BLOOD STAIN CHILD kommen aus Japan, haben bisher zwei Alben (Silence Of Northern Hell und Mystic Your Heart) veröffentlicht und wollen sich nun mit dem dritten Output Idolator via Dockyard 1 auch auf dem europäischen Markt etablieren.
Ob dies ein so einfaches Unterfangen sein wird, wage ich zu bezweifeln.
Denn BLOOD STAIN CHILD spielen melodischen Death Metal, der auch sehr oft aus Skandinavien zu hören ist. Als Haupteinflüsse der fünf Japaner nenne ich mal die beiden populärsten Acts: IN FLAMES und CHILDREN OF BODOM.
Gut, BLOOD STAIN CHILD haben auf Idolator noch mehr elektronische Momente integriert, was jetzt allerdings nicht heißt, dass die Band dadurch eigenständiger klingt. Teilweise überfrachtet das Quintett ihre Kompositionen durch die Synthiesounds, gerade ein bestimmter hoher Effekt kommt sehr oft vor und dieser ist auch nicht besonders angenehm für meine Ohren.
Neben dem typischen melodic Death Metal versuchen BLOOD STAIN CHILD durch düstere Anteile einen eigenen Weg zu finden. Sänger Ryo versucht in diesen Momenten einerseits clean zu singen und sich dabei leidend anzuhören. Andererseits möchte er den Düster-Dark-Gothic-Onkel raushängen lassen. Nun, beide Gesangsstile sind stark verbesserungswürdig. Ansonsten krächzt und grunzt sich Ryo durch das Album.
Wer wirklich alles im Regal stehen haben muss, was sich nach skandinavischem melodic Death Metal anhört, der soll Idolator antesten. Handwerklich haben es die Musiker drauf, aber an eigener Identität mangelt es BLOOD STAIN CHILD sehr. Alle anderen Genrefans bleiben bei den Originalen.
Veröffentlichungstermin: 24.11.2006
Spielzeit: 39:30 Min.
Line-Up:
Ryu – 6 strings electro stream
Aki – Technology
Ryo – 4 strings satanic pulse & infernal vox
Shiromasa – 6 strings psycho system
Violator – Battery
Produziert von Tue Madsen
Label: Dockyard 1
Homepage: http://www.bloodstainchild.com
Tracklist:
01 Hyper Sonic
02 Truth
03 Final Sky
04 Live Inside
05 Ag2o
06 Embrace Me
07 Trial Spiral
08 Void
09 Type-N
10 True Blue
11 Truth (bonus video)