NECROPHOBIC: Mark of the Necrogram

NECROPHOBIC: Mark of the Necrogram
Fünf Jahre nach “Womb of Lilithu” erwacht das Stockholmer Schlachtschiff NECROPHOBIC zu neuem Leben. Diese fünf Jahre waren für die Schweden nicht einfach – langjährige Mitglieder verabschiedeten sich, mal skandalös, mal leise. Und letztere kamen wieder zurück und so wird “Mark of the Necrogram” zu einem wahren Phoenix aus der Asche.

Das Cover von von “Mark of the Necrogram” verspricht viel

Dass sich NECROPHOBIC auf ihre alten Zeiten zurückbesinnen, verkündet bereits das gelungene Coverartwork von Kristian Necrolord Wåhlin. “Mark of the Necrogram” fühlt sich beinahe an, als wäre es die künstlerische Weiterführung des “Darkside”-Covers. Man begibt sich als suchender Wanderer auf den Weg, der zum leicht leuchtenden Tor auf “Darkside” führt. Dort entfaltet sich der feurigschwelende Höllenschlund, der in seiner ganzen Pracht “Mark of the Necrogram” in seinen knisternden Mantel hüllt.

NECROPHOBIC haben das Album von ihrem ex-Gitarristen produzieren lassen

Schon der Titeltrack “Mark of the Necrogram” macht das aktuelle Album NECROPHOBICs zu einer wahren Perle der dunklen Künste. Eine knackige, druckvolle Produktion haben sich die Death Metaller aus Schweden ebenfalls geleistet – grosses Kompliment hier an den Produzenten Fredrik Folkare (UNLEASHED), der vor der Rückkehr Sebastian Ramstedts und Johan Bergebäcks gitarrentechnisch an Bord gewesen war bei NECROPHOBIC. Dass er genau weiss, wie ein NECROPHOBIC-Album zu klingen hat, beweist der authentische Sound, den “Mark of the Necrogram” sein eigen nennt.

“Hrimthursum” und “Darkside” als musikalische Paten

Musikalisch orientieren sich NECROPHOBIC an ihrer Vergangenheit, ohne angestaubt zu wirken. “Mark of the Necrogram” ist ein eingängiger Song, der mit Leads, die an den fulminanten Song “Blinded by light, enlightened by darkess” (vom “Hrimthursum”-Album) erinnern, auftrumpft. Gleichzeitig legen die Schweden ein Feuer an den Tag, das einen begeistert an “Darkside” denken lässt. “Tsar Bomba”, dessen Name an die gleichnamige Wasserstoffbombe der Amerikaner denken lässt, knallt ohne Ende und regt ähnlich zum Mitbrüllen an, wie das “For those who stayed Satanic” anno 2008 schon schaffte. Der Text ist zudem eine wahre Ode an den satanischen Individualismus und wurde offensichtlich vom Teufel höchstpersönlich verfasst. Gekonnt zeigen NECROPHOBIC hier zudem, wie sie von treibenden Passagen zu atmosphärisch-schleppendem Elchtod wechseln können – ein Genuss sondergleichen.

Die Geister, die ich rief…

Stampfend geht es in “Sacrosanct” zur Sache und das als Single schon zuvor veröffentlichte “Pesta” gliedert sich nahtlos in die Trackliste ein. Die unheimlich-beschwörende Seite NECROPHOBICs zeigt sich in “Lamashtu”. Schleppend gibt sich “Requiem for a dying sun”, flott gerifft wird hingegen in “Crown of Horns”. Die Rhythmusfraktion aus Alexander Friberg und Joakim Sterner ist verlässlich wie immer, Johan Bergebäcks Riffs überzeugen und geben Saitenhexer Sebastian Ramstedt das Fundament, um seine unverkennbaren Leads zu zelebrieren. Anders Strokirks Stimme passt zu NECROPHOBIC wie sie auf dem legendären “The Nocturnal Silence”-Album dazu gepasst hat – und er klingt frisch wie eh und je.

Fazit: 11 von 10 Punkten

“Mark of the Necrogram” bietet absolut alles, was man sich von schwedischem “blackened Death Metal” wünschen kann: Rasiermesserscharfe Melodien, satanisch gute Texte, tiefschwarze Todesriffs und dazu der trommelnde Herzschlag der Bestie. Bezüglich der Punktzahl hier gilt “These go to eleven” – NECROPHOBIC sind zurück, stark und unangreifbar. “Mark of the Necrogram” entscheidet das Rennen um das Album des Jahres bereits für sich. Fulminant.

Veröffentlichungstermin: 23.02.2018

Spieldauer: 48:14

Label: Century Media

Produzent: Fredrik Folkare (UNLEASHED)
Line Up
Joakim Sterner – Drums
Anders Strokirk – Vocals
Sebastian Ramstedt – Lead Gitarren, Backing Vocals
Johan Bergebäck – Gitarren
Alexander Friberg – Bass

NECROPHOBIC „Mark Of The Necrogram“ Tracklist

Mark Of The Necrogram (4:53) (Audio bei YouTube)
Odium Caecum (4:25)
Tsar Bomba (5:40) (Audio bei YouTube)
Lamashtu (5:20)
Sacrosanct (4:38)
Pesta (5:59)
Requiem For A Dying Sun (4:39)
Crown Of Horns (3:59)
From The Great Above To The Great Below (5:53)
Undergången (2:48)