ASMODI: Sapere Aude

ASMODI: Sapere Aude

Mit Sapere Aude veröffentlichen die deutschen Black Metaller ASMODI ihr zweites Album, das erneut als Eigenproduktion über die Theke geht. Zu Beginn des Albums erwartet den Hörer zunächst ein düsteres Intro, welches von Windgeräuschen untermalt wurde. Klingt gar nicht mal schlecht, doch viel wichtiger ist bekanntlich das, was nach dem Intro kommt. Und auch hier machen ASMODI einen guten Job. Eine fette Produktion kann die gute Arbeit zusätzlich unterstützen. Das Schlagzeug kommt klar und dominierend zum Tragen, was aber nicht bedeutet, dass die weiteren Instrumente untergehen. Lediglich der deutschsprachige Gesang ist wenig verständlich und erfordert einen Blick ins Booklet. Vom Tempo geht es recht flott zur Sache, während die Gitarren immer wieder in melodiereiche Passagen abdriften und den Songs somit ein weiteres Maß an Atmosphäre verleihen. Besonders gut kommen die Melodien während Chronist der Winde zum Tragen. Doch auch die anderen Songs weisen eine deutlich melodische Marke auf. Das Schlagzeugspiel zeigt sich sehr variabel. Ein großer Vorteil, denn damit verleiht es auch den Songs mehr Vielfalt. Die Fülle an klugen Ideen, die das Songmaterial atmosphärischer gestalten, macht auch beim Gesang nicht halt. Gelegentlich, aber selten, finden sich klare Gesangslinien, die den krächzenden Gesang hintergründig untermalen. Leider gelingt es ASMODI jedoch nicht, die anfängliche Energie mit ins Ziel zu nehmen. Dafür klingen die Songs trotz der beschriebenen Reichhaltigkeit ein wenig zu ähnlich, so dass ein komplettes Durchhören von Sapere Aude schwer fällt. Dennoch wird es das Album das eine oder andere Mal in meinen CD-Player schaffen. Für Liebhaber des melodiereichen Black Metal also durchaus zu empfehlen.

Spielzeit: 50:00 Min.

Line-Up:
Bilwis – Vocals
Daevas – Guitar
Volac – Drums
Joetun – Bass
Marrok – Guitar, Vocals

Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.asmodi.net

MySpace: http://www.myspace.com/asmodimetal

Tracklist:
Prolog: Im Nebel
Memento Mortis
Chronist der Winde
Welke Leere
Sapere Aude
Interludium: Scherben
Leben
Danzenbarg
Schwarzer Frühling
Blutgewitter
Epilog: Erkenntnis