ANTROPOMORPHIA: Merciless Savagery

AntropomorphiA-merciless-savagery-cover

Es kehrt eine gewisse Regelmäßigkeit in die Release-Tätigkeit von ANTROPOMORPHIA ein. Seit ihrer Wiedervereinigung vor zehn Jahren bringen die Niederländer im 2 bis 3-Jahres-Takt ein neues Album heraus. Das neueste Werk ist „Merciless Savagery“.

Im Gegensatz zu den vorherigen Alben wirkt das insgesamt fünfte ANTROPOMORPHIA-Album etwas düsterer, was man auch am Cover-Artwork festmachen kann, und im Tempo verhaltener. Diese Schaumgebremstheit, die sich bereits auf dem Vorgängeralbum „Sermon Ov Wrath“ angedeutet hatte, hört man Songs wie „Requiem Diabolica“ und „Merciless Savagery“ an, die ad hoc nicht zünden wollen. Auch „Womb ov Thorns“ hat seine Längen, durchbricht diese aber kurzfristig mit Rasereien und einer überraschend melodischen und hohen Gitarren-Melodie.

„Merciless Savagery“ hat nicht mehr ganz so viel Groove

Das Spiel mit den Tempo-Variationen ziehen ANTROPOMORPHIA in weiterer Folge öfters durch („Cathedral ov Tombs“, „Unsettling Voices“). Dadurch verliert die Band etwas an Dampfwalzen-Groove, gibt sich aber einer neu hinzugewonnen Facette hin, die im durchgehend im Mid-Tempo gehaltenen und düsteren Song „Luciferian Tempest“ gipfelt, wo Farida Lemouchi (MOLASSES, Ex-THE DEVIL´S BLOOD) dezent, aber doch weibliche Vocals beisteuert. Dennoch bekommt man nach wie vor auch treibende und gute Death Metal-Songs zu hören. Das kurze und knackige „Apocalyptic Scourge“ und „Merciless Savagery“ pflügen nach wie vor zügig dahin und hinterlassen verbrannte Erde.

ANTROPOMORPHIA drosseln Tempo zu Gunsten der Abwechslung

Oft beklagt man ja, dass sich gestandene Bands nicht mehr weiter entwickeln. Daher sollte man ANTROPOMORPHIA Tribut zollen, dass sie ein Stück weit ihr Spektrum erweitert haben. Zwar geht manche Veränderung zu Lasten des Tempos und der Härte, doch wirkt „Merciless Savagery“ abwechslungsreicher als die Alben zuvor. Doch die Highlights des Albums sind dann aber wieder diejenigen Songs, die vermehrt den alten Spirit der Band versprühen.

Veröffentlichungstermin: 05.04.2019

Spielzeit: 41:50 Min.

Line-Up:
Ferry Damen – Gesang & Gitarre
Jos van den Brand – Gitarre
Jeroen Pleunis – Bass
Marco Stubbe – Schlagzeug

Gast-Musiker
Farida Lemouchi (MOLASSES, Ex-THE DEVIL´S BLOOD) – Gesang („Luciferian Tempest“)

Produziert von Marco Stubbe (ANTROPOMORPHIA)
Label: Metal Blade Records

Homepage: http://antropomorphia-official.com

Mehr im Netz: https://antropomorphia.bandcamp.com
Mehr im Netz: http://www.facebook.com/AntropomorphiA

ANTROPOMORPHIA „Merciless Savagery“ Tracklist

1. Merciless Savagery (Audio bei YouTube)
2. Requiem Diabolica
3. Womb ov Thorns (Video bei YouTube)
4. Cathedral ov Tombs
5. Apocalyptic Scourge
6. Wailing Chorus ov the Damned
7. Luciferian Tempest (Audio bei YouTube)
8. The Darkest Light
9. Unsettling Voices

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.