WOLVERINE: The Window Purpose

WOLVERINE haben es geschafft! Bereits mit der Debüt-Mini lieferte die Band 1999 einen hervorragenden Einstand in die Welt des Prog-Metals ab und mit dem nun endlich vorliegenden Full-Length-Album legen die Schweden nicht nur ein ebenbürtiges musikalisches Werk vor, sondern haben es auch geschafft, sich einen völlig eigenständigen Sound zu erarbeiten.

WOLVERINE haben es geschafft! Bereits mit der Debüt-Mini Fervent Dreams lieferte die Band 1999 einen hervorragenden Einstand in die Welt des Prog-Metals ab und mit dem nun endlich vorliegenden Full-Length-Album legen die Schweden nicht nur ein ebenbürtiges musikalisches Werk vor, sondern haben es auch geschafft, sich einen völlig eigenständigen Sound zu erarbeiten.

Dass es sich nach wie vor um die selbe Band handelt, wie noch vor drei Jahren, ist dabei deutlich zu hören und dennoch unterscheidet sich die Musik doch stark von der damaligen. Deutliche Härteeinbußen sind zu vermerken und nicht nur durch den verstärkten Keyboardeinsatz liegt nun ganz klar einen vernehmliche Betonung auf der Progseite. Weicher ist der Sound geworden, an manchen Stellen fast gar zu süßlich – da hätten WOLVERINE für meinen Geschmack ruhig etwas härter zu Werke gehen können. Doch dieses Manko ist schnell wett gemacht – und zwar durch einfach großartige Songs.

Was auf Fervent Dreams bereits angedeutet wurde, bestätigt sich auf The Window Purpose: WOLVERINE sind schlichtweg begnadete Songwriter, denen es anscheinend ohne Mühe gelingt, auch lange Songs interessant zu gestalten. Wo man bei anderen Bands fordern würde, endlich auf den Punkt zu kommen, gesteht man es dieser Band gerne zu, den Songs die Zeit zu lassen, die diese verlangen. Das Gespür für eingängige Melodielinien hat sich die Band ebenso bewahrt, wie die Fähigkeit, diese in komplexe Songstrukturen einzubetten, so dass die Stücke stets nachvollziehbar bleiben, aber auch den Dauerhörtest überstehen. Perfekte Übergänge zwischen den einzelnen Songteilen erscheinen da fast selbstverständlich. Da sitzt einfach alles am richtigen Platz und viele Details machen sich erst nach einigen Hördurchläufen bemerkbar, die sich dann aber umso verstärkt im Hirn festsetzen.

Sänger Stefan Zell konnte sich ebenfalls ein ganzes Stück von seinem Vorbild Ray Alder lösen und verleiht den Songs viel Gefühl. Doch auch hier bleibt die Kritik: weniger nett hätten dem ganzen gut getan, was vor allem im Duett mit Gastsängerin Jamina Jansson deutlich wird. Da wird die Grenze zum Kitsch doch fast durchbrochen.

Zum Glück driftet das Ganze dann aber doch immer wieder in härtere Regionen ab und auch wenn die Growls nicht mehr ganz so natürlich wirken wie auf dem Debüt, bleiben sie ein weiteres prägnantes Trademark von WOLVERINE.

Fervent Dreams war also alles andere als eine Eintagsfliege und wer auf Progmetal steht, sollte auf The Window Purpose nicht verzichten.

Fierce

Veröffentlichungstermin: Dezember 2001

Spielzeit: 57:02 Min.

Line-Up:
Marcus Losbjer – Drums, Growls

Mikael Zell – Guitars

Stefan Zell – Vocals, Bass

Andreas Baglien – Keyboards

Per Broddesson – Guitars

Produziert von Oliver Philipps, Christian Moshus Moos & Wolverine
Label: DVS Records

Hompage: http://www.wolverin-overdose.com

Tracklist:
1.End

2.My Room

3.His Cold Touch (part 1 & 2)

4….

5.Leaving Yesterday

6.Towards Loss

7.The Storm Inside

8.Coma

9.Release

10.Post Life