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Wings

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Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.

GRAVE DIGGER: Yesterday [ausgemustert]

Der Sinn dieser Auskopplung unserer Teutonen-Metal-Veteranen von GRAVE DIGGER erschließt sich mir nicht so ganz. Vermutlich nur als Überbrückung zum Anfang 2007 erscheinenden neuen Album gedacht, kann man sich die Zeit mit vier Tracks vertreiben: das Titelstück ist eine Neueinspielung der gleichnamigen, eher DIGGER-untypischen, Ballade aus dem Jahr 1984, gefolgt von einem Trademark-artigen, recht durchschnittlichen Midtempo-Song "The Reaper´s Dance" und der souverän und interessant eigenwillig interpretierten LED ZEPPELIN-Coverversion "No Quarter". Abschließend versuchen sich die Gladbecker an einer orchestrierten Version des Titelstücks, die mir persönlich Schauer des Grauens über den Rücken jagt. Ohne Gitarren ist der ohnehin nicht besonders originelle Song fast unerträglich. Der größte Kaufanreiz der EP wird vermutlich die beiliegende DVD mit einem 12 Tracks umfassenden Mitschnitt vom spanischen "Rock Machina Festival 2001" ausüben. Da uns diese leider nicht zur Rezension vorlag, kann ich dazu nichts berichten. "Yesterday" empfiehlt sich in meinen Augen nur dem eingefleischten GRAVE DIGGER-Fan, zumal das gute Stück zu einem fairen Preis im Handel erhältlich ist.

PHANTOM-X: Storm Riders


"cdreviewEine CD, bei der sich einige Höhen und Tiefen abwechseln, die nicht frei ist von einigen eklatanten Durchhängern, andererseits aber auch viele wunderbar ausgearbeitete Details bietet, eine gute Gitarrenarbeit aufweist und mit supereingängigen Refrains voll gestopft ist.

HAMMERHAWK: Breaks Loose [ausgemustert]

HAMMERHAWK stehen in der Metalszene der Niederlande immer noch hoch im Kurs, wurden dort bereits mit Tribute-Veröffentlichungen geehrt und oft von einheimischen Musikern als Einfluss benannt. Bei Abhören dieser Rerelease-CD fragt man sich nur: Warum? Geboten wird technisch äußerst primitiver Heavy Rock/Metal mit Lemmy-artigen Vocals. Zwar ganz nett und in der Rückschau nachvollziehbar, nach heutigen Qualitätsmaßstäben aber deutlich überholt.

WOLF: The Black Flame [ausgemustert]

Ebenso wenig wie eine schwarze Flamme Licht in der Dunkelheit spenden wird, kann das schwedische Quartett auf ihrer vierten Veröffentlichung seit 2000 überzeugen. Zwar gut gemeint, gespielt und produziert, aber insgesamt ein viel zu netter Sound mit immergleichen Gesangsharmonien. WOLF sind zwar jederzeit eingängig, der CD fehlt aber der Biss, aus einer ordentlichen Veröffentlichung etwas Großes zu erschaffen.
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AXEL RUDI PELL: Mystica [ausgemustert]

Absolut nichts Neues aus dem Hause Pell: Balladen, viel Mid-Tempo, einige Uptempoauflockerungen - alles in gewohnt hoher Qualität, perfekt eingespielt und produziert. Aber leider auch komplett vorhersehbar und in Routine erstarrt. Ein sehr solides Album, das viele Fans im Hard Rock und Melodic Sektor finden wird, aber definitv kein Highlight in der Geschichte des blondierten Wattenscheiders.

STORMWARRIOR: At Foreign Shores-Live In Japan [augemustert]

Gewohnte Breitseite der hanseatischen Hochgeschwindigkeitsmetaller, diesmal als eine Art "Best Of" aus den vorliegenden Alben, mitgeschnitten während der Japan Tour mit GAMMA RAY. Fetter Sound, gute Publikumsreaktionen und wirklich durchgehend das volle Brett. Nicht sonderlich abwechslungsreich und null innovativ, ergo: geile Metalscheibe für einen überschaubaren Fankreis.