vampster Jahresrückblick 2017 von Christian

  1. ATTIC: Sanctimonious

80er-Jahre Heavy Metal, der ein rundum gelungenes und in sich geschlossenes Konzept verfolgt und dabei auch noch musikalisch und gesanglich überzeugen kann.

2. XANDRIA: Theater Of Dimensions

Professioneller, runder und abwechslungsreicher Epic Symphonic Metal aus Bielefeld, der die Band zu einem Global Player in diesem Genre reifen lässt.

3. LOCUST LEAVES: A Subtler Kind Of Light

Spannender Avantgarde Metal aus Griechenland, der die Spielarten des Black, Death, Doom und Progressive Metals zu einer avantgardistischen Mischung eint, die fordernd und großteils auch dramatisch ist.

4. ZORNHEYM: Where Hatred Dwells And Darkness Reigns

Gut produzierte, packende und kompositorisch durchdachte Symphonic Extreme Metal-Scheibe aus Schweden, die den Hörer auf einen Rundgang durch eine fiktive psychiatrische Anstalt mitnimmt.

5. IN TORMENTATA QUIETE: Finestatico

Bunter, dreistimmiger und empfehlenswerter Genre-Mix aus Italien, der eine bunte Mischung aus Black, Gothic und Progressive Metal zu bieten hat und auch leichte Progressive und Folk Rock-Elemente geltend macht.

6. CRAVEN IDOL: The Shackles Of Mammon

Sehr starker und tighter Blackened Thrash Metal mit Oldschool-Einschlag aus London, der gerade zu Beginn des Albums alle Register zieht.

7. TOD HUETET UEBEL: N.A.D.A. [EP]

Starker, beklemmender und mitunter chaotischer Black Metal aus Portugal, der mit theatralischer Verzweiflung kokettiert.

8. DOCTOR LIVINGSTONE: Triumphus Haeretici

Abenteuerlicher und teilweise chaotischer Black Metal aus Frankreich, der viel zu bieten hat.

9. FABULAE DRAMATIS: Solar Time´s Fable

Ambitionierter und mehrstimmiger Avantgarde / Progressive Metal aus Belgien, der in seiner Komplexität etwas unrund wirkt, aber dadurch spannend bleibt.

10. CRYPTIC BROOD: Brain Eater

Herrlich roher „Rotten Death Metal“ aus Wolfsburg, der sich seinen Weg unbequem durch die Gehörgänge bahnt, um dort (un)selige Erinnerungen wachzurufen.

2016er-Überbleibsel, die erst 2017 entdeckt wurden:

AENAON: Hypnosophy

Der starke und Genregrenzen auslotende Experimental Black Metal begeistert mit Abwechslugsreichtum bei Komposition und Gesang.

BETHLEHEM: Bethlehem

Das 25-Jahre-Jubiläumsalbum besticht mit wieder gefundener Härte und Frische. Hinzu kommt die feine Balance zwischen musikalischer sowie lyrischer Krankheit und Melodie.

Als richtigen Flop will ich kein Album des Jahres 2017 bezeichnen, wenngleich manche Comeback-Alben nicht ganz den Erwartungen gerecht geworden sind. Als Bespiel seien hier SUNTERRA: Reborn [EP] und EVANESCENCE: Synthesis erwähnt.

 

 

  1. INFECTED RAIN bei FEEL THE NOISE (06.05.2017, Mehrzweckhalle, Trofaiach (AT))FeelTheNoise17_InfectedRain02web

Sehr professioneller und starker Auftritt der moldawischen Nu Metal-Band, die nach der Absage von DARKFALL kurzfristig eingesprungen ist. Vor allem Sängerin Lena Scissorhands (Elena Cataraga) erwies sich als einprägsame Fronterin.

2. QUASARBORN bei ENTER THE ETERNAL FIRE (21. – 22.07.2017, Volyne (CZ))

Die positive Überraschung des ENTER THE ETERNAL FIRE-Festivals! Denn die Serben spielten erfrischenden Thrash Metal, der technisch sehr versiert wirkte. Darüber hinaus waren die Musiker in ihrem Bewegungsradius kaum zu bändigen und Sänger und Gitarrist Luka Matkovic beeindruckte mit seiner Stimm-Bandbreite.

3. LACUNA COIL bei FEEL THE NOISE (06.05.2017, Mehrzweckhalle, Trofaiach (AT))

Lacuna Coil 18 – Feel The Noise 2017

Starke und eingeübte Performance der italienischen Gothic / Alternative Metal-Band, bei der es nichts zu bemängeln gab.

4. ASSASSIN bei ENTER THE ETERNAL FIRE (21. – 22.07.2017, Volyne (CZ))

Zu Recht der Hauptact des ENTER THE ETERNAL FIRE-Festivals, als dass die Performance einwandfrei war und man den Musikern ihre Spielfreude sichtlich ansah. Dem nicht genug, fanden die Deutschen auch immer wieder Zeit und Gelegenheit, das Publikum mit ins Geschehen einzubinden, was sich schlussendlich auch in einem Moshpit und einer Wall Of Death äußerte.

5. AUTHOR bei ENTER THE ETERNAL FIRE (21. – 22.07.2017, Volyne (CZ))

Eine spektakuläre Black Metal-Performance mit den starken, jedoch abwechslungsarmen Vocals von Jussi Vähänummi, die einem durch Mark und Bein gingen.

6. KING WOMAN (08.04.2017, Kapu, Linz (AT))

Die griechische Vorband stahl dem Hauptact TRUE WIDOW eindrucksvoll die Show, als dass vor allem Sängerin Kristina Esfandiari eine publikumsnahe Performance ablieferte.

7. EXCREMENTORY GRINDFUCKERS bei FEEL THE NOISE (06.05.2017, Mehrzweckhalle, Trofaiach (AT))

Excrementatory Grindfuckers 03 – Feel The Noise 2017

Einfach nur spaßige Crossover-Performance, die das Publikum abgehen ließ.

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Christian Wögerbauer
Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge