AXEL RUDI PELL: The Masquerade Ball

So verläßlich wie der Wechsel der Jahreszeiten kommt jedes Jahr ein neues ARP-Album. Objektiv muß man feststellen, das über all die Jahre ein durchgängig hohes Level gehalten wurde, allerdings bewegt Axel sich immer weiter weg vom melodischen Metal, hin zum Heavyrock…

So verlässlich wie der Wechsel der Jahreszeiten kommt jedes Jahr ein neues AXEL RUDI PELL-Album. War ich zu Zeiten von “Wild Obsession”, “Nasty Reputation” und “Eternal Prisoner” noch absoluter Fan des Wattenscheiders, verlor ich dann nach und nach etwas das Interesse an seinen Outputs. Vor allem deshalb, weil sich auf den oben angegebenen Scheiben mit Chicken Charly Huhn, Rob Rock und Jeff Scott Soto nacheinander drei Weltklassesänger mit völlig unterschiedlichen Stimmen und Gesangsstilen tummelten. So hätte es weitergehen können, aber Meister Pell ging eine längere Zusammenarbeit mit Soto ein und verlor etwas die Diversität der frühen Alben.

Nun hat er mit Johnny Gioeli, dem ehemaligen HARDLINE-Frontmann, seit der letzen CD “Oceans Of Time” eine neue Stimme für AXEL RUDI PELL gefunden, die, der Soto’schen sehr ähnlich, die Pell-typischen Gesangslinien sicher ins Ziel bringt. Mir persönlich gefällt zwar ein Sänger wie Rock besser, aber objektiv muss man feststellen, dass über all die Jahre ein durchgängig hohes Level gehalten wurde. Allerdings bewegt Axel sich immer weiter weg vom melodischen Metal, hin zum Heavy Rock; und ist auch einer der drei Kritikpunkte an der gelungen produzierten Aufnahme: Hier fehlen mal zwei, drei richtige Knaller, um das Tempo mehr zu variieren, außerdem sind die Cover von “Black Moon Pyramid”, “Magic” und “Oceans Of Time” und der neuen Veröffentlichung von Stil und Farbgebung so ähnlich, dass ich mir als CD-Käufer nicht mehr sicher wäre, was ich jetzt zu Hause schon im Schrank stehen habe. Und drittens: das URIAH HEEP-Cover “July Morning” war unnötig und kommt gegen das Original nicht an. Im Line-Up gibt es übrigens eine Änderung zu vermelden: Jörg Michael ist endgültig zu STRATOVARIUS abgewandert, ihn ersetzt mit Mike Terrana ebenfalls ein alter Bekannter.

Besetzung:

Johnny Gioeli – v
Axel Rudi Pell – g
Volker Krawczak – b
Ferdy Doernberg – key
Mike Terrana – dr

AXEL RUDI PELL “The Masquerade Ball” Tracklist

  1. The Arrival
  2. Earls Of Black
  3. Voodoo Nights
  4. Night And Rain
  5. The Masquerade Ball
  6. Tear Down The Walls
  7. The Line
  8. Hot Wheels
  9. The Temple Of The Holy
  10. July Morning