bei EYEHATEGOD und Co. wirken. BONGZILLA sind – allein wegen dem heiseren Keifgesang – um einiges weniger massenkompatibel als andere Bands im Stoner Rock, doch gleichermaßen wirken ihre treibenden, staubigen Riffs so easy und locker, dass eigentlich sogar meine Großmutter auf Songs wie Kash Under Glass oder Cutdown abfahren müsste.

Die Songs auf Ameriuanican sind dann besonders gut, wenn sie lang sind und sich in ihrer rauchigen Atmosphäre richtig entfalten können. Dementsprechend ist Stonephere natürlich das absolute Highlight des Albums, denn mit seinen zwölfeinhalb Minuten ist dies nicht nur der längste Song, sondern auch das Stück bei dem sich die vier namenlosen Musiker am meisten ausleben können: Hier wird gejammt was das Zeug hält, im Hintergrund hört man deutlich einen Freund der Band beim locker machen – es zischt und blubbert an allen Ecken und Enden. Und ob man will oder nicht, man fliegt mit den Vieren aus Wisconsin doch glatt zur nächsten Marihuanaplantage, auf dass einen die Weedy Woman erwartet.

Dauernd kann ich mir BONGZILLA sicherlich nicht anhören, einerseits weil die eher eindimensionale Botschaft der Band nie ganz untergeht, andererseits weil man für solche Gute-Laune-Musik doch in der richtigen Verfassung sein muss. Doch manchmal müssen diese relaxten Grooves, diese herrlichen BLACK SABBATH-Riffs und die bluesigen Gitarrenlicks und diese ungezwungene Atmosphäre einfach sein, da führt kein Weg dran vorbei. Fans von ELECTRIC WIZARD und ORANGE GOBLIN haben Amerijuanican wohl eh schon längst im Schrank stehen – falls nicht: Antesten ist oberstes Gebot!

Veröffentlichungstermin: 30. September 2005

Spielzeit: 42:42 Min.
Label: Relapse Records

Tracklist:
1. Amerijuanican

2. Kash Under Glass

3. Tri-Pack Master

4. Cutdown

5. Weedy Woman

6. Stonesphere

7. Champagne & Reefer