APHRODITE: Lust and War

APHRODITE: Lust and War

Erst in der zweiten Jahreshälfte von 2018 gegründet, gibt es mit „Lust and War“ bereits das Debütalbum der Speed Metal-Band APHRODITE zu erwerben. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, das Flair der 80er-Jahre aufzugreifen. Dies gelingt der Band mitunter auch anhand des Charmes der Lo-Fi-Produktion.

Drahtzieher bei der Gründung war Songwriter Jo Capitalicide (ICE WAR), der sich mit Lead Gitarrist Yan Turbo (COLORSFADE) zusammenschloss. Für das lyrische Konzept rund um die Griechische Mythologie zeichnet Heidi Stockdale verantwortlich. Der vakante Posten am Mikro wurde nach einigem Suchen mit Tanza Speed (DEMONA, OUTLINE) besetzt.

„Lust and War“ zieht den Hörer rasch in den Speed Metal-Bann

„Lust and War“ legt dann auch gleich flott dem Genre entsprechend mit „Hades in the Night“ los. Der Hörer wird rasch in den Bann von APHRODITE gezogen, auch wenn die Songs in weiterer Folge streckenweise zu wenig ausgearbeitet erscheinen. So wirkt „Lightning Crashed“ als Ganzes etwas unharmonisch und „Thesus and the Minotaur“ gleicht einem unispirierten Füllwerk. Doch es gibt durchaus Highights wie etwa „Pandora´s Box Unleashed“, das mit zahlreichen Breaks und einem entfesselten Drumming aufwartet. Auch „Gorgon Medusa“ vermag dank gutem Riffing zu gefallen.

APHRODITE versprühen Charme trotzt gewöhnungsbedürftigem Gesang

Gewöhnungsbedürftig ist dagegen der Gesang von Tanza Speed, deren Vocals in manchen Passagen etwas unbedarft klingen. Insbesondere ihre tiefere Singstimme kommt nicht richtig (gesungen) zur Geltung. Auch schleichen sich im Zusammenspiel zwischen Gesang und Musik diverse Disharmonien ein („Orpheus Charms the Gods of Death“). Besser funktioniert der Gesang dann in „Aphrodite, Queen of Lust“, wo die Sängerin insbesondere in den höheren Refrain-Parts Akzente setzen kann. Ansonsten lebt das Album vom alten Speed Metal-Spirit und vom Charme, den APHRODITE irgendwie ausströmen.

Veröffentlichungstermin: 09.07.2019

Spielzeit: 36:23 Min.

Line-Up:
Jo Steel – Gitarre, Bass, Schlagzeug
Jan Turbo – Gitarre (lead)
Tanza Speed – Gesang

Label: Fighter Records

Mehr im Netz: https://aphroditemetal.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/aphroditespeedmetal

APHRODITE „Lust And War“ Tracklist

01. Hades in the Night (Audio bei YouTube)
02. Pandora´s Box Unleashed
03. Ares, God of War
04. Lightning Crashed
05. Penthaselia
06. Gorgon Medusa
07. Aphrodite, Queen of Lust (Lyric-Video bei YouTube)
08. Orpheus Charms the Gods of Death
09. Thesus and the Minotaur
10. The Odyssey
11. Gladiators (Gladiators)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.