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Wings

422 Beiträge
Schon seit November 1999 bei vampster, liefert Nils ("Wings") CD- und Live-Reviews, um die Fahne des wahren METALs hochzuhalten! Ein paar Randbereiche wie Southern Rock und klassischer Hard Rock dürfen dabei nicht fehlen.

ANANKE: Diary Of An Illusion [ausgemustert]

Italiens Metalszene quält uns mit CDs die keiner braucht die 3200te. Die sechs Jungs spielen einen Mix aus melodischem Rock und bombastischem Metal mit leichter Progschlagseite. Die Keyboards agieren sehr vordergründig vor gern und viel solierenden Gitaristen, der Schlagzeuger klöppelt sich eiligst durch die Songs und der Sänger macht das, was die meisten seiner Landsleute tun: sich ohne Ecken und Kanten durch alle Liedchen zu trällern. Wie war noch gleich die Beschreibung für solche Veröffentlichungen? Ach ja: nett. Erhältlich bei Hellion.

IMPELLITTERI: Wicked Maiden

"cdreviewWas bleibt? Ein solides Melodic Heavy oder Power Metal Album mit großartigem Gesang und chromglänzender Instrumentalarbeit, eine fette Produktion, eine schöne CD-Aufmachung und Refrains, die zwar sehr eingängig sind, aber ein wenig zu oft wiederholt werden.

CHAINSAW: Metal Missionary [ausgemustert]

Klischeecover, Klischeebandname, Klischeesongtexte, Klischee 80ies Thrash. Die vier Holländer lärmen auf ihrem zweiten Longplayer immer noch genau so uninspiriert wie auf dem 2004er Debüt "Smell The Saw". Vernünftigen Thrash Metal aus den Achtzigern gibt es ja nun wirklich mehr als ausreichend. Eine Veröffentlichung ausschließlich für beinharte Patronengurtbehänger, Schäbimetal-Freunde und sonstige verwirrte Existenzen.

MOONSTONE PROJECT: Hidden In Time [ausgemustert]

Projekte, die die Welt nicht braucht: man nehme einen italienischen Verehrer der Herren Malmsteen oder Blackmore (hier: Matt Filippini), eine geradezu unglaubliche Liste an prominenten Musikern aus der Melodic Rock bzw. Hard Rock-Ecke (bei Interesse bitte mal unter der Bandhomepage abchecken, das Namedropping steht hier in keinem Verhältnis zum Ergebnis) und heraus kommt: Durchschnitt. Einfacher, zum Teil kreuzlangweiliger Durchschnitt, der sich anhört, als haben sich hier Tracks zusammengefunden, die bei den Referenzbands von Filippini (also vor allem DEEP PURPLE, bei denen hier an allen Ecken und Enden geklaut wird und alte WHITESNAKE) im Archiv geblieben wären. Und das zu Recht.

TEUTONIC: Born Of Hellfire [Eigenproduktion] [ausgemustert]

TEUTONIC geben nach eigenen Angaben "German Heavy Metal the old way!" zum Besten. Rein instrumental vielleicht gar nicht mal so falsch verspielen die Fünf leider viele Sympathien und viel Potential durch die variationslosen, unterdurchschnittlichen Vocals und die lachhaften Texte. Eine Eigenproduktion, die unter "ferner liefen" ins Ziel kommt. Einen eigenen Eindruck könnt ihr euch unter http://www.teutonicmetal.de verschaffen.

NIGHTMARE: Genetic Disorder [ausgemustert]

NIGHTMARE sind eine mitreißende, sehr sympathische Liveband. Im Studio hat man aber scheinbar etwas den Faden verloren. Zwar ist technisch alles im grünen Bereich, ein fetter Sound aus dem Studio Fredman und ein anspruchsvolles Artwork wecken Vorfreude auf ein hoffentlich starkes Album der Franzosen. Aber dann muss man feststellen, dass jeder Song für sich zwar ganz nett anzuhören ist, die raue Stimme von Jo Amore grenzt NIGHTMARE gegen die Legionen anderer Power Metaller ab, aber irgendwie will die ganze Chose einfach nicht zünden. Selbst nach mehreren Durchläufen bleiben keine Songstrukturen hängen, keine Refrains im Gedächtnis. Der CD fehlt der letzte Kick, um aus einer ordentlichen Veröffentlichung eine sehr gute zu machen. Schade. Ein typisches Album, das für alle Zeiten in den Untiefen des CD-Regals verschwindet, wenn man sich an den technischen Kabinettstückchen und dem im Vergleich zu zurückliegenden Veröffentlichungen gesteigertem Härtegrad satt gehört hat.

TESLA: Real To Reel [ausgemustert]

TESLA covern 13 ihrer „favourite classic rock tracks“. Was für ausgemachte Fans der US-Multi-Platin-Seller eine interessante Erfahrung sein könnte, mutet für den „normalen“ Musikhörer etwas dröge an, denn leider verstehen die Jungs es bei den meisten Songs weder ihren eigenen Stempel aufzudrücken, noch wird der Spirit der Originale erreicht. Vielleicht auch ein Grund, warum „Real To Reel“ nach 16 Millionen verkaufter Alben auf dem bandeigenen „Tesla Electric Company Recordings“-Label erscheint?

STEEL SEAL: By The Power Of Thunder [ausgemustert]

Underground Symphony erweitern ihre Reihe "CDs, die die Welt nicht braucht" mit den Italienern STEEL SEAL, die außer den Vocals von Gastsänger DC Cooper nichts anzubieten haben, was sie aus den Kohorten ähnlich klingenden Italo-Melodic-High-Speed-Bands hervorheben könnte. Exzellent gespielt, gut produziert, aber bis zum völligen Identitätsverlust glatt gebügelt und von einem miesen Cover "gekrönt". Das Label hat weitaus Besseres zu bieten. Wer trotzdem alles aus Bella Italia haben muss, wendet sich an Hellion Records.

SEVENTH CALLING: Monuments [ausgemustert]

Überdurchschnittliche Gitarrenarbeit, unterdurchschnittlicher Gesang und durchschnittliches Songwriting ergeben leider nicht mehr als nur eine ordentliche US-Power Metal Veröffentlichung, die mit guten Vocals und etwas weniger Riffgeschiebe wesentlich besser hätte ausfallen können. Trotzdem zeigt das Baby der beiden Gitarristen Lance C. Lange und Steven Handel (die sich auch den Gesang teilen) Entwicklungspotential für kommende Scheiben auf.