WIZARDTHRONE: Hypercube Necrodimensions

WIZARDTHRONE mischen den Extreme-Metal auf: “Hypercube Necrodimensions” ist ein Blockbuster-Album zwischen melodischem Black und Death Metal, das auch dank Christopher Bowers und dessen Keyboard-Künste mit einer gewissen Opulenz besticht.

„The Coalescence Of Nine Stars In The System Once Known As Markarian-231” – ein Songtitel, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss und der nicht deutlicher den Namen Christopher Bowes schreien könnte. Der ALESTORM-Frontmann und GLORYHAMMER-Strippenzieher hat mal wieder ein neues SciFi-Universum entworfen und dem Ganzen ein neues Projekt zur Seite gestellt: WIZARDTHRONE fischen aber weder im Folk noch im Power Metal, sondern trotzen in fernen Welten eisigen Winden und unwirtlichem Ödland. „Hypercube Necrodimensions“ ist manchmal düster, stets aber hochaggressiv, indem es melodischen Death und Black Metal mit den für Bowes typischen Keyboard-Arrangements zu einer Einheit verschmelzen lässt.

Das resultiert mal in überaus eingängigen Hymnen wie „Frozen Winds Of Thyraxia“, das den treibenden Blastbeats von Drummer Eric Brown (NEKROGOBLIKON) eine unverschämt mitreißende Melodieführung entgegenstellt, mal in theatralischem Symphonic-Bombast wie in „Black Hole Quantum Thermodynamics“, ohne jedoch zur sehr dem Kitsch anheimzufallen. Natürlich tragen WIZARDTHRONE gerne dick auf – mit dem gesampelten Spinett erzeugt Bowes nicht nur im eingangs erwähnten Track immer wieder eine düstere bis dramatische Atmosphäre im besten CHILDREN OF BODOM– oder auch „Castlevania“-Stil (1986).

“Hypercube Necrodimensions” ist ein Blockbuster-Album

Flankiert wird diese – „Hypercube Necrodimensions“ ist ja durchaus so etwas wie ein Konzeptalbum, wenn auch kein handlungsgetriebenes – von immer wieder eingewobenen Spoken-Word-Passagen, wie wir es bereits von GLORYHAMMER oder natürlich der naheliegenderen Referenz BAL-SAGOTH kennen. Für die Rolle des Xhul zeichnet dabei niemand geringerer als DARK FORTRESS-Frontmann Morean verantwortlich, welcher exakt die richtige Balance aus Überheblichkeit und Größenwahn trifft.

Ansonsten befindet sich das Mikro allerdings im festen Griff von Vincent Jones (AETHER REALM), der selbst eine tadellose Leistung abruft. Dabei ist es nicht unbedingt selbstverständlich, sich vor diesem opulenten Backdrop zu behaupten: „Hypercube Necrodimensions“ ist ein Blockbuster-Album und damit nichts für Fans von Subtilität oder gar leisen Tönen. Selbst das cineastische „Of Tesseractual Gateways And The Grand Duplicity Of Xhul” nimmt sich nur für kurze Momente zurück, bevor WIZARDTHRONE zum Abschluss gar ein 13-minütiges Epos auftischen. „Beyond The Wizardthrone (Cryptopharmalogical Revelations Of The Riemann Zeta Function)” zieht nochmals alle Register, indem es die komplette musikalische Bandbreite der Band in einem schlüssigen Mammut-Track zusammenfasst und damit sogar den ausschweifenden Songtitel plötzlich geradezu konventionell erscheinen lässt – schafft auch nicht jeder.

Veröffentlichungstermin: 16.07.2021

Spielzeit: 44:47

Line-Up

V. Morbistopheles Jones – Vocals, Bass
M. Archistrategos Barber – Guitars
M. Xaviculus Bell – Guitars
C. Hyperiax Bowes – Keyboards
E. Wizardthrone Brown – Drums

Produziert von WIZARDTHRONE, Nino Laurenne (Mix) und Svante Forsbäck (Mastering)

Label: Napalm Records

Homepage: https://www.wizardthrone.com/
Facebook: https://www.facebook.com/wizardthrone

WIZARDTHRONE “Hypercube Necrodimensions” Tracklist

1. Black Hole Quantum Thermodynamics (Video bei YouTube)
2. Frozen Winds of Thyraxia (Video bei YouTube)
3. Incantation of the Red Order
4. Forbidden Equations Deep Within the Epimethean Wasteland (Lyric-Video bei YouTube)
5. The Coalescence of Nine Stars in the System Once Known as Markarian-231
6. Of Tesseractual Gateways and the Grand Duplicity of Xhul
7. Hypercube Necrodimensions (Lyric-Video bei YouTube)
8. Beyond the Wizardthrone (Cryptopharmalogical Revelations of the Riemann Zeta Function)