Arch Enemy, Dark Tranquility, Children of Bodom, In Flames – 26.09.1999 Bochum, Zeche

In Flames sind Gott. Muss ich mehr sagen?

Das fing ja schon mal gut an. Warum läßt die Zeche jetzt eigentlich jedes Konzert um ca. Dreie nachmittags beginnen? Als ich um 19.15 in der Zeche auflief bekam ich gerade noch die letzten Töne von Arch Enemy mit, sollen aber wirklich nicht schlecht gewesen sein.

Nach der üblichen kleinen Umbaupause wartete ich dann gespannt auf Dark Tranquility die bei mir auf dem Wacken einen reichlich gemischten Eindruck hinterlassen hatten. Einerseits haben die Jungens es instrumententechnisch reichlich drauf, besonders 4Saiter Michael Niklason ist ein Groovemonster, andererseits sind ihre Songs einfach keine Earcatcher und haben nicht den (höflich gesagt) höchsten Wiedererkennungswert. Ein anderes Wort hierfür könnte wohl spannungsarm lauten. So kann ich auch jetzt nur wieder ein wohlwollendes In Ordnung ablassen, die Differenz zwischen dem Können der Tranquilierten und ihren Songs ist (noch) zu groß, wird aber hoffentlich noch. Und wenn dann Sänger Mikael weiterhin so tolle Tode auf der Bühne stürbet und die Mädchenherzen höher schlagen läßt, muß das mit der Karriere einfach klappen. Gönnen würde man ihnen es auf jeden Fall.

Ähh….Children of Bodom … sollen gut gewesen sein, sagte man mir, ich mußte mich leider mit einem längeren Pitstop in der Kneipe der Zeche auf In Flames vorbereiten. Aber sie kriegten durchwegs gute Kritiken . Auf jeden Fall hat das Bier geschmeckt! Jetzt aber mal weiter im Text, bevor das hier zu ´nem Zechreport ausartet:

In Flames sind GOTT! Und drei Meter groß! Keine Frage, In Flames sind eine der Bands der Stunde – durchweg geniale Alben am Start (auch wenn das manche anders sehen ) und eine Liveperformance die einen nach Superlativen suchen läßt. Technisch perfekt, spielfreudig, Göteborg at it´s very best. Die Setlist bestach durch eine Mischung aus den bewährten Klassikern a la Moonshield (endlich mal wieder), Jotun, Episode 666 und Frischlingen vom neuen Colony-(Jetztschon)Klassiker. Dazu kommt wie immer Anders geniale Growls und technisch perfekte Gitarrespiel von Jesper. Dazu kommt das die Band unheimlich eingespielt ist. Die Musik steht im Vordergrund und nicht der kurze Showeffekt, wenn das doch bloß in allen Bands von Jesper so wäre . Kurz gesagt als Fazit bleibt: Other Bands Rock´n´Roll, In Flames Rock´n´Rule! Muß man einfach gesehen haben (oder dringlichst mal sehen)